Jahr: 2018

Christi Himmelsplit

Nach dem Split vergangen Spieltag ging es für die Vienna Lawnmowers an Christi Himmelfahrt erneut nach Stockerau. Zum ersten mal seit 5 Jahren – nach der Saison 2013 wechselten die Mowers die damalige LLO Division – traf unsere Mannschaft auf gute, alte Bekannte, die Woodquarter Red Devils. Im zweiten Spiel stand das Rückspiel gegen die Hausherren, den Stock City Cubs 2, auf den Programm. Beim Spiel der beiden Spieltagsgegner überrumpelten die Stockerauer die Alt-Weitraer mit 32-4! In der Zwischenzeit trafen nach und nach die Lawnmowersautos ein. Thomas Bertleff kam etwas knapper, er musste erst von seiner Freundin wieder eingerenkt werden oder so etwas ähnliches (auf genaueres Nachfragen wurde auf Seiten der Redaktion aus jugendschutztechnischen Gründen verzichtet). Einer der Spieler hatte sein Schuhwerk vergessen, fand dann aber noch die Hallenschuhe vom Wintertraining im Kofferraum und streute in der Hektik seinen Autoschlüssel irgendwo in der Wiese aus. Oder einfacher gesagt: Eine klassische Spielvorbereitung im Stil des von Ameln. Catchen mit Hallenschuhen, ein Konzept mit Zukunft? „Nicht optimal“, so der Berliner und fügte hinzu: „Aber besser als mit Flip Flops“.

Vienna Lawnmowers gegen Woodquarter Red Devils
Coach Fleck wollte gegen die Tabellenletzten aus dem Waldviertel etwas experimentieren und ließ anfangs Stammspieler wie Schroll, Bertleff und Ackerl auf der Bank. Beim Lead Off gab es allerdings wenig unkonventionelles, es startete Clemens Hlawaty auf 2nd Base, dahinter Mace im Left Field, allerdings der jüngere Kilian. Sein Bruder und etarmäßige Left Fielder Lionel schlug gleich dahinter und debütierte auf der 1st Base. Die weiteren Positionen: Von Ameln als Catcher, Bittmann auf Short Stop, Pratscher auf der 3rd Base, Chrastka im Center Field und Petra Goldova durfte im Right Field auf Flyballjagdt gehen. Der muskelverkarterte Marco Prusa startete als Pitcher mit Szeywerth als DH. Die Mowersoffensive holperte anfangs zwar etwas, doch nach den ersten Innings konnte man die Waldviertler auf Abstand halten. Kilian Mace bekam eine eigenen Stealingtrainingssession, nach dem er zwei mal verschlafen hatte, funktionierte es bei Versuch Nummer drei und er erreichte, mit den Händen fest am Helm, die 2nd Base. Wieso er den Helm festhielt, evtl. ein aerodynamischer Trick des 15-jährigen: „Nein er (Anm. der Helm) sitzt einfach zu locker…“. Nach einigen Umstellungen zu Spielmitte (Bertleff für Mace K. und Hackl für Goldova) schien die Partie zu Gunsten der Wiener gelaufen. Bittmann löste im letzten Inning Prusa ab und brachte trotz Bases Loadet den zweiten Saisonsieg in trockene Tücher. Endstand: 13-8. Ein Kuriosum sondergleichen lieferte Peter Prascher ab. Über beide Spiele verteilt hatte der Sommereiner sieben At Bats und kam bis auf das Letzte ausschließlich durch Hit by Pitch auf Base! Sechs Hit by Pitch in Folge, da können Hit by Pitch Profiopfer wie Bertleff oder Hlawaty nur applaudieren: „So ein Lauf ist selbst mir als erfahrener gehited by pitchter Spieler unerklärlich“, so der 1150er, „Peter hat vergangenen Winter das anscheinend trainiert und immer wieder solche Situationen simuliert, aber das er das so gut im Spiel umsetzten kann ist unglaublich. Ich habe mit Peter nach dem Spiel geredet, er meinte, dass sein böser Gesichtsausdruck den Pitcher einschüchtern bzw. provozieren würde – Geheimnis gelüftet!“.

Vienna Lawnmowers gegen Stock City Cubs 2
Im zweiten Spiel wollte Michel Fleck nichts dem Zufall überlassen und schickte die 1er Partie in gewohnter Formation aufs Feld. Einzig Clemens Hlawaty startete als Pitcher auf Schlagposition neun. dafür durfte Rookie Marc Corpuz seine Schnelligkeit als Lead Off unter Beweis stellen, was er dankend annahm. Ein schwacher Schlag direkt zum Pitcher, doch der 18-Jährige war dennoch vor dem Ball auf der 1st Base. Das er anschließend durch ein Missverständnis mit dem Basecoach Richtung 2nd Base einschlug und einmal um den den First Baseman herumkreiste um dann vom mitgelaufenen Catcher (Luca, nimm dir ein Beispiel) out getagt zu werden sei ihm am Anfang seiner ersten Saison noch verziehen. Ebenso unglückglich verlief das erste Devensivinning der Lawnmowers. Die Cubs Batter trafen meist die Lücken und konnten so die komplette Line Up durchschlagen. Die Offensive der Wiener traf hingegen genau den gegnerischen Handschuh. Die Leithabergconnection Lionel Mace (Hit und Base on Balls) und der nach ihm schlagende Pratscher (zweimal Hit by Pitch – eh kloa) kam zwar beide Mal auf Base, verhungerte dort jedoch jeweils und so konnten die Hausherren schon früh auf 9-0 stellen. Die Devensivarbeit der Mowers verhinderte zwar in den nächsten Innings weitere Runs und man lieferte sich einen Schlagabtausch, welcher ohne dem ersten Inning ein sehr spannendes Baseballmatch geworden wäre. Ackerl und Hlawaty konnten schließlich doch noch die Ehrenruns scoren, denn ein Big Inning der Blues blieb bis Spielende aus. So durfte Alexander Hackl, der direkt vom Burger Essen wieder ins Trikot gesteckt wurde, seinen zweiten Pitcherauftritt wahrnehmen und ersetzte Hlawaty im fünften Spielabschnitt. Er traf brav die Strikezone und ließ die Stockerauer schlagen. Seine Hintermannschaft machte verlässlich ihre outs und so ging Hackl ohne Gegenrun aus dem Inning. Im Sechsten haderte er dann sichtlich mit der Kontrolle und so kam Pratscher noch zu seinem Einsatz am Hügel. Bittmann rutschte auf 3rd Base, der heute auf 2nd Base spielende Ackerl auf seine Stammposition als Short Stop und Hackl ging ins Left Field, womit Lionel Mace auf 2nd Base aushalf und auch bei seiner zweiten Positionspremiere zu zwei Outs etwas beitragen konnte. Endstand: 2-17.

