DIANA mit Menthol, das tut wohl – seit 1897

Zum Ende des Grunddurchgangs bekamen es die Lawnmowers mit den Red Devils und, wie schon vor zwei Wochen, mit den Freudenau Mets zu tun. Wir schreiben den 5.August des Jahres 2018. Ort: Freudenau, Wien. Außentemperatur: irgendwas zwischen 35-55 Grad in der Celsiusskala und was macht Mowers Rookie Alexander Hackl? Natürlich, er zieht die Skiunterhose an! „Jeder hat seine typischen Abläufe vor dem Match, Rituale im Sport sind eben wichtig“, so der Simmeringer zu dieser Aktion. Peter Pratscher, welcher heute im ersten Match als Pitcher aufgestellt wurde, sah sich von dieser Aussage unter Druck gesetzt, denn schließlich hatte er als einziger im Dugout bis dato kein festes Ritual. So schüttete er sich schnell sein DIANA-Muskelelixier auf dem Rücken und tönte mit einer Selbstverständlichkeit herum: „DIANA mit Menthol, das tut wohl – seit 1897, jaja, jedes mal reib ich mich vorm Match damit ein, gö?, wisst´s as ja eh, wegen Ritual und so!“. Er bedachte dabei allerdings nicht die Schweißmenge bei diesen Temperaturen und auch nicht die Schwerkraft, welche die stark reizende Flüssigkeit den Rücken abwärts in empfindlichere Körperzonen beförderte.

Woodquarter Red Devils @ Vienna Lawnmowers

Mit DIANA im Oasch gings also in die erste Partie des Tages. Am Papier eine scheinbar leichte Aufgabe – die Devils kamen als Tabellenschlußlicht in die Freudenau – hieß es die Gegner nicht zu unterschätzen, denn die Waldviertler hatten aufgerüstet. Am Mound kam Ex-Lawnmower Jackson Gregory Gains (alias Da Greg) zum Zug und auch im Infield kamen Spieler aus Kärnten zum Einsatz. Waldviertel und Kärnten, wie ist das passiert? Didi Ackerl vermutete ein noch unbekanntes Wurmloch. „Wenn man im Klagenfurter Strandbad in der Röhrenrutsche eine gewisse Geschwindigkeit erreicht, öffnet sich ein Portal und man wird im Bach neben dem Hell´s Gate ausgespuckt“, so die Theorie des Wiener Urgestein. Und tatsächlich, die Mowers fanden über weite Strecken kaum Mittel. Zwar brachte man den Schläger gegen den Ball, aber dieser versumperte meist im Infield. Pratscher pitchte an diesem Tag gottesgleich und auch die umgestellte Defense (Rene Szeywerth und Lionel Mace aufgrund mangelnder Alternativen im Infield) der Lawnmowers blieb über das gesamte Spiel errorlos. Die Bälle ins Infield endeten meist in Outs und auch die Outfielder Kilian Mace, Andi Chrastka (beide mit weltklasse Blocks nach schwierigen Short Hops) und Alex Hackl (mehrere Fly Outs) trugen dazu bei, das die Red Devils bis ins siebente Inning nur drei Runs anschreiben konnten. Leider erzielten die Wiener sogar einen Run weniger und so sah es im letzten Halbinning bei zwei Outs und zwei Strikes (Ackerl am Schlag) nach der zweiten Niederlage der Vereinsgeschichte gegen die Devils aus. Doch dann entkam Didi Ackerl doch noch ein Schlag, leider ein sichergeglaubtes Fly Out. Ackerl schon enttäuscht am Umdrehen, doch der Left Fielder konnte den Ball doch noch irgendwie verpfuschen. Die Chance lebte. Lionel Mace brachte sich ebenfalls auf Base und Ackerl inzwischen auf die Dritte. Nach einem Chrastka-Hit konnte Ackerl scoren – Ausgleich – und Alex Schroll machte mit einem weiten Schlag ins Center Field alles klar. Mace scorte den Winning Run. Endstand 4-3 und damit Peter Pratschers erster Completegame-Win.

Freudenau Mets @ Vienna Lawnmowers

Im zweiten Spiel sah die Personalsituation der Mowers etwas entspannter aus. Clemens Hlawaty war dazu gestoßen und direkt vom Flughafen kam Michael Bittmann in die Freudenau. Hlawaty, der vor zwei Wochen ebenfalls gegen die Mets pitchte konnte an die Leistung des Hinspiels anknüpfen. In der Offense schlug sich Andi Chrastka den Frust der misslungenen Autogrammstunde Hit um Hit von der Seele. Ebenso Luca von Ameln fand endlich ein Rezept für seinen Schläger (u.a. ein Groundrule Double) und auch Kilian Mace überraschte mit hinterfotzigen Lupfern über das Infield. Den Mowers gelang es konstant alle Bases zu Füllen, jedoch nicht all zu oft diese auch wieder zu leeren, dennoch war das Momentum auf ihrer Seite. Spielstand Bottom Five: 10-4. Zwei Runs konnten erziehlt werden und erneut Bases Loadet, sprich noch zwei Runs vom Mercy Rule Sieg entfernt. Lionel Mace am Schlag, nusste beherzt drauf und der Ball flog und flog und Walkoff Grandslam! Endstand: 16-4 und damit zum Ende des Grunddurchgangs doch noch der zweite Sweep der Saison!

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