Split zum Auftakt

Erster Spieltag der Lawnmowers in der neuen Saison der Landesliga Ost und gleich zum Start das überhaupt allererste Spiel auf der ausgebauten Freudenau. In der ersten Begegnung warteten die Titelfavoriten aus dem Waldviertel – die Schremser Beers – auf die Mowers. Im Abendspiel kam es dann zum Aufeinandertreffen mit der nach einem Jahr Pause wiedereingeführten dritten Mannschaft der Metrostars. Vormals Freudenau Mets, noch vormalser Vienna Bulldogs.

14:00 – Vienna Lawnmowers vs. Schremser Beers

Line Up: #4 Krajnovic RF (>LF), #1 Mace LF (#10 Terkl RF), #52 Bertleff CF, #6 von Ameln C, #69 Ackerl SS, #24 Bammer 3B, #15 Szeywerth 2B (#22 Hlawaty 2B), #3 Crowder 1B, #45 Rudl DH ; #98 Jelencsits P

Mit Glockenschlag 2 Uhr stand mit Dario Krajnovic erstmals ein Rightfielder dort, wo noch nie ein Rightfielder vor ihm gestanden ist, dort wo vor einem halben Jahr noch ein Hügel war und es ertönte die Worte, auf die man die ganze Off Season hin gefiebert hatte: „Play Ball!“ Es zeichnete sich von Beginn an ein spannendes Spiel auf Augenhöhe ab. Daniel Jelencsits, sowie der Pitcher der Waldviertler mussten kaum Hits einstecken, was auch am starken Defensivverhalten beider Mannschaften lag. Die Mowers konnten durch einen sowohl auf 3rd Base, als auch in der Offense überzeugend aufspielenden Moritz Bammer im zweiten Inning 1-0 in Führung gehen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich war es erneut Bammer der die Wiener 2-1 in Front brachte. Bis zum fünften Inning zeigten beide Teams keine Blöße. Es blieb spannend und es schien, als würde das Team als Verlierer vom Platz gehen, dem der erste Fehler in der Defense passieren würde. Zwischenzeitlich zeigte DH Dan Rudl, das man auch mit frischen 48 Jahren noch einen Ball gegen den Leftfieldzaun dreschen kann – das wäre letztes Jahr auf Grund des Zwischenzaunes übrigens noch ein Home Run gewesen. Auch die restliche Battery der Mowers zeigte sich zwar schlagfreudig – kaum bis gar keine Strike Outs – aber die Schläge kamen nur selten über das Infield hinaus. Dann waren die Niederösterreicher auf einmal oben auf. Ein kurzzeitiges Nervenflattern von Rene Szeywerth: „Ah, verdammt!“, und einige Hits der Beers brachten die Gäste Mitte des fünften Innings in Front. Die Mowers mussten einen 4-9 Rückstand hinterherjagen. Und taten dies! Im sechsten Inning starteten die Wiener eine Two-Out-Ralley. Der Pitcher der Schremser wurde noch getauscht. Dennoch kam ein Mower nach dem anderen auf Base. Nach einen Hit des heute starken Lead Off Hitters Krajnovic waren die Bases gefüllt. Der davor für Szeywerth eingewechselte Clemens Hlawaty als Tying Run auf 3rd Base und Elijah Crowder Winning Run auf 2nd Base: „F***, I’m the Winning Run, but I can not run!“ Wolfgang Terkl am Schlag. Da hätte er berühmt werden können. Doch der Rookie konnte die Niederlage im letzten Moment nicht abwenden. Auf Grund der Zeitbegrenzung wurde das Spiel nach diesem nervenaufreibenden sechsten Inning für beendet erklärt.