Zwei Siege und vier Niederlagen, so sieht die bisherige Bilanz der Lawnmowers nach drei Spieltagen aus. Es wurde wieder viel rotiert und ausprobiert. Nur drei Spieler machten beide Spiele über die volle Distanz, was zeigt wie breit der Kader derzeit ist: „Es wird viel probiert, aber warum auch nicht. Man muss vorallem den Neuen das Vertrauen geben, es wird sich bezahlt machen. Wenn alle ihre Spielpraxis bekommen und Erfahrung sammeln sind wird nächstes Jahr wieder ganz vorne mit dabei.“, ist sich Lionel Mace sicher. Andreas Chrastka meint ebenfalls: „Experimente sind enorm wichtig. Wir sollten jede Gelegenheit nutzen um zu experimentieren – speziell da wir dieses Jahr keine Freundschaftsspiele haben. Ich denke nicht, dass eine konservative Aufstellung heute einen großen Unterschied gemacht hätte, denn die Offense hat letztlich generell versagt“, und mahnt abschließend: „Wir dürfen aber nicht darauf vergessen, den Stammspielern genug Einsätze auf ihren Stammpositionen zu geben – ist halt ein Drahtseilakt.“

Split in Stockerau

Nach zwei Auftaktniederlagen in der Vorwoche ging es für die Vienna Lawnmowers am vergangenen Sonntag nach Stockerau, wo gegen die Hausherren aus Niederösterreich, den Stock City Cubs, und mit dem kleinen Wiener Derby gegen die ebenfalls aus der RLO abgestiegenen Vienna Bucks die LLO Spiele 3 und 4 anstanden. Mit mehr als zwei Niederlagen in Folge starteten die Mowers zuletzt vor mehr als acht Jahren in eine Spielzeit. Dies galt es auf jeden Fall zu verhindern.

Mit den Cubs stand allerdings eine unberechenbar schwere Aufgabe auf dem Programm. Neben Didi Ackerl (laut eigenen Angaben auf Grund einer eklige Bronchienerkrankung) und Lionel Mace (Urlaub) fehlten zu Beginn vom ersten Spiel außerdem dienstlich bedingt auch noch Clemens Hlawaty und Thomas Bertleff, wodurch Coach Michel Fleck auf vier Stammspieler verzichten musste. So durften die neuen Corpuz und Hackl erneut schon früh in der Saison aufspielen und bekamen die Chance zu zeigen, dass ihre starken Debutauftritte keine One-Hit-Wonder waren. Auf Grund seiner sensationellen Vorwochenleistunge war keine Überraschung, das Michael Bittmann als Starting Pitcher aufgeboten wurde. Doch die Cubs hatten sowohl gegen ihn als auch seinen Back-Up Marco Prusa wenig mühe sich rasch in eine gute Ausgangsposition zu pokern. Die Wiener Offensive war mit dem pitching der Stockerauer sichtlich überfordert, lediglich Luca von Ameln konnte den Ehrenrun für die Mowers ins Scoreboard meisseln. Ein besonderes Spiel wird es zumindest für Neuzugang Alexander Hackl bleiben – der Simmeringer löste gegen Ende Prusa am Mount ab. Der berühmte Wurf ins kalte Wasser oder anders gesagt der Managestil von Michel Fleck. Zur Info: Den letzten den Fleck in seiner damaligen Coachingära vor genau 10 Jahren fast ohne Spielrfahrung als Pitcher aufbot ist heute als Thorsten Brei bekannt.

In Spiel zwei wurden die Karten neu gemischt. Hlawaty und Bertleff bewegten ihre Luxuskörper auf die A22 und weiter direkt aufs Feld – Hlawaty startete als Pitcher quasi noch in Motoradmontur. Diesmal schafften es unsere Blues gleich zu Beginn anzuschreiben und so stand es nach dem ersten Inning schon 8:1. Durch einen kleinen Durchhänger zu Spielmitte kamen die Bucks noch auf vier Runs heran doch im fünften Spielabschnitt machten die Mowers alles klar und siegten mit Mercyrule 17:7, womit im viertel Anlauf endlich der erste Sieg eingefahren werden konnte.

Die Bilanz nach den ersten vier Spielen fällt allerdings nicht so schlecht aus. Immerhin, mit Clemens Hlawaty und One-Woman-Show Petra Goldova kamen die letzten beiden Kaderspieler zu ihren ersten Saisonauftritten, womit schon im April der komplette Roster auf dem Feld stand. Am 10.Mai geht es für die Lawnmowers erneut nach Stockerau, wo es um 13:30 das erste Mal seit fünf Jahren wieder ein Duell mit den Woodquarter Red Devils ansteht. Um 16:00 steht die Revanche gegen die Cubs an.

Die LLO Spielergebnisse vom Sonntag 28.4.:
Freudenau Mets – Woodquarter Red Devils 11:1
Woodquarter Red Devils – Vienna Bucks 6:16
Freudenau Mets – Vienna Bucks 20:0
Dadurch stehen die Mowers aktuell auf Tabellenplatz 6.

Enttäuschung zum Saisonauftakt

Nach einer viel zu langen Winterpause und dem Abgang von Hadmar Lang als Coach starteten die Lawnmowers letztes Wochenende in die Saison 2018. Die Mannschaft hat sich in der Off-Saison dafür entschieden freiwillig in die LLO abzusteigen. Dies hatte mehrere Gründe: Die relativ schwachen Leistungen verglichen mit den Regionalliga Teams, der Aufbau von neuen Spielern, die in der LL vermehrt zum Einsatz kommen sollen, weniger Spieltermine
und vor allem der Spaß, der wieder vermehrt im Vordergrund stehen sollte.

