Jahr: 2018

DIANA mit Menthol, das tut wohl – seit 1897

Zum Ende des Grunddurchgangs bekamen es die Lawnmowers mit den Red Devils und, wie schon vor zwei Wochen, mit den Freudenau Mets zu tun. Wir schreiben den 5.August des Jahres 2018. Ort: Freudenau, Wien. Außentemperatur: irgendwas zwischen 35-55 Grad in der Celsiusskala und was macht Mowers Rookie Alexander Hackl? Natürlich, er zieht die Skiunterhose an! „Jeder hat seine typischen Abläufe vor dem Match, Rituale im Sport sind eben wichtig“, so der Simmeringer zu dieser Aktion. Peter Pratscher, welcher heute im ersten Match als Pitcher aufgestellt wurde, sah sich von dieser Aussage unter Druck gesetzt, denn schließlich hatte er als einziger im Dugout bis dato kein festes Ritual. So schüttete er sich schnell sein DIANA-Muskelelixier auf dem Rücken und tönte mit einer Selbstverständlichkeit herum: „DIANA mit Menthol, das tut wohl – seit 1897, jaja, jedes mal reib ich mich vorm Match damit ein, gö?, wisst´s as ja eh, wegen Ritual und so!“. Er bedachte dabei allerdings nicht die Schweißmenge bei diesen Temperaturen und auch nicht die Schwerkraft, welche die stark reizende Flüssigkeit den Rücken abwärts in empfindlichere Körperzonen beförderte.

Woodquarter Red Devils @ Vienna Lawnmowers

Mit DIANA im Oasch gings also in die erste Partie des Tages. Am Papier eine scheinbar leichte Aufgabe – die Devils kamen als Tabellenschlußlicht in die Freudenau – hieß es die Gegner nicht zu unterschätzen, denn die Waldviertler hatten aufgerüstet. Am Mound kam Ex-Lawnmower Jackson Gregory Gains (alias Da Greg) zum Zug und auch im Infield kamen Spieler aus Kärnten zum Einsatz. Waldviertel und Kärnten, wie ist das passiert? Didi Ackerl vermutete ein noch unbekanntes Wurmloch. „Wenn man im Klagenfurter Strandbad in der Röhrenrutsche eine gewisse Geschwindigkeit erreicht, öffnet sich ein Portal und man wird im Bach neben dem Hell´s Gate ausgespuckt“, so die Theorie des Wiener Urgestein. Und tatsächlich, die Mowers fanden über weite Strecken kaum Mittel. Zwar brachte man den Schläger gegen den Ball, aber dieser versumperte meist im Infield. Pratscher pitchte an diesem Tag gottesgleich und auch die umgestellte Defense (Rene Szeywerth und Lionel Mace aufgrund mangelnder Alternativen im Infield) der Lawnmowers blieb über das gesamte Spiel errorlos. Die Bälle ins Infield endeten meist in Outs und auch die Outfielder Kilian Mace, Andi Chrastka (beide mit weltklasse Blocks nach schwierigen Short Hops) und Alex Hackl (mehrere Fly Outs) trugen dazu bei, das die Red Devils bis ins siebente Inning nur drei Runs anschreiben konnten. Leider erzielten die Wiener sogar einen Run weniger und so sah es im letzten Halbinning bei zwei Outs und zwei Strikes (Ackerl am Schlag) nach der zweiten Niederlage der Vereinsgeschichte gegen die Devils aus. Doch dann entkam Didi Ackerl doch noch ein Schlag, leider ein sichergeglaubtes Fly Out. Ackerl schon enttäuscht am Umdrehen, doch der Left Fielder konnte den Ball doch noch irgendwie verpfuschen. Die Chance lebte. Lionel Mace brachte sich ebenfalls auf Base und Ackerl inzwischen auf die Dritte. Nach einem Chrastka-Hit konnte Ackerl scoren – Ausgleich – und Alex Schroll machte mit einem weiten Schlag ins Center Field alles klar. Mace scorte den Winning Run. Endstand 4-3 und damit Peter Pratschers erster Completegame-Win.

Freudenau Mets @ Vienna Lawnmowers

Im zweiten Spiel sah die Personalsituation der Mowers etwas entspannter aus. Clemens Hlawaty war dazu gestoßen und direkt vom Flughafen kam Michael Bittmann in die Freudenau. Hlawaty, der vor zwei Wochen ebenfalls gegen die Mets pitchte konnte an die Leistung des Hinspiels anknüpfen. In der Offense schlug sich Andi Chrastka den Frust der misslungenen Autogrammstunde Hit um Hit von der Seele. Ebenso Luca von Ameln fand endlich ein Rezept für seinen Schläger (u.a. ein Groundrule Double) und auch Kilian Mace überraschte mit hinterfotzigen Lupfern über das Infield. Den Mowers gelang es konstant alle Bases zu Füllen, jedoch nicht all zu oft diese auch wieder zu leeren, dennoch war das Momentum auf ihrer Seite. Spielstand Bottom Five: 10-4. Zwei Runs konnten erziehlt werden und erneut Bases Loadet, sprich noch zwei Runs vom Mercy Rule Sieg entfernt. Lionel Mace am Schlag, nusste beherzt drauf und der Ball flog und flog und Walkoff Grandslam! Endstand: 16-4 und damit zum Ende des Grunddurchgangs doch noch der zweite Sweep der Saison!

Mowers klettern auf Rang 5

Sonntag, 21.7., Traiskirchen. Das Wetter machte allen Beteiligten große Sorgen. Platzregen und Sturm-Böen am Vortag und anhaltender Regen am Vormittag machten nicht allzu große Hoffnungen auf einem reibungslosen Spieltag. Doch dann kam the Sun! Didl, Didl!