Endstand: 8-9

19:00 – Vienna Lawnmowers vs. Vienna Metrostars 3

Line Up: #1 Mace 2B, #52 Bertleff CF, #6 von Ameln DH, #69 Ackerl SS, #15 Szeywerth C, #34 Tseng LF (#4 Krajnovic LF), #98 Jelencsits 3B, #3 Crowder 1B, #17 Zednik RF (#10 Terkl RF)

Nach der Premiere für die neue Freudenau, kam es gleich zu den nächsten Premieren. Das erste Flutlichtspiel auf der neuen Freudenau, der Ersteinsatz von Neuzugang Augustin Tseng und die vermutlich auffallendste Neuerung: Die Lawnmowers spielen nach 25 Saisonen erstmals nicht in ihren gewohnten blauen Jerseys! Gegen die ebenfalls in blau spielenden Metrostars wurden sie also eingeweiht. Er hatte einen Traum. Die neuen, weißen Ausweichtrikots wurde angelegt und erzeugten Ekstase unter den Spielern. „Die schauen auf einmal alle ganz anders aus! Du stehst neben wem, mit dem du seit gefühlt 100 Jahren zusammenspielst und fragst dich ‚Wer is des?‘.“ Dieses Spektakel ließ sich auch der im Publikum erschienene Peter Pratscher freilich nicht entgehen. Baseball gespielt wurde dann auch. Moritz Bammer nahm die persönlichen Erfolgserlebnisse des Beersspiel mit auf den Mound und pitchte überzeugend mit harten Fastballs und gefinkelten Breaking Pitches. Eine kleine Überraschung hatte sich Manager Alex Schroll für die 2nd Base überlegt. Anstatt des gesundheitlich angeschlagenen Clemens Hlawaty stellte er Lionel Mace auf diese Position, der diese allerdings ganz gut bekleidete, jedoch Shortstop Didi Ackerl „beim Sturm der Base“ ein gelbes Angstlackerl als Souvenir an das Zusammenspiel im Middleinfield ins zur Gänze weiße Gewand ludeln ließ, vermutlich. Debütant Tseng machte seine Sache ordentlich. 3 At Bats, 2 Base on Balls und 1 Hit, so sein Arbeitsnachweis. Die Defense agierte alles in allem fehlerlos. Ganz stark auch die beiden Corners Crowder und Jelencsits, aber auch die Offense kam endlich ein wenig in Fahrt. Schöne Hits von Luca von Ameln, Daniel Jelencsits und dem eingewechselten Dario Krajnovic. Die Mowers konnten Inning um Inning die Führung ausbauen. Im sechsten Inning stand es schließlich 12-3 für die blauen Mannen in weiß und Daniel Jelencsits als Runner auf 3rd Base bereit den Run zum Mercy Rule Sieg Heim zu bringen. Clemens Hlawaty kommentierte den Run bereits in die Cola Flasche als Elijah Crowder zum Schlag ausholte, den Ball ins Outfield katapultierte, dieser zwar gefangen wurde – bisher alles wie vor kommentiert – der angekündigte Tag Up vom Simmeringer blieb jedoch aus: „Hopala.“ Beim nächsten Wild Pitch nahm der Jelly from the Block dann aber die Beine in die Hand. „Und jetzt geht er, jetzt geht er.“…. „Save, Ballgame!“

Endstand: 13-3

Weißer Rauch stieg zum Flutlicht auf, was entweder einen neuen Pabst bedeutet oder das – zur Freude vieler – auch um 21 Uhr der Griller noch voll im Betrieb war. Ein durchaus erfolgreicher Saisonauftakt für die Lawnmowers, welcher anschließend bei der Kantine bei Burger, Bier und einen Turnsackerl voll Kronkorken für „die Flecks!“ seinen gemütlichen Ausklang fand. In zwei Wochen geht es dann weiter im Spielplan. Am 29.Mai treffen die Mowers auf der Spenadlwiese auf die Vienna Bucks und die zweite Mannschaft der Stock City Cubs. Wenn bis dahin auch das Schlagpensum erhöht werden kann, stehen die Zeichen gut für Royalblau – und nun manchmal auch G(l)anzweiß.

14.5.22 – Lawnmowers erstmals in der Vereinsgeschichte in weiß.

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