Als „Absteiger“ aus der höheren Liga ging man dementsprechend motiviert und hoffnungsvoll in die neue Saison. Doch bereits am ersten Spieltag sollte sich zeigen, dass die beiden zu bespielenden Teams bei weitem keine Gegner sind, die man aus dem Stadion, bzw. aus Traiskirchen schießen kann. Vor allem im ersten Match gegen Zwettler Originals war ein Sieg fix eingeplant, zeigten diese im ihrem ersten Match gegen die Traiskirchner Grasshoppers 2 eine eher durchwachsene Leistung. Noch dazu traten die Lawnmowers nahezu in Bestbesetzung an. Nur die spontanen Ausfälle von Hlawaty und Pötscher schmerzten ein wenig. Gecoacht von Präsident Michel Fleck, begannen die Lawnmowers in Person von Lionel Mace zu pitchen. Sein Pitching-Auftakt verlief jedoch nicht nach Wunsch, viele Balls und Unkonzentriertheiten der Wiener Defensive brachten die Zwettler bereits früh in Führung, sodass bald Peter Pratscher die Rolle als Pitcher übernahm.
Auch die Offensive der Lawnmowers erwischte im ersten Spiel nicht ihren besten Tag. Meist nur durch Fehler der Originals konnten die Lawnmowers auf Base gelangen und in Folge auch scoren. Vor dem letzten Inning stand es 14:11 für die Niederösterreicher. Die Lawnmowers wollten diesen Rückstand in Grenzen halten und beim „nachschlagen“ noch den Sieg einfahren. Leider war es erneut die Defensive, die an diesem Tag noch etwas eingerostet schien und so konnten die Originals, dank vermeidbarer Errors ihre Führung auf 8 Runs ausbauen. Eingeschworen durch Coach Fleck und den untertstützenden Gesängen von Dan Rudl starteten die Wiener ins letzte Halbinning. Hier legten die Under Armours endlich ihre Frühjahrsmüdigkeit ab. Schöne Schläge, aggressives Baserunning und auch Fehler der Gegner brachten die Lawnmowers bis auf 2 Runs heran. Mehr war jedoch nicht drinnen. Zu groß war der Abstand, den die Blues im Laufe des Spieles aufgerissen haben und so mussten sich die Lawnmowers im ersten Match mit 19:17 geschlagen geben.

Im zweiten Match trafen die Lawnmowers auf die Traiskirchner Grasshoppers, die das erste Match gegen die Originals mit 18:4 gewinnen konnten.
Michel Fleck setzte in diesem Spiel auf Rotation und so kamen Kilian Mace, Alexander Hackl (wurden eingewechselt) und Marc-Daniel Corpuz (stand in der Starting Line Up) zu ihren Debüts. Die Rookies sollten nicht enttäuschen: Alle zeigten eine ansprechende Leistung, konnten scoren oder verzeichneten RBIs. Auch in der Defensive zeigten die „Neuen“ viel Talent und Einsatz und so können sich die Lawnmowers zu Recht freuen, solche Spieler in ihrer Mannschaft zu haben. Trotz der erfolgreichen Premieren, einer verbesserten Defensive, schönen Hits und vor allem einem groß aufspielenden Michael Bittmann als Pitcher war in diesem Spiel nichts zu holen. Zu stark und zu konstant spielten die Hoppers und so mussten sich die Lawnmowers auch im zweiten Spiel geschlagen geben. Endstand 16:7

Alles in allem ein enttäuschender Saisonauftakt, der dennoch Hoffnung gibt, dass es in den nächsten Spielen bergauf geht. Viel Zeit die Niederlagen zu verarbeiten bleibt jedoch nicht, denn schon nächste Woche treffen die Lawnmowers auf zwei alte Bekannte, wenn die Cubs 2 und die Vienna Bucks in die Saison starten.

Off Season Report: Präsentation der Mannschaft

Die Saison steht schon direkt vor der Türe. Wie jedes Jahr nimmt sich der Off Season Report zum Ende der Off Season Zeit einen Blick auf den aktuellen Kader der Vienna Lawnmowers zu werfen. Einiges ist neu, vieles wie bisher und dennoch etwas anders. Aber alles der Reihe nach…

Beginnend mit den Königsdisziplinen im Baseball – pitchen und catchen – starten wir unseren Rundgang durch die Mannschaft 2018. Hier sticht gleich die erste Veränderung ins Auge: In all den Jahren zuvor gab es kein vorbei an Thorsten Brei. Doch dieser hat bekanntlich Mitte 2017 den Baseballhandschuh samt Eisenkugel (zwecks Training) an den Nagel gehängt. Fleißig wurde nahe zu Jeden, der annähernd einen Ball in eine bestimmte Richtung zu Werfen vermag, versucht die hohe Kunst des Pitchens zu erlernen. Na gut, so verzweifelt war die Situation auch wieder nicht. Die „zweite Reihe“ rückt einfach auf: Clemens Hlawaty dürfte den neue 1er Pitcher der Mowers stellen, der gemeinsam mit Prusa, Bittmann, Pötscher, L. Mace und Pratscher im Gegensatz zum Einheitsbrei des letzten Jahrzehnts ein breites Buffet an Pitchingqualitäten anrichten wird. Na dann Mahlzeit Luca von Ameln! Der Berliner ist auch 2018 wieder als Stammcatcher gesetzt und das hoffentlich einmal eine ganze und vor allem verletzungsfreie Saison hindurch.

Damit weiter ins Infield: Zu 1st Base muss man glaube ich nicht viel erzählen, denn unter unzähligen Schichten Sonnencreme regiert hier Alex Schroll hier wie eh und je mit eisiger Faust. Im Middleinfield geht’s hingegen schon etwas bunter zu. Clemens Hlawaty und Marco Prusa, die wie bereits erwähnt dieses Jahr viel zum pitchen kommen, werden sich an der 2nd Base abwechseln. Ergänzt durch Short Stop Routinier Didi Ackerl. Hinzu noch Italien-Legionär Richard Bernato, welcher beide Infieldpositionen spielen kann. 3rd Base allerdings nicht, damit hat er bekanntlich nichts zu tun. Muss er auch nicht, denn mit Michael Bittmann und Peter Pratscher sind die Mowers auf dieser Position solide aufgestellt. Weiters stehen durch die Spielgemeinschaft (es wurde berichtet) bedarfsweise noch Spieler der Piratas del Caribe als Lückenfüller zu Verfügung und nicht zu vergessen unser Präsident und Manager Michel Fleck. Außerdem haben sich diesen Winter auch zwei Neuzugänge den Lawnmowers angeschlossen, die beide viel sportliche Qualität mitbringen und denen man im Vorfeld sicher nicht vorschnell die Chance auf Einsätze im Infield nehmen sollte.