Freudenau Mets gegen Vienna Lawnmowers

Vor den Augen von Ex-Coach Hadmar Lang präsentierten sich die Lawnmowers vorbildlich. Clemens Hlawaty ließ der Mets Offensive keine Chance: Kein einziger Walk! Die Defensive durch die Bank Errorlos: Kein einziger Runner konnte bis auf 3rd Base vorrücken! Die Mowers ließen nur zwei Batter mehr zu, als die Mindestanzahl an Battern in einem Sieben-Inning-Spiel! Es war das beste Spiel einer Lawnmowers-Mannschaft seit zwei Jahren. Die Offensive glänzte von Beginn an, ließ dann allerdings etwas nach, was vermutlich am Verbot der „Klatsch-Hände“ (Mangels Ratsche) im Dugout durch den Umpire früh im Spiel lag. Bravo Burschen, mehr kann man gar nicht dazu sagen, außer vielleicht den Endstand: 8-0!

Vienna Lawnmowers gegen Traiskirchen Grasshoppers 2

Doch dann verdunkelte sich der Himmel über dem Hoppers Field. Der Tabellenführer aus der „Schwechatmetropole“*. Mit 10 Siegen aus 11 Spielen gingen die Hoppers mit geballtem Selbstvertrauen in das Spiel. Die Mowers anscheinend allein davon schon eingeschüchtert konnten trotz ähnlich guter Leistung wie im ersten Spiel nur zusehen, wie die Gastgeber einen schönen Hit nach dem anderen produzierten. Endstand 17-5 gegen die Wiener, Vettel ausgeschieden, Hamilton Sieger…

Am 5. August steigt in der Freudenau der letzte Spieltag des Landesliga Grunddurchgangs. Die Lawnmowers treffen erst auf die Woodquarter Red Devils und im letzten Spiel erneut auf die Mets. Kantine ist geöffnet 😉

*Für alle die sich jetzt einfach nur fagend: „Oida?“, denken: Der Fluss Schwechat durchquert Traiskirchen 😛

(WARNUNG: Unverständlichkeiten und seltsame grammatikalisch-inkorrekte Worte können auf Grund von Übermüdung des Autors durchaus möglich sein.)

Nervenschlacht von Tulln

Schon vergangene Woche ging es für die Lawnmowers nach Tulln. Im ersten Spiel warteten am Acker des nostalgischen Raven´s Nest die Danube Titans auf unsere Mannschaft, bzw. den Rumpfkader von zehn Spielern, welcher an diesem Wochenende den Weg ins Aubad gefunden hatte. Peter Pratscher on Fire und on Mound machte den Battern der Donautitanen das Leben schwer, aber auch die Mowers machten gegen Titans Pitcher Unger keine gute Figur und so waren nach einer Stunde schon sechs Innings gespielt und es stand nur 2-2! Im letzten Spielabschnitt konnten die Gastgeber plötzlich vier Runs scoren. Die Lawnmowers Offensive riss sich im letzten Halbinning noch einmal zusammen und konnte mehrere Runner auf Base bringen. Marco Prusa ging beim Versuch den Ausgleichsrun zu erzielen bei einem Stealing auf Home nach einem Wild Pitch jedoch Out und so mussten sich die Wiener 5-6 geschlagen geben. Eine Unnötige Niederlage und das Tagesziel von einem Sieg scheinbar außer Reichweite, denn als zweiter Gegner warteten die Schlaghungrigen Vienna Cyclones auf die Rumpfmannschaft der Mowers.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn die Under Armours matchten sich mit den in orange spielenden Stadtrivalen in einem Duell auf Augenhöhe. Viele Hits, allen voran von Michael Hittmann (Gala-Vorstellung an diesem Tag mit 7 Hits – 5 davon Doubles – aus 7 At Bats in beiden Spielen) hielten die Lawnmowers auf Verfolgerkurs und das ob der gewöhnungsbedürftigen Feldaufstellung mit u.a. mit den Premieren von Peter Pratscher und Lionel Mace auf 2nd Base und Short Stop. Im letzten Inning stand es 8-6 für die Cyclones, doch die Mowers konnten Run um Run scoren und so vor dem letzten Halbinning mit vier Runs Vorsprung in Führung gehen. Erneut ein spannendes Finish. Die Cyclones füllten die Bases und holten auf, ehe ein schwacher Schlag zu 3rd Baseman Marco Prusa zu einem Easy Out auf 1st Base verwertet wurde und das Spiel beendete, Ball Game! Endstand 12-10 für die Vienna Lawnmowers. Im anschließenden Spiel zwischen demontierten die Cyclones die Titans übrigens 12-0, was zeigt, dass für unsere Mowers of Vienna ein Sweep mehr als möglich gewesen wäre. Sei´s drum, wir nehmen auch den Split 😀

(WARNUNG: Unverständlichkeiten und seltsame grammatikalisch-inkorrekte Worte können auf Grund von Übermüdung des Autors durchaus möglich sein.)

Schöne Schuhe. Schöner Bertl.

