Jahr: 2017

Spät, aber doch…

Dieser Titel ist sowohl für das letztwöchig stattgefundene Match Lawnmowers gegen Bucks, als auch für die Erscheinung des dazugehörigen Spielberichts – eine Woche zu spät – passend.

Mit den Vienna Bucks standen den Mowers vergangenen Sonntag alte Bekannte im Tullner Regen gegenüber. Vor einem halben Jahr hat man mit zwei Siegen in der Relegation das Fundament für den Aufstieg in die Regionalliga Ost nicht nur fertiggestellt, sondern gleich mit dem Hausbau begonnen. Apropos Hausbau, Peter Pratscher (Baustellenbedingt vorübergehend bei der Mama einquartiert) fehlte kurzfristig krankheitsbedingt. Böse Zungen vermuteten allerdings einen anderen Grund, wie evtl. Hausarrest, weil er die Fernsehzeit überschritten haben könnte. Auch viele andere Spieler machten vor Spielbeginn nicht den fittesten Eindruck (#gepratschert). Das das Aufwärmen bei diesen wohl speifrei über die Bühne gehen würde war zwar fraglich, ist aber doch geglückt.

Dann wurde endlich Baseball gespielt: Die Mowers konnten mit Lionel Mace und Thomas Bertleff im ersten Inning zwar zwei Runner auf Base bringen, konnten diese aber nicht scoren, im Gegensatz zur Heimmannschaft (am Papier), welche gegen Starting Pitcher Thorsten Brei 3:0 in Führung gehen konnten, ehe das Spiel aufgrund des starken Regens zum ersten mal unterbrochen wurde. Gut eine Stunde später, nach langen Warten und harten Instandsetzten des Platzes konnte weiter gespielt werden. Die Lawnmowers konnten im zweiten Inning 9 Runs aufs Scoreboard bringen, im dritten Spielabschnitt schlugen die Bucks allerdings mit 10 Runs zurück. Spielstand 13:9. Die Antwort der Andi Armours ließ nicht lange auf sich warten und man konnte erneut mit 20:16 in Führung gehen. Nach einer weiteren Regenunterbrechnung stand fest, heute wird nur ein Spiel des Doubleheaders möglich sein, ein neuer Termin steht noch aus.
Gegen Ende, soll heißen nach 5(!) gespielten Stunden glichen die Bucks im siebenten Inning bei Bases Loaded aus, es sah sehr schlecht aus für die Mowers, doch Clemens Hlawaty, der mittlerweile für die Blues am Pitchers Mount agierte, konnte seine Mannschaft noch ins Extrainning retten. Extrainning? Das kommt uns bekannt vor. Am ersten Spieltag der RLO mussten die Lawnmowers gegen die Blue Bats ebenfalls in die Verlängerung, damals schlich man als Verlierer vom Platz. Doch nicht an diesem Sonntag. Nach einem Hit by Pitch kam Hlawaty auf Base und konnte auf einen Hit vom eingeflogenen Luca von Ameln scoren. In der Defensive konnte 3rd Baseman Michael Bittmann mit dem entscheidenen Fly Out dann die Partie zugunsten der Lawnmowers beenden. Endstand: 23:22. Spielzeit: 5h30min…

Um Zentimeter am Split vorbei – zwei Niederlagen zum Auftakt

Eine alte Baseballweisheit lautet: „Baseball is a game of inches.“ Beim Saisonauftakt in Rannersdorf bestätigte sich das wieder einmal – sehr zum Leidwesen der Lawnmowers, die nach einer deutlichen Niederlage im ersten Spiel einen Sieg in der darauffolgenden Partie und damit den Split nur äußerst knapp verpassten.

Spiel 1: Lawnmowers @ Blue Bats 2 – 12 (6 Innings, Mercy Rule)

Teams 1 2 3 4 5 6 Final
Lawnmowers 0 0 0 0 0 2 2
Blue Bats 1 0 4 0 0 7X 12

Starting Lineup:  P Clemens Hlawaty, LF Lionel Mace, CF Thomas Bertleff, 1B Alexander Schroll, C Luca von Ameln, 2B Marco Prusa, 3B Peter Pratscher, SS Didi Ackerl, RF Andreas Chrastka

Beim ersten Regionalligaspiel der Lawnmowers seit 2008 standen mit Alexander Schroll und Didi Ackerl nur zwei Akteure mit Regionalligaerfahrung in der Startformation. Das erste Highlight setzte aber einer der Youngstars – Leftfielder Lionel Mace verpaßte im ersten Inning bei einem Out mit einem weiten Triple ins Rightfield nur knapp einen Homerun und den ersten Run der Saison, nachdem die nachfolgenden Schlagmänner beide Strikeout gingen.

Die Gastgeber hingegen konnten bereits