Nun aber raus, weit hinaus ins Outfield. Was gibt es zu den Outfieldern zu sagen? Die erste Besetzung besteht aller Voraussicht nach wieder aus der „Peckerlpartie“: Lionel Mace (Left Field), Thomas Bertleff (Center Field) und Andreas Chrastka (Right Field), doch kann man nicht wirklich konstant mit dieser Formation planen, da viele Spieltermine auf einen Samstag fallen und zwei der drei Spielern samstags sporadisch arbeiten müssen. Außerdem wird Mace vermutlich öfters als Pitcher fungieren und „The Chrastka Nebraska“ zieht es wieder mal für einen Abstecher in die USA. Aber kein Grund zu Panik! Mit Rekordtrainingsanwesenheitisten Rene Szeywerth steht ein regelrechter Outfield-Routinier im Kader der Mowers, welcher alle drei Positionen kann und der so zu sagen den vierten Stammoutfielder stellt. Weiters verdichten Petra Goldova und Kilian Mace das Aufgebot.

Und dann gibt es da noch den Dan! Dan Rudl, seines Zeichens: Feuerwehrmann der Lawnmowers. Wenn nötig kann er jede Position spielen (außer Catcher, das machen die Knie wohl nicht mehr mit) und vollendet somit den Kader.

Genauere Infos zu den Spielern: http://lawnmowers.at/team/lawnmowers/

Letztlich ein Blick auf die Vereinsmitglieder, die nicht mehr aktiv auf dem Platz stehen, aber dennoch eine Rolle im Verein übernehmen: Der ehemalige Coach und übrigens bekennender Off Season Report Kritiker Chris Neumann hat bei der Generalversammlung im Jänner angekündigt 2018 per Kamera den Spielen beizuwohnen und somit aktuelles für die Mediathek des Vereins zu sammeln. Auch geht er als Kassier des Vereins mittlerweile in sein 22. Dienstjahr. Rene „The Oak“ Eichinger, den nur die Wenigsten kennen – seine aktive Zeit ist schon sehr lange her – übernimmt wahrscheinlich, wie jedes Jahr, einen Scorertermin.

Zum Abschluss ein kleine Randnotiz: Gestern ist durch die Nachrichten gegeistert, dass ein großer Hacker Angriff auf Sportausrüster Under Armour statt gefunden hat. Ob Andi Armour selbst bzw. Nutzeraccounts von Baseball Seestadt betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Ein offizielles Statement des CEOs steht noch aus. 😛

Somit ist alles gesagt/geschrieben. Der Off Season Report geht in die Sommerpause. Die Redaktion bedankt sich bei allen Leserinnen und Lesern, hofft so die baseballfreien Monate zumindest wieder etwas verkürzt, bzw. die Vorfreude auf die kommende Saison ein bisschen gesteigert zu haben und entschuldigt sich letztlich wie jedes Jahr für den schlechtes Gramatik auf diese Volksschulniveau. Pfiat eich, bis Oktober und frohe Ostern! GO MOWERS!!!

Off Season Report: Kaderschmiede Papstwiese

Anfang der 2000er waren die Vienna Lawnmowers neben den Wanderers und den Lions (Homerunners Jugend) die dritte Wiener Mannschaft mit einer eigenen Nachwuchsabteilung. Da die Nachwuchs/Softballplätze der Freudenau und Spenadlwiese aber zu ausgelastet waren, musste die Mowers Jugend einen alternativen Trainingsplatz suchen. So kam es, dass die Trainingseinheiten der Jugendmannschaft (ab 12 Jahren, betreut durch Hadmar Lang) und die Schülermannschaft (6 bis 11 Jahre, betreut durch Michel Fleck) sich jeweils montags am Abend beim Papstkreuz im Wiener Donaupark versammelten und die Papstwiese zum Trainingsgelände machten. Als „Dugout“ diente das südöstliche Sockelfundament des 40 Meter hohen und 56 Tonnen schweren Kreuzes, wo die Taschen der Nachwuchssportler eine trockene Unterlage fanden. Zum Aufwärmen wurde einmal ans andere Ende gelaufen und wieder zurück. Das Einwerfen gestaltete sich sehr anspruchsvoll. Man stand unter gehörigen Druck keinen Error zu machen, anderenfalls konnte man den Ball „Stunden“ im Gestrüpp suchen gehen. Danach wurden die Altersklassen aufgeteilt und diese starteten jeweils ihre vorgegeben Drills. Zum Abschluss gab´s eigentlich fast immer noch ein paar Innings zu Spielen, was nicht wenige Mal durch querende Spaziergänger oder mitspielfreudige Hunde unterbrochen werden musste. Es stand wenig an Baseballinfrastruktur zu Verfügung, jeder hatte einen Ball, insgesamt gab es ca. drei bis vier Schläger und vier Teppichrestfetzen, welche als Bases dienten. Trotzdem war immer eine riesen Hetz – zu 90% (schon damals immer mit 90%) Spaß und 10% Lernen – die perfekte Mischung für die Kinder und Jugendlichen und genau das machte die Einheiten auf der Papstwiese so einmalig besonders. Großteils mit Fahrgemeinschaften wurden die Jungmäher in den Donaupark gefahren. Eine organisiert und durchgeführt vom Präsidenten persönlich, dessen damaliger Suzuki nicht nur als Transporter, sondern auch als fahrbares Fundbüro diente und vergessen wurde vieles (u.a. der Scooter von Nico Sieder, welcher gefühlt drei Jahre im Kofferraum des Kombi verweilte).
Auf der Papstwiese begann die ein oder andere glanzvolle Baseballkarriere, leider blieb es bei vielen nur bei der Jugendkarriere. Teils aus anderen Interessen oder Zeitmangel sind von den unzähligen Spielern leider nur wenige übrig geblieben. Um das Jahr 2010, als die Nachwuchsarbeit der Lawnmowers schon eingestellt war, wurde das ehemalige Trainingsareal mit einem Bauzaun von der Öffentlichkeit abgegrenzt. In Mowers-Kreisen vermutete man das Denkmalschutzamt, welches das für die Lawnmowers „heilige“ und geschichtsträchtige Areal schützen wollte oder eventuell sogar die UNESCO hinter dieser Aktion, denn der Zaun umkreiste in der Tat genau den Bereich wo jeden Montag die Teppichfetzen aufgelegt wurden. Laut einer anderen Theorie, quasi der offiziellen, war das Papstkreuz mittlerweile Einsturz gefährdet und es wurde eine Sicherheitszone um den Stahlkoloss eingerichtet, aber das waren vermutlich nur Fake News. 2011 einigten sich die Stadt Wien und die Kirche schließlich, wer wie viel für die Sanierung des Kreuzes beisteuert und so wurde am 16. Juni 2012 das Papstkreuz und damit auch der ehemaliger Nachwuchsplatz von Kardinal Christoph Schönborn neu geweiht. Amen!