Wenn Spielerschwestern am Vortag nach der Vorlesung noch schnell die Catcherausrüstung organisieren. Wenn in der Nacht davor die Letzten drauf kommen, dass die U6 noch nicht bis Schrems fährt und man sich doch noch schnell einen Mitfahrplatz checken sollte. Wenn das Wetter unbeständig und unvorhersehbar ist. Wenn das alles zusammenfällt, ja dann kann nur das Waldviertel rufen. Bei lauschigen 10 Grad gegen 9:30 quälten sich gestern Samstag auch die letzten Donauinselfest-Semileichen (einige kamen direkt von der Insel) vom warmen Auto aufs Beers Field in Eugenia bei Schrems. Andi Chrastka richtete im Dugout derweil einen Amercian-Import-Baseballshop ein und nutzte die Gunst der Stunde, denn Vereinsausrüster Alex Schroll blieb beim frisch geschlüpften Nachwuchs in Wien. Luca von Ameln kam wahrscheinlich deshalb und nur aus Protest nicht mit ins Waldviertel, weil Chrastka seine Baseball Seestadt Vorteilscard Platin nicht akzeptieren wollte. Wie dem auch sei, so kam Clemens Hlawaty zu neuen schönen Schuhen und Rene Szeywerth zu zwei Spielen auf der Catcher Position.

Vienna Lawnmowers gegen Zwettler Originals

Es war das Rückspiel des ersten Saisonspiels – die Originalen Zwettler konnten sich damals knapp 19-17 gegen die Wiener durchsetzen. Diesmal sah es anders aus. Die Mowers konnten früh im Spiel 11-5 in Führung gehen und machten dank einer souveränen Offensive den Waldviertlern das Leben schwer. Viele schöne Hits durch die Bank und natürlich auch vom schönen Bertl brachten Interimscoach Bittmanns Augen fast mehr zum Glänzen als Hlawatys schöne Schuhe. Doch durch einige Unsicherheiten verschenkte man schließlich zu viele Runs sodass es nach sechs Innings 13-13 stand. Andi Chrastka konnte im letzten Offensivinning der Lawnmowers zwar noch bis zur 3rd Base vordringen doch Szeywerth (hatte nach eigenen Angaben „nicht aufgepasst“) und der eingewechselte Corpuz (Männerschnupfen) ließen den Schroll-Back Up auf Base verhungern. Die Anspannung bei beiden Teams war groß, es knisterte förmlich. Der Winning-Run stand auf 2nd Base. Der Waldviertler-Batter setzte einen weiten Schlag zwischen Left- und Center Field. Lionel Mace nahm den Ball auf und katapultierte ihn zurück Richtung Homeplate. Catcher Szeywerth setzte zu Tag an und…. Save. Aus. Vorbei. Die Mowers unterlagen in einem Photofinish erneut den Originals ganz knapp mit 13-14.

Vienna Cyclones gegen Vienna Lawnmowers

In der zweiten Partie des Tages bekamen es die Lawnmowers mit geballter, karibischer Battingpower zu tun. Die Umstände, dass diese Begegnung am Beers Field stattfand unterstrichen nochmal, dass es ein harter Brocken für unsere Mannschaft werden würde – ist am Schremser Baseballplatz das Right-/Centerfield eher „kürzer“. Es sollte sich bewahrheiten, erstes Inning, erster Homerun für die Cyclones. Die Mowers konnten anfangs gut dagegen halten, brachten in Gestalt von Lionel Mace bei Bases Loaded den Ball allerdings nur im Foulball-Bereich über den Outfieldzaun. Eine starke Deffensive der Lawnmowers hielt gut dagegen, wo dagegen zu halten war. Doch gegen die große Anzahl an Homeruns war das Team um Pitcher Clemens Hlawaty, mit den schönen Schuhen, machtlos. Besonders zu erwähnen bleibt dennoch der schöne Bertl, welcher neben sehenswertem Aussehen auch sehenswert erfolgreich Flyballs pflückte. Immer weiter versuchten die Under Armours zwar noch Run um Run an die Cyclones heranzukommen, doch jedes Mal setzte es einen erneuten Dämpfer und so musste man sich letztlich auch im zweite Spiel des Tages geschlagen geben. Immerhin durften sich alle Beteiligten beim letzten At Bat des Spiels noch einmal den in Stein gemeißelten Prachtkörper des schönen Bertl bewundern, welcher allerdings bei Full Count Strike Out ging.

Bach gegen Ball

Die dritte Partie des Tages stieg nach einer Stärkung mit Käsekrainern und Burgern mit schmackhaften „selbstgemachten Burgerlaberln….vom Fleischhauer“ am Weg zum Auto. Die Diskussion und Uneinigkeit der Spieler darüber, ob ein Baseball schwimmen kann oder nicht artete fast komplett aus. Ehe eine wüste Schlägerei ausbrach und wodurch das schöne Gesicht vom schönen Bertl in Gefahr war, beendete Clemens Hlawaty das Kleinkindverhalten und warf einfach einen Ball in den Bach. Der Ball ging unter: Jubel bei der einem Partei. Der Ball tauchte wieder auf: Jubel bei der Opposition. Der Ball ging wieder unter: Lautes Lachen. Anschließend knallten die Autotüren zu und die Fahrzeuge rauschten wieder Richtung Donauinselfest (so kreist sich der Schließ 😛 ).

INTERVIEWDREIER Hackl/Corpuz/Fleck

Mit Pratscher, von Ameln und Szeywerth hatten wir bereits Interviewgäste, welche als Quereinsteiger durch die Vienna Lawnmowers zu Stammspielern gereift sind. Heute werden wir mit Alexander Hackl #27/30J/RF,P und Marc-Daniel Corpuz #95/19J/LF,RF zwei Spieler hören, bzw. deren Antworten lesen, welche noch ganz am Anfang ihrer Baseballlaufbahn stehen. Komplettiert wird der Interviewdreier von unserem wortgewandten Präsidenten Michel Fleck, welcher schon viele Spieler des aktuellen Kaders vom Anfängerdasein an zielführend gefördert hat.

Alex, wie bist du zu den Lawnmowers gekommen, bzw. was hast du geglaubt, was dich beim ersten Training erwarten wird?
Alex: Durch mein fortgeschrittenes Alter hatte ich schon starke Zweifel ob ich mich nicht lächerlich mache, wenn ich hier als Anfänger aufkreuze. Aber ich konnte dem Drang unbedingt selber zu Spielen und vielleicht Teil einer traditionsreichen Mannschaft sein zu können dann doch nicht widerstehen. So hab ich mich über die HP, über die ihr ja noch neue Spieler gesucht habt, gemeldet, und Michel (Anm. Fleck) hat mir dann alle Ängste genommen, mir bestätigt dass ich nicht zu alt bin und mich zum Training eingeladen. Ich bin dann ohne große Erwartungen hin, Michel hat mich aber sofort unter seine Fittiche genommen und mir die Basics näher gebracht. Also der erste Eindruck war superleiwand!
Marc, wie waren deine Eindrücke von der Mannschaft nach deinen ersten Trainingseinheiten? Was hat dich überzeugt, dass du bei diesem Team deine Baseballkarriere beginnen willst?
Marc: Ich hab mich gleich wohl gefühlt. Alle sind sehr nett und kümmern sich um jeden. Das Klima in der Mannschaft finde ich erstaunlich: Außerhalb des Trainings oder Spiels ist jeder einzelner Spieler immer wohl gut drauf und freundlich. Und während dem Training sind alle echt voll konzentriert, dass es mich sogar bisschen erstreckt hat.
Michel, Quereinsteiger zu Stammspielern machen, das ist das Vereinskonzept der Vienna Lawnmowers. Jetzt sind mit Alex Hackl, Marc Corpuz und Kilian Mace drei junge Rookies zum Verein gestoßen, die schon nach den ersten Spieltagen regelmäßig Spielpraxis sammeln können. Wurde dieses Vereinskonzept in den Jahren zuvor zum Wohle des Erfolgs vernachlässigt?
Michel: Ja, ich glaube, diese Praxis wurde in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Wobei man sagen muss, dass dies von mehreren Faktoren abhängt, etwa der Verfügbarkeit,und Fähigkeit der neuen Spieler, aber auch dem Niveau der Liga. Die drei Rookies sind allesamt sowohl hochmotiviert als auch begabt – sie können also problemlos eingesetzt werden. Ist ein neuer Spieler weniger talentiert, bringt der Einsatz nichts – wenn ein Neuling viele Fehler macht und keine Bälle schlagen kann, kostet das sowohl ihm selbst als auch dem Team Motivation. Und die Regionalliga im Vorjahr war noch um einen Grad anspruchsvoller als die Landesliga dieses Jahr – das hätte den vorher genannten Aspekt noch verstärkt. Wie auch immer: Dieses Jahr funktioniert das toll!
Alex, würdest du sagen, dass du gut in die Mannschaft integriert wurdest oder fühlst du dich als Neuling eher noch ausgegrenzt?
Alex: Ich habe mich vom ersten Training an willkommen gefühlt. Jeder bemüht sich, gibt wertvolle Tipps und Feedback. Besonders hervorheben möchte ich hier unseren Trainingsleiter Mike (Anm. Michael Bittmann), bei seinen spannenden Training hat er auch immer Tipps für mich und schaut auf meine Technik. Marco (Anm. Prusa) kommuniziert viel, sagt ehrlich was man gut und was man schlecht macht. Rene (Anm. Szeywerth) hat mir v.a. viel im Batting Cage geholfen. Die Energie in der Mannschaft ist positiv, es macht viel Spaß, und ich fühle mich schon jetzt gut aufgenommen und zugehörig.
Marc, Du wirst von vielen im Team als große Nachwuchshoffnung gesehen (Ohne dir jetzt viel Druck zu machen 😛 ).Du bist sehr sportlich, lernst schnell und passt von deiner Art perfekt in die Mannschaft. Merkst du das auch oder hörst du das gerade zum ersten Mal?
Marc: Schon als ich ein Kind war, war ich immer aktiv, wollte immer in Bewegung bleiben. Also ich finde ich bin sportlich – nur meine Ausdauer ist nicht so gut. Aber dass ich perfekt zum Team passe, höre ich zum ersten Mal und deshalb fühle ich mich geschmeichelt haha 😀
Michel, der Blue Generation Day hat wieder ein paar potentielle Neulinge auf den Baseballplatz gelockt, kannst du dir vorstellen das wir ein paar davon in nächster Zeit auch beim Training begrüßen werden? Wunschkandidaten?
Michel: Ja, sicher! Wir freuen uns über jeden! Speziell in Erinnerung geblieben sind mir Juan, Antonius und Johannes!
Alex, Marc Corpuz und Kilian Mace spielen neben dir ebenfalls ihre erste Saison. Was sagst du zu den bisherigen Leistungen der beiden anderen Rookies?
Alex: Die Zwei haben schon des öfteren demonstriert, was sie drauf haben. Kilian hat ja sowieso Baseball im Blut, das merkt man schon. Im Outfield liest er die Flyballs sehr gut und hat auch schon letztens im Match gezeigt, dass er auch am Schlag für den einen oder anderen Hit gut ist. Er behauptet zwar manchmal nervös zu sein, das merkt man ihm aber gar nicht an. Marc ist sowieso eine Sportskanone, schnell wie der Blitz und sehr athletisch. Sicher auch eine Allzweckwaffe mit Zukunft für die Mowers.
Marc, Alex Hackl und du seid beide gleichzeitig zu den Mowers gestoßen, wie würdest du Alex sportlich und menschlich mit fünf Worten beschreiben?
Marc: Freundlich, anspruchsvoll, clever, lustig und leistungsstark.
Michel, deine Interviewkollegen und der dritte Rookie im Bunde Kilian Mace stehen noch am Anfang ihrer Karriere. Wo im Feld siehst du diese Spieler in ein paar Jahren? Als Stammspieler? Als Teamleader oder gar nur als Chearleader?
Michel: Ich sehe alle drei als Stammspieler. Ich erwarte mir aber bei allen dreien noch deutliche Leistungszugewinne durch regelmäßiges Training – da ist noch viel Potenzial!