Der Countdown läuft!

In genau einem Monat, am 15.April starten die Vienna Lawnmowers gegen die Zwettler Originals in die Landesliga Saison 2018. Nach dem Abstieg und einem kleineren Umbau in der Mannschaft, wird sich an den ersten Spieltagen zeigen, ob die Mowers an die starken Leistungen der vergangenen Landesliga Saisonen anschließen können oder ob das enttäuschende Regionalligajahr 2017 am Selbstbewusstsein des Teams seine Spuren hinterlassen hat.

Doch gänzlich ohne Lawnmowers läuft die Regionalliga auch 2018 nicht. Alexander Schroll, Michael Bittmann und Luca von Ameln sind mittels Leihvertrag für die Regionalliga-Mannschaft der Schwechat Blue Bats spielberechtigt. „Die Lawnmowers haben bei Terminkollision allerdings Vorrang“, so ein kurzes patriotisches Statement von unserem Catcher.

Da der Kader durch mehrere Abgänge im Jahr 2017 – Gert Kalcher (Vienna Mets), Robert Pawlin (Jesus Overdrive), Felix Ruess und Thorsten Brei (beide Karriereende) – und vermehrte Spieler in Jobs mit Wochenenddiensten tätig sind als in den Jahren zuvor schrumpfte und dadurch die Mowers mehrmals in der RLO nur mit Notbesetzung antrat bzw. sogar Spiele Aufgrund von Spielermangels abgesagt werden mussten, war der Vereinsvorstand gezwungen zu handeln. Es wurden mehrere Gespräche geführt und Lösungsvorschläge diskutiert. Das Resultat: Die Lawnmowers spielen in der Saison 2018 in einer Spielgemeinschaft mit dem RLO-Club Piratas del Caribe. D.h. Spieler der Piratas können bei Kaderknappheit bei den Mowers aushelfen, bzw. umgekehrt. Vor allem auf der Pitcherposition, erhofft man durch die Spielgemeinschaft den Abgang von Langzeitpitcher Brei zu kompensieren.

Off Season Report: Landesliga

Nach einem Jahr Ausflug in die Regionalliga treten die Vienna Lawnmowers 2018 wieder in der Landesliga Ost an. Nach Kaderproblemen und mäßigen Erfolg in der zweithöchsten Spielklasse war der Abstieg der einzig sinnvoll erscheinende Schritt. Neu in der Landesliga ist, dass 2018 (wie schon 2017) die Liga nicht in A- und B-Division geteilt ist. Die neun Mannschaften spielen im Spielmodus der ehemaligen Division A (Dreiertuniere, wobei das Ausrichterteam immer die Spiele 1 & 3 absolviert). Gespielt werden 7 Innings mit einer Zeitbegrenzung von 2 Stunden und Mercy-Rule von +10 Runs nach 5 Innings. Der Grunddurchgang beinhaltet Hin- und Rückspiele, woraus sich die Platzierungen und damit die jeweiligen Playoffqualifzierungen ergeben: Plätze 1-3 oberes Playoff, Plätze 4-6 mittleres Playoff und die Plätze 7-9 unteres Playoff. Season-Open-Day ist um den 21.April herum geplant. Über Spielplaninfos wird hier auf der Homepage in den nächsten Tagen infortmiert.

Ligaführung: Alexander Schroll (Ligaverantwortlicher), Florian Kratochwil (Stellvertreter), Daniel Berger (Statistikverantwortlicher) und Wolfgang Talir (Rechnungsprüfer)

Neben uns, den Vienna Lawnmowers, nehmen noch folgende acht Mannschaften an der Landesliga Ost teil:

Danube Titans

Gegründet: 2015

Ballpark: Ravens Nest, 3425 Tulln an der Donau

www.danube-titans.at

 

Freudenau Mets

Gegründet: 1982

Ballpark: Freudenau, 1020 Wien

www.homerunners.at

 

Traiskrichen Grasshoppers II

Gegründet: 1990

Ballpark: Hoppersfield, 2514 Traiskirchen

www.grasshoppers.cc

 

Stockerau Cubs II

Gegründet: 1991

Ballpark: Cubsfield, 2000 Stockerau

www.cubs.at

 

Vienna Bucks

Gegründet: 1986

Ballpark: ASKÖ Sportzentrum Spenadlwiese, 1020 Wien

www.viennabucks.at

 

Vienna Cyclones

Gegründet: 2014

Ballpark: ASKÖ Sportzentrum Spenadlwiese, 1020 Wien

www.viennacyclones.com

 

 

Woodquarter Red Devlis

Gegründet: 1999

Ballpark: Hells Gate, 3970 Alt-Weitra

www.w4reddevils.com

 

Zwettler Originals

Gegründet: 2010

Ballpark: Beers Field, 3943 Schrems

www.zwettler-originals.com

 

Allen Mannschaften, Spielern und Offiziellen eine reibungslose und erfolgreiche Saison 2018!

 

INTERVIEWDREIER Mace K./Chrastka/Bertleff

Zum dritten Interviewdreier haben wir diesmal drei Spieler geladen, die in ihrer Karriere an komplett unterschiedlichen Punkten stehen. Kilian Mace #21/15J/X* steht gerade vor seiner ersten Saison, während Andreas Chrastka #67/31J/RF sich in den letzten drei Jahren nach seinem Comeback (er hatte bis 2001 schon in der Mowers Jugend gespielt) schon seinen Stammplatz erarbeitet hat. Routinier und Fixgröße Thomas Bertleff #52/34J/CF komplettiert das Quartett der heutigen Ausgabe.

Kilian, du hast letzten Winter schon mittrainiert, hast aber um keine Spielgenehmigung angesucht, da die Regionalliga zum Einstieg für einen 14-jährigen in den Baseballsport schlicht zu stark war. Nun haben wir eine andere Ausgangssituation, zum Saisonauftakt bist du schon 15, die Lawnmowrs spielen vermutlich eine Liger weiter unten und deine ersten Trainings waren sehr viel versprechend, was sind deine Erwartungen? Mit welcher Position liebäugelst du?

Kilian: Ich denke dass ich anfänglich, auf Grund der Nervosität viele Fehler sowohltaktisch als auch technisch machen werde, aber ich erwarte, dass es sich im Laufe derZeit bessern wird. Ich hoffe auf eine Position im Outfield, da die Taktik im Outfield für Einsteiger leichter zu erlernen ist. 

Andi, du hast vor drei Jahren deinen Wiedereinstieg in den Baseballsport vollzogen. Wie kam das? War nach deinem vorzeitigen Aus 2001 immer wieder der Wunsch da, weiter zu machen oder kam das erst kurz vor dem Wintertraining 2014 und wie kam es dazu?

Andi: Baseball hat mich nie losgelassen. 2001 hat mich eine langwierige Verletzung aus den Playoffs ziemlich aus dem Tritt gebracht. Es war genau die Zeit, in der ich von der Jugend in die Kampfmannschaft wechseln sollte. Die lange Pause war da nicht hilfreich. Leider war ich damals nicht konsequent genug und habe den Handschuh an den Nagel gehängt. Aber meinen Schläger hab ich all die Jahre hindurch behalten und immer wieder mal geschwungen. Auch der Gedanke wieder zum Training zu kommen war immer in meinem Kopf, es hat aber nie so richtig klappen wollen. Auch 2014 hat es dann so ausgesehen, als würde es wieder nicht klappen, nachdem ich mir im Oktober wieder eine Verletzung eingefangen hatte. Aber da bin ich dann zum Glück konsequent geblieben.

Thomas, Wie du 2008 aus der Bundesliga zu den Lawnmowers gewechselt bist, wie waren deine Eindrücke bei den ersten Trainings? Hättest du gedacht das du fast 10 Jahre später noch immer für diese Mannschaft im Centerfield aktiv bist?

Thomas: Da ich in meiner Laufbahn als Grasshopper bereits ein- zweimal das Vergnügen hatte gegen die damalige Mannschafft der Lawnmowers zu spielen, wusste ich schon dass dieses Team über ein großes Maß an Talent verfügt (sowie bei den Routiniers als auch bei den damaligen Jungspunden). Daher stellte sich für mich auch nicht die Frage wohin ich wechseln würde. Und da ich natürlich vom ersten Training an gezeigt habe dass die Ablöse für mich keine Verschwendung war, wurde ich auch sehr herzlich und mit offenen Armen aufgenommen. Ich habe mir eigentlich nie ein Ablaufdatum für meine Sportliche Karriere festgelegt, aber ehrlich gesagt hätte ich vor 10 Jahren nicht gedacht dass ich diesen Sport ohne Pause so lange ausübe. Ich muss sagen dass ich auch schon des öfteren darüber nachgedacht habe meinen Handschuh an den Nagel zu hängen, weil es zum einen doch einen ziemlich hohen Zeitaufwand darstellt und zum anderen es leider auch schon einige Wehwechen gibt die nichtmehr so rasch vergehen wie zur Anfangszeit. Aber natürlich machen es einem die gewonnen Freunde und der Spaß am Spiel nicht leicht aufzuhören.

Kilian, du bist bei weiten der Jüngste im Kader. Der Altersunterschied zum nächstenjüngsten, deinem Bruder Lionel, beträgt acht Jahre, zum ältestem, Michael Bittmann, sogar 30 Jahre. Wie ist es als Jugendlicher bei den Lawnmowers seine Karriere zu beginnen?

Kilian: Es ist äußerst aufregend. Ich habe nie zuvor bei einem Sportverein gespielt beziehungsweise trainiert und schon garnicht als jüngster. Ich habe sehr viel Respekt vor den Anderen und auch etwas Angst, ihre Erwartungen nicht erfüllen zu können.

Andi, letzte Saison warst du unter Hadmar Lang Dauerbrenner, oft als Lead-Off gesetzt und hast auch erfolgreich bewiesen, das du oft auf Base kommst und hast damit für 2018 beim künftigen Manager, wer auch immer das sein möge, deine Stammplatzbewerbung abgeliefert. In wie weit wird sich der Lawnmowers Spielstil 2018 nach der Ära Lang ändern?

Andi: Ich hoffe, dass wir mehr Risiken eingehen. Der Spaß am Spiel ist für viele im Team der Antrieb, am Wochenende durch Österreich zu gondeln oder in der Freudenauer Gelsenpension unfreiwillig Blut zu spenden. Damit der Spaß auch weiter im Vordergrund steht, sollten wir keine Angst davor haben mal etwas unkonventioneller vorzugehen. Natürlich wollen wir als Team gewinnen, aber für mich zählen auch gut ausgeführte Spielzüge als Sieg. Ich hoffe also auf einige Trickplays oder auch mutige Aufstellungen im Feld.

Thomas, 2018 treten die Lawnmowers voraussichtlich wieder in der Landesliga an und die Mannschaft befindet sich allgemein derzeit etwas im Umbruch. In welcher Funktion siehst du dich deiner Meinung nach nächstes Jahr? Antreiber, Motivator, Routinier und Führungsspieler oder willst du dich eher im Hintergrund halten und mal schauen wies läuft?