Sa, 2.6. Blue Generation Day

Der Blue Generation Day 2018 ist seit gestern Geschichte. Obwohl dieses mal weniger Besucher gezählt wurden, als noch vor zwei Jahren in Rannersdorf, war es dennoch eine tolle und familiäre Veranstaltung. Die Vienna Lawnmowers bedanken sich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern und Spielern und dem Kantinenteam der AIBC, welche auch diesen BGD wieder zu einem Baseballfest gemacht haben.

Spielbericht Slowpitch Match
Team Flocke: Petra, Lionel/Nathalie, Denise, Marco, Ulli, Prono, Huan, Alex H, Anna, Rene, Andi, Michi
Team Groovy Mowers: Kilian, Melly, Didi, Thomas, Bertl, Andrea, Luca, Johannes, Toni, Michel, Jonas/Christen
Auf dem Papier ein Aufeinandertreffen zweier ausgeglichenen Gegner. Dennoch konnten die Groovies einen Run nach dem anderen scoren. Doch wie es sich für „Montessori“ Slowpitch gehört wurde es zum letzten Inning noch einmal spannend und so stand es unerklärlicherweise 10-10. Die Flocken konnten diese plötzliche Ergebnisverfälschung nicht nutzen. Im Gegensatz zu den Groovy Mowers, welche in einem nervenaufreibenden letzten Halbinning bei zwei Outs und Bases loaded den Winning Run gegen alle Bemühungen den Flocken-Verteidigung erzielen konnten.
Endstand: Flocke 10 – 11 Groovy Mowers

BGD Battingschallenge „Ruhmestafel“:
Sieger der Anfänger-/Allgemeinenklasse: 2016 Manfred, 2018 Huan
Sieger der Spielerklasse: 2016 Luca, 2018 Lionel

Blue Generation Day Tombolasponsoren:
Lackdesign Roman Gold www.lackdesign.at
Sam´s Kekserei https://www.kekserei.eu/

Sweep im Aubad!

Gestern führte die Landesliga unsere Mannschaft nach Tulln, wo im Raven´s Nest zwei wichtige Spieler für die Mowers anstanden. Gegner waren die Vienna Bucks, welche im Hinspiel 17-7 besiegt werden konnten und zum ersten Mal diese Saison die Danube Titans. Konnte Coach Fleck bisher immer mit einer entspannten Kadersituation in die Partien gehen, so spiegelten sich an diesem Spieltag die Probleme der Vorsaison wieder. Viele Stammspieler und gleichzeitig vor allem drei Pitcher waren verhindert. Genau für solche Fälle wurde im Winter die Spielgemeinschaft mit den Piratas del Caribe eingegangen und so wurde von deren Seite Unterstützung in Form von Joaquin Valerio Pena und Edwin Francisco Nuñez Abreu ins Tullner Aubad gesandt.
Die beiden Dominikaner integrierten sich sehr schnell und Nuñez stellte sich gleich beim ersten At Bat mit einem Homerun bei den Bucks vor und machte diesen als Pitcher das Leben schwer. Auf Seiten der Gegner zirkelte Ex-Lawnmower Greg Gains die Pitches in Richtung Strike Zone und sorgte damit bei einigen Mowers mit seinen Tempowechseln und vielen verschiedenen Breakingpitches für Kopfschmerzen. Dennoch konnten sich die Blues immer weiter absetzen. Ein Highlight des Spiels war das Caught Stealing von Rene Szeywerth, welcher im ersten Spiel Stammcatcher von Ameln vertrat. Am Ende setzte es den dritten Saisonsieg der Lawnmowers mit 11-3 gegen die „Stadtrivalen“.
Im zweiten Spiel standen die Mowers den Danube Titans gegenüber. Bittmann startete am Mound für die Wiener. Nach anfänglichen Problemen mit der Zone zeigte er im Laufe des Spiels wieder eine überzeugende Leistung. Alexander Schroll, dem bislang am Schlag eher wenig aufging, sorgte für den zweiten Homerun der Lawnmowers an diesem Tag und damit für sich persönlich wieder für Selbstvertrauen. Am Ende wurde es nochmal spannend. Bittmanns Zielwasser war nach 1 ½ Stunden ausgetrunken und Alex Hackl beendete das Inning, für den wiederum Marco Prusa das Spiel closen sollte. Im letzten Offense-Inning der Titans stand es 13-10 für die Mowers und der Tying Run zum Schlag bereit. Prusa bemerkte, dass Runner Alexander Penitz, der Ex-Lawnmower auf Seiten der Titanen, an der First Base einen beachtlichen Lead genommen hatte und befreite geschickt mit einem Pick Off Out seine Mannschaft aus dieser kniffligen Spielsituation. „Ein wirklich spannendes Match, ich bin noch immer total angespannt“, so Michel Fleck und legte nach: „Eine gute Schlagleistung beider Teams mit dem besseren Ausgang für uns.“
Der erste Sweep der Saison und noch dazu ein ganz wichtiger um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren. Jetzt ist ein Monat spielfrei ehe am 23. Juni der Waldviertel-Termin für die Lawnmowers auf dem Programm steht, also noch genug Zeit um die beiden Siege zu Feiern. Zufällig findet nächste Woche in der Freudenau der Blue Generation Day statt, welcher zum Feiern optimal geeignet sein sollte.