Thomas: Ich sehe mich wohl am ehesten als „Routinier“ und „Fels in der Brandung“, zumindest was meine Stammposition betrifft. Da wir aber in der kommenden Saison sicher mit vielen neuen Aufgaben konfrontiert werden, bin ich immer gerne bereit mein Centerfield auch einem Teamkollegen zu überlassen um wo anders zu helfen falls nötig. Klar ist für mich dass ich auch im nächsten Jahr auf dem Platz mein möglichstes geben werde. Ich wäre ja auch gerne der große Motivator gewesen, nur zum Glück hat diesen Posten seit Jahren die Familie Mace/Fleck so inne, das es unmöglich ist sich da hinein zu drängen (der gute Lionel trägt ja nicht umsonst die Nr.1 auf seinem Rücken).

Kilian, du wirkst oft noch sehr nervös, Baseball ist ein Sport in dem viel im Kopf passiert, wenn du also im April dann wirklich auf das Feld läufst, am Schlag stehst und der Pitcher zu deinem erstem At-Bat ausholt, wie sieht deine Taktik aus um nicht die Nerven zu verlieren? Hast du dir schon Tipps von anderen Spielern geholt oder hast du mentale Vorbilder in der Mannschaft bei denen du dir ein paar Eigenschaften abschauen kannst?

Kilian: Ich werde versuchen mich einfach nur auf den Ball zu konzentrieren und an nichts Anderes zu denken. Ich habe kein bestimmtes Vorbild. Im Grunde versuche ich mir bei jedem etwas abzuschauen um davon  zu lernen.

Andi, du warst bis letzten Winter eigentlich als Back-Up auf 1st Base eingeplant. Beim einzigen Doubleheader wo Alexander Schroll nicht dabei warst, hast du trotzdem quasi nur eine halbe Chance bekommen dich im Infield zu beweisen und wurdest ohne Error in zweiten Spiel trotzdem durch Dan Rudl ersetzt. Schroll hat schon angekündigt kommende Saison weniger zu Spielen, siehst du jetzt deine neue Chance oder versuchst du deinen Stammplatz im Outfield zu verteidigen? Bzw. welche Position spielst du persönlich am liebsten?

Andi: Das war bitter. Ich glaube das war das Spiel mit den wenigstens Plays auf 1 in der gesamten Saison. Ich glaube ich hatte die wenigsten Ballkontakte von allen Spielern am Platz. Aber Baseball ist halt auch schwer berechenbar, es hätte auch ganz anders laufen können. 2018 werden wir alle flexibler sein müssen. Das Outfield ist ein dankbarer Job. Dort kann man einfach unglaublich spektakuläre Caches machen. Ich denke, dass unsere Stammspieler im Outfield – da zähle ich mich dazu – einfach eine enorme Reichweite haben. Da müssen unsere Gegner die Lücken schon sehr genau treffen, damit es uns mal den Tag verhagelt. Aber wir haben einige talentierte Infielder, die das auch ganz gut beherrschen. Somit steht ein paar Ausflügen auf 1st denke ich nichts im Weg. Über den restlichen Winter werde ich noch an meinem Wurf arbeiten. Vielleicht klappt’s ja dann auch mal mit einem Einsatz als Catcher.

Thomas, zum Abschluss, deine Interviewkollegen sind Teamküken Kilian Mace und dein Outfieldkollege Andi Chrastka, welche Prognose hast du für die beiden für 2018? Was sagen die Sterne… 😛 Außerdem deine Vorahnung, wer wird das Team kommende Saison wieder zu alter Stärke managen?

Thomas: Na zum Glück kommen immer neue/junge Kräfte nach, sonst wären wir nicht so gut wie es der Fall ist. Zum Mace Jr. kann ich noch nicht allzuviel sagen, aber bei dem Tallent was in dieser Familie steckt bin ich mir sicher das er seinen Weg gehen wird. Bei der Chruste bin ich mir sicher das er auch in der nächsten Saison wieder eine Top Leistung abliefern wird. Bei ihm ist ganz deutlich sichtbar dass er sich von mal zu mal steigert, sei es am Schlag oder in der Defensive. Von den Sternen weiß ich nicht viel, außer dass es sehr viele sind und mein Sternzeichen der Steinbock ist (mit Aszendent Löwe). Und ich finde immer auf anhieb den großen Wagen. Ich glaube für die Saison 2018 wird sich kein großer Anführer hervortun. Es werden sich einfach alle erfahreneren Teammitglieder als Führungsspieler einsetzen müssen um die Mannschafft auf den richtigen Weg zu führen. Und ich mache mir hier einstweilen auch keine Sorgen, weil allesamt tolle und vertrauenswürdige Spieler sind.

Zeichenerklärung: X* = noch ohne Position, 😛 = Emoji, welches die Zunge zeigt

Off Season Report: Nachtrodeln, vermutlich

Samstag, 27.1.2018, die Vienna Lawnmowers gehen wieder mal on Tour. Zum Nachtrodeln auf den Semmering soll es gehen. Pünklich um 17:00 setzte sich der Bus am Wiener Praterstern in Bewegung. Doch Moment, der Catcher fehlte: Luca verspätete sich 10 Minuten, da er noch mit einen ansässigen Sandler um dessen Schuhwerk feilschte, vermutlich, mehr dazu später. Also etwas verspätet, (Anm. Didi: „Beim Blaguss wär ma pünklich g´wesen“) ging es also los. Beim Verteilerkreis Favoriten wurden noch Clemens und Mario eingesammelt und der Lawnmowers-Bus verließ das Stadtgebiet Richtung Semmering. Auf Grund der fehlenden Bordtoilette (Anm. Didi: „Beim Blaguss hätt´s ein Heisl g´eben“) setzte es einen kurzen Zwischenstopp an einer Autobahnraststation. Luca holte sich schnell einen Kaffee und bemerkte beim Verlassen der Tankstelle, das seine Schuhsohle nicht mehr da war. Die Hälfte davon hatte sich schon während der Fahrt abgebröselt und lag verteilt im ganzen Fahrzeug und die zweite Hälfte wurde nach Ladenschluss von der Putz-Kolone aus dem Tankstellenshop gewischt, vermutlich. Doch unbeeindruckt und gelassen, ganz im Stil eines großen Catchers, fieberte er trotz verloren gegangener Bremsmöglichkeit seiner Rodelpremiere entgegen. Angekommen am Parkplatz der Bergbahnen schmissen sich die Mowers in ihre Wintermontur, was bei den beengenden Platzverhältnissen im Bus schwieriger war als gedacht (Anm. Didi: „Im Blaguss is mehr Platz“).

Die Rodeln wurden ausgeteilt, die Gondeln Richtung Bergstation bestiegen und langsam dämmerte es 1st Baseman Alex, das er sich evtl. doch mehr anziehen hätte sollen. Der Eisbär, der direkt von der Landesliga-Ligasitzung per Auto anreiste, wurde seinen Namen gerecht, denn im Gegensatz zu allen anderen rodelte er nur in Jeans, das macht er auch so schnell nicht wieder. Gruppenfoto. Aufsitzen. Ab ging´s. Über Mugeln und Hügeln bretterten die Under Armours dahin. Nach knapp 10 Minuten war die Hütte erreicht: „Endlich!“, dachte sich Center Fielder Thomas und steckte seine Rodel in den Schnee. Nichts da, weiter. Alex war nach wenigen Metern komplett durchnässt. Der Schuhlose Luca schlug sich souverän. Und wieder hinauf. Bei der zweiten Abfahrt trauten sich die alle schon mehr zu und so kam es verständlich zu den ersten Crashs. So wurde beispielsweise Mario von Thomas im wahrsten Sinne des Wortes über den Haufen gefahren. Doch wenig später wurde Thomas selbst Opfer und zwar von sich selbst. Erst hob ihn an einer Abzweigung ein Hügel in direkt in den Absperrzaun des gesperrten Weges und kurz darauf fuhr er unabsichtlich quer Feld ein in den Wald hinab (laut Augenzeuge und Left Fielder Lionel versuchte er sich verzweifelt an einem Ast festzuhalten um stehen zu bleiben, was schon beim Moldau-Trip ganz toll funktioniert hat, vermutlich). 2nd Baseman Clemens versuchte inzwischen erfolglos aktionsreiche Rodelszenen der Mowers mittels Actioncam festzuhalten: „Ich hab mindestens zwei richtig geile Stürze aufgenommen…..halt von irgendwelchen Leuten, aber in Zeitlupe schaut das sicher geil aus!“.

Nach kleineren Problemen bei der Rückgabe der Rodeln, stand bei der Mehrheit der Mitreisenden der Sinn nach der Rückfahrt ins erledigte Gesicht geschrieben. Nachdem auch Thomas unter starkem Protest endlich aus der Apre Ski Hütte gezerrt werden konnte – man munkelt er hatte schon eine Flasche gebunkert, vermutlich – ging´s zurück zum Bus und nach einem Mitternachtssnack von der Tankstelle bzw. aus Jausens Ackerl heimwärts durch die Nacht. (Anm. Didi: „Beim Blaguss gibt´s Snacks und Am-Platz-Service“)

Off Season Report: Streichwurst, Reclam, Tik Tak Toe

Wintertrainigsjahr 1 nach der Ära Lang/Neumann. Das gelbe Raiffeisenkasse-Weltpartagsgeschenksbüchlein ist passé. Die Lawnmowers gehen nach den Rücktritten der LANGzeitcoaches neue Wege. Weniges ist gleich geblieben. Das Pitcher/Catcher-Training beispielsweise. Einzige Abänderung: Breaking Pitches dürfen nun schon vor Weihnachten geworfen werden (Hadmar Lang ist beim Lesen dieses Satzes vermutlich schwer verstört)! Auch bleibt zu hoffen, dass die allseits beliebte Faschingseinheit, mit den dazugehörigen Belohnungskrapfen erhalten bleiben wird.

Man hat sich also dazu entschieden, dass immer andere Spieler ein oder mehrere Trainingseinheiten planen und leiten. Der Präsident Michel Fleck machte den Anfang und prompt kamen bei den einen oder anderen Ex-Jugendspieler nostalgische Gefühle hoch. Wand verteidigen, die Wiederbelebung des legendären KdS (Kreis der Schande) und weitere Übungen aus den Zeiten des frühen Baseball Jahrtausends durften im November ihre Renaissance erleben. In der ersten Dezember-Woche erlebten wir anschließend die Renessance. Rene Szeywerth on Fire u.a. mit neuen Sprintübungen und einer Trainingsführung im Meidlinger-Beisl-Jagron. Zum Abschluss ebenfalls Wand verteidigen. Allerdings gab es für das benachteiligte Team eine Streichwurst. Leider zur Enttäuschung aller handelte es sich nur um ein Streichergebnis. Daraus haben die Spieler eine ihrer wichtigsten Lektionen dieses Winters gelernt: Immer den Coach ausreden lassen! Ins neue Jahr starteten wir gestern mit Clemens Hlawaty als Einheitsmanager und der hatte sich erstaunlich gut vorbereitet. Zu gegeben, er war die Vorwoche Magen-Darm-Virus geschwächt und hatte somit viel Zeit am stillen Örtchen verbracht, dort wo bekanntlich die besten Ideen geboren werden und wo auch schon die eine oder andere Lawnmowers-Tour-Planung ihren Feinschliff fand. Hlawaty zückte also sein Reclam-Heft. Ja richtig gelesen, dort wo seit Jahrhunderten die große Sprachkunst Goethes, Schillers oder auch Grillparzers für Generationen an Deutsch-Lehrern weiter gegeben werden finden sich nun solch literarische hochwertvollen Rudolfsheim-Fünfhaus-Toilettennotizen wieder:„Tik Tak Toe Sprintspiel (optional mit Schach, wenns meine Authorität in Frage stellen), Maximal 91%, Clemens Andi und Lionel dürfen nicht zusammen werfen, wer ist Anela?, Notiz für die Zukunft: Autorität schreibt man ohne h, Iberogast Tropfen bald leer > Julia bitten zur Apotheke zu gehen…“. Eventuell bringen wir mal einen ausführlichen Enthüllungs-Off Season Report über dieses besagte Heft in der Rubrik Lawnmowers Leaks, mal schauen.

Bis jetzt waren alle Trainingseinheiten ein voller Erfolg, speziell für Andreas Chrastka, der es gestern tatsächlich geschafft hat bei einer Schlagübung einen Ball in der Wand verschwinden zu lassen. Nächste Woche findet noch ein Training statt. Die Woche darauf sind die Mowers endlich wieder on Tour. Von Anfang Februar bis Ostern stehen die letzten Wintereinheiten auf dem Programm. Die Saison 2018 rückt somit mit großen Schritten näher und die Vorfreude steigt rapide.