Christi Himmelsplit

Nach dem Split vergangen Spieltag ging es für die Vienna Lawnmowers an Christi Himmelfahrt erneut nach Stockerau. Zum ersten mal seit 5 Jahren – nach der Saison 2013 wechselten die Mowers die damalige LLO Division – traf unsere Mannschaft auf gute, alte Bekannte, die Woodquarter Red Devils. Im zweiten Spiel stand das Rückspiel gegen die Hausherren, den Stock City Cubs 2, auf den Programm. Beim Spiel der beiden Spieltagsgegner überrumpelten die Stockerauer die Alt-Weitraer mit 32-4! In der Zwischenzeit trafen nach und nach die Lawnmowersautos ein. Thomas Bertleff kam etwas knapper, er musste erst von seiner Freundin wieder eingerenkt werden oder so etwas ähnliches (auf genaueres Nachfragen wurde auf Seiten der Redaktion aus jugendschutztechnischen Gründen verzichtet). Einer der Spieler hatte sein Schuhwerk vergessen, fand dann aber noch die Hallenschuhe vom Wintertraining im Kofferraum und streute in der Hektik seinen Autoschlüssel irgendwo in der Wiese aus. Oder einfacher gesagt: Eine klassische Spielvorbereitung im Stil des von Ameln. Catchen mit Hallenschuhen, ein Konzept mit Zukunft? „Nicht optimal“, so der Berliner und fügte hinzu: „Aber besser als mit Flip Flops“.

Vienna Lawnmowers gegen Woodquarter Red Devils
Coach Fleck wollte gegen die Tabellenletzten aus dem Waldviertel etwas experimentieren und ließ anfangs Stammspieler wie Schroll, Bertleff und Ackerl auf der Bank. Beim Lead Off gab es allerdings wenig unkonventionelles, es startete Clemens Hlawaty auf 2nd Base, dahinter Mace im Left Field, allerdings der jüngere Kilian. Sein Bruder und etarmäßige Left Fielder Lionel schlug gleich dahinter und debütierte auf der 1st Base. Die weiteren Positionen: Von Ameln als Catcher, Bittmann auf Short Stop, Pratscher auf der 3rd Base, Chrastka im Center Field und Petra Goldova durfte im Right Field auf Flyballjagdt gehen. Der muskelverkarterte Marco Prusa startete als Pitcher mit Szeywerth als DH. Die Mowersoffensive holperte anfangs zwar etwas, doch nach den ersten Innings konnte man die Waldviertler auf Abstand halten. Kilian Mace bekam eine eigenen Stealingtrainingssession, nach dem er zwei mal verschlafen hatte, funktionierte es bei Versuch Nummer drei und er erreichte, mit den Händen fest am Helm, die 2nd Base. Wieso er den Helm festhielt, evtl. ein aerodynamischer Trick des 15-jährigen: „Nein er (Anm. der Helm) sitzt einfach zu locker…“. Nach einigen Umstellungen zu Spielmitte (Bertleff für Mace K. und Hackl für Goldova) schien die Partie zu Gunsten der Wiener gelaufen. Bittmann löste im letzten Inning Prusa ab und brachte trotz Bases Loadet den zweiten Saisonsieg in trockene Tücher. Endstand: 13-8. Ein Kuriosum sondergleichen lieferte Peter Prascher ab. Über beide Spiele verteilt hatte der Sommereiner sieben At Bats und kam bis auf das Letzte ausschließlich durch Hit by Pitch auf Base! Sechs Hit by Pitch in Folge, da können Hit by Pitch Profiopfer wie Bertleff oder Hlawaty nur applaudieren: „So ein Lauf ist selbst mir als erfahrener gehited by pitchter Spieler unerklärlich“, so der 1150er, „Peter hat vergangenen Winter das anscheinend trainiert und immer wieder solche Situationen simuliert, aber das er das so gut im Spiel umsetzten kann ist unglaublich. Ich habe mit Peter nach dem Spiel geredet, er meinte, dass sein böser Gesichtsausdruck den Pitcher einschüchtern bzw. provozieren würde – Geheimnis gelüftet!“.

Vienna Lawnmowers gegen Stock City Cubs 2
Im zweiten Spiel wollte Michel Fleck nichts dem Zufall überlassen und schickte die 1er Partie in gewohnter Formation aufs Feld. Einzig Clemens Hlawaty startete als Pitcher auf Schlagposition neun. dafür durfte Rookie Marc Corpuz seine Schnelligkeit als Lead Off unter Beweis stellen, was er dankend annahm. Ein schwacher Schlag direkt zum Pitcher, doch der 18-Jährige war dennoch vor dem Ball auf der 1st Base. Das er anschließend durch ein Missverständnis mit dem Basecoach Richtung 2nd Base einschlug und einmal um den den First Baseman herumkreiste um dann vom mitgelaufenen Catcher (Luca, nimm dir ein Beispiel) out getagt zu werden sei ihm am Anfang seiner ersten Saison noch verziehen. Ebenso unglückglich verlief das erste Devensivinning der Lawnmowers. Die Cubs Batter trafen meist die Lücken und konnten so die komplette Line Up durchschlagen. Die Offensive der Wiener traf hingegen genau den gegnerischen Handschuh. Die Leithabergconnection Lionel Mace (Hit und Base on Balls) und der nach ihm schlagende Pratscher (zweimal Hit by Pitch – eh kloa) kam zwar beide Mal auf Base, verhungerte dort jedoch jeweils und so konnten die Hausherren schon früh auf 9-0 stellen. Die Devensivarbeit der Mowers verhinderte zwar in den nächsten Innings weitere Runs und man lieferte sich einen Schlagabtausch, welcher ohne dem ersten Inning ein sehr spannendes Baseballmatch geworden wäre. Ackerl und Hlawaty konnten schließlich doch noch die Ehrenruns scoren, denn ein Big Inning der Blues blieb bis Spielende aus. So durfte Alexander Hackl, der direkt vom Burger Essen wieder ins Trikot gesteckt wurde, seinen zweiten Pitcherauftritt wahrnehmen und ersetzte Hlawaty im fünften Spielabschnitt. Er traf brav die Strikezone und ließ die Stockerauer schlagen. Seine Hintermannschaft machte verlässlich ihre outs und so ging Hackl ohne Gegenrun aus dem Inning. Im Sechsten haderte er dann sichtlich mit der Kontrolle und so kam Pratscher noch zu seinem Einsatz am Hügel. Bittmann rutschte auf 3rd Base, der heute auf 2nd Base spielende Ackerl auf seine Stammposition als Short Stop und Hackl ging ins Left Field, womit Lionel Mace auf 2nd Base aushalf und auch bei seiner zweiten Positionspremiere zu zwei Outs etwas beitragen konnte. Endstand: 2-17.

Zwei Siege und vier Niederlagen, so sieht die bisherige Bilanz der Lawnmowers nach drei Spieltagen aus. Es wurde wieder viel rotiert und ausprobiert. Nur drei Spieler machten beide Spiele über die volle Distanz, was zeigt wie breit der Kader derzeit ist: „Es wird viel probiert, aber warum auch nicht. Man muss vorallem den Neuen das Vertrauen geben, es wird sich bezahlt machen. Wenn alle ihre Spielpraxis bekommen und Erfahrung sammeln sind wird nächstes Jahr wieder ganz vorne mit dabei.“, ist sich Lionel Mace sicher. Andreas Chrastka meint ebenfalls: „Experimente sind enorm wichtig. Wir sollten jede Gelegenheit nutzen um zu experimentieren – speziell da wir dieses Jahr keine Freundschaftsspiele haben. Ich denke nicht, dass eine konservative Aufstellung heute einen großen Unterschied gemacht hätte, denn die Offense hat letztlich generell versagt“, und mahnt abschließend: „Wir dürfen aber nicht darauf vergessen, den Stammspielern genug Einsätze auf ihren Stammpositionen zu geben – ist halt ein Drahtseilakt.“

Split in Stockerau

Nach zwei Auftaktniederlagen in der Vorwoche ging es für die Vienna Lawnmowers am vergangenen Sonntag nach Stockerau, wo gegen die Hausherren aus Niederösterreich, den Stock City Cubs, und mit dem kleinen Wiener Derby gegen die ebenfalls aus der RLO abgestiegenen Vienna Bucks die LLO Spiele 3 und 4 anstanden. Mit mehr als zwei Niederlagen in Folge starteten die Mowers zuletzt vor mehr als acht Jahren in eine Spielzeit. Dies galt es auf jeden Fall zu verhindern.

Mit den Cubs stand allerdings eine unberechenbar schwere Aufgabe auf dem Programm. Neben Didi Ackerl (laut eigenen Angaben auf Grund einer eklige Bronchienerkrankung) und Lionel Mace (Urlaub) fehlten zu Beginn vom ersten Spiel außerdem dienstlich bedingt auch noch Clemens Hlawaty und Thomas Bertleff, wodurch Coach Michel Fleck auf vier Stammspieler verzichten musste. So durften die neuen Corpuz und Hackl erneut schon früh in der Saison aufspielen und bekamen die Chance zu zeigen, dass ihre starken Debutauftritte keine One-Hit-Wonder waren. Auf Grund seiner sensationellen Vorwochenleistunge war keine Überraschung, das Michael Bittmann als Starting Pitcher aufgeboten wurde. Doch die Cubs hatten sowohl gegen ihn als auch seinen Back-Up Marco Prusa wenig mühe sich rasch in eine gute Ausgangsposition zu pokern. Die Wiener Offensive war mit dem pitching der Stockerauer sichtlich überfordert, lediglich Luca von Ameln konnte den Ehrenrun für die Mowers ins Scoreboard meisseln. Ein besonderes Spiel wird es zumindest für Neuzugang Alexander Hackl bleiben – der Simmeringer löste gegen Ende Prusa am Mount ab. Der berühmte Wurf ins kalte Wasser oder anders gesagt der Managestil von Michel Fleck. Zur Info: Den letzten den Fleck in seiner damaligen Coachingära vor genau 10 Jahren fast ohne Spielrfahrung als Pitcher aufbot ist heute als Thorsten Brei bekannt.

In Spiel zwei wurden die Karten neu gemischt. Hlawaty und Bertleff bewegten ihre Luxuskörper auf die A22 und weiter direkt aufs Feld – Hlawaty startete als Pitcher quasi noch in Motoradmontur. Diesmal schafften es unsere Blues gleich zu Beginn anzuschreiben und so stand es nach dem ersten Inning schon 8:1. Durch einen kleinen Durchhänger zu Spielmitte kamen die Bucks noch auf vier Runs heran doch im fünften Spielabschnitt machten die Mowers alles klar und siegten mit Mercyrule 17:7, womit im viertel Anlauf endlich der erste Sieg eingefahren werden konnte.

Die Bilanz nach den ersten vier Spielen fällt allerdings nicht so schlecht aus. Immerhin, mit Clemens Hlawaty und One-Woman-Show Petra Goldova kamen die letzten beiden Kaderspieler zu ihren ersten Saisonauftritten, womit schon im April der komplette Roster auf dem Feld stand. Am 10.Mai geht es für die Lawnmowers erneut nach Stockerau, wo es um 13:30 das erste Mal seit fünf Jahren wieder ein Duell mit den Woodquarter Red Devils ansteht. Um 16:00 steht die Revanche gegen die Cubs an.

Die LLO Spielergebnisse vom Sonntag 28.4.:
Freudenau Mets – Woodquarter Red Devils 11:1
Woodquarter Red Devils – Vienna Bucks 6:16
Freudenau Mets – Vienna Bucks 20:0
Dadurch stehen die Mowers aktuell auf Tabellenplatz 6.

Enttäuschung zum Saisonauftakt

Nach einer viel zu langen Winterpause und dem Abgang von Hadmar Lang als Coach starteten die Lawnmowers letztes Wochenende in die Saison 2018. Die Mannschaft hat sich in der Off-Saison dafür entschieden freiwillig in die LLO abzusteigen. Dies hatte mehrere Gründe: Die relativ schwachen Leistungen verglichen mit den Regionalliga Teams, der Aufbau von neuen Spielern, die in der LL vermehrt zum Einsatz kommen sollen, weniger Spieltermine
und vor allem der Spaß, der wieder vermehrt im Vordergrund stehen sollte.

Als „Absteiger“ aus der höheren Liga ging man dementsprechend motiviert und hoffnungsvoll in die neue Saison. Doch bereits am ersten Spieltag sollte sich zeigen, dass die beiden zu bespielenden Teams bei weitem keine Gegner sind, die man aus dem Stadion, bzw. aus Traiskirchen schießen kann. Vor allem im ersten Match gegen Zwettler Originals war ein Sieg fix eingeplant, zeigten diese im ihrem ersten Match gegen die Traiskirchner Grasshoppers 2 eine eher durchwachsene Leistung. Noch dazu traten die Lawnmowers nahezu in Bestbesetzung an. Nur die spontanen Ausfälle von Hlawaty und Pötscher schmerzten ein wenig. Gecoacht von Präsident Michel Fleck, begannen die Lawnmowers in Person von Lionel Mace zu pitchen. Sein Pitching-Auftakt verlief jedoch nicht nach Wunsch, viele Balls und Unkonzentriertheiten der Wiener Defensive brachten die Zwettler bereits früh in Führung, sodass bald Peter Pratscher die Rolle als Pitcher übernahm.
Auch die Offensive der Lawnmowers erwischte im ersten Spiel nicht ihren besten Tag. Meist nur durch Fehler der Originals konnten die Lawnmowers auf Base gelangen und in Folge auch scoren. Vor dem letzten Inning stand es 14:11 für die Niederösterreicher. Die Lawnmowers wollten diesen Rückstand in Grenzen halten und beim „nachschlagen“ noch den Sieg einfahren. Leider war es erneut die Defensive, die an diesem Tag noch etwas eingerostet schien und so konnten die Originals, dank vermeidbarer Errors ihre Führung auf 8 Runs ausbauen. Eingeschworen durch Coach Fleck und den untertstützenden Gesängen von Dan Rudl starteten die Wiener ins letzte Halbinning. Hier legten die Under Armours endlich ihre Frühjahrsmüdigkeit ab. Schöne Schläge, aggressives Baserunning und auch Fehler der Gegner brachten die Lawnmowers bis auf 2 Runs heran. Mehr war jedoch nicht drinnen. Zu groß war der Abstand, den die Blues im Laufe des Spieles aufgerissen haben und so mussten sich die Lawnmowers im ersten Match mit 19:17 geschlagen geben.

Im zweiten Match trafen die Lawnmowers auf die Traiskirchner Grasshoppers, die das erste Match gegen die Originals mit 18:4 gewinnen konnten.
Michel Fleck setzte in diesem Spiel auf Rotation und so kamen Kilian Mace, Alexander Hackl (wurden eingewechselt) und Marc-Daniel Corpuz (stand in der Starting Line Up) zu ihren Debüts. Die Rookies sollten nicht enttäuschen: Alle zeigten eine ansprechende Leistung, konnten scoren oder verzeichneten RBIs. Auch in der Defensive zeigten die „Neuen“ viel Talent und Einsatz und so können sich die Lawnmowers zu Recht freuen, solche Spieler in ihrer Mannschaft zu haben. Trotz der erfolgreichen Premieren, einer verbesserten Defensive, schönen Hits und vor allem einem groß aufspielenden Michael Bittmann als Pitcher war in diesem Spiel nichts zu holen. Zu stark und zu konstant spielten die Hoppers und so mussten sich die Lawnmowers auch im zweiten Spiel geschlagen geben. Endstand 16:7

Alles in allem ein enttäuschender Saisonauftakt, der dennoch Hoffnung gibt, dass es in den nächsten Spielen bergauf geht. Viel Zeit die Niederlagen zu verarbeiten bleibt jedoch nicht, denn schon nächste Woche treffen die Lawnmowers auf zwei alte Bekannte, wenn die Cubs 2 und die Vienna Bucks in die Saison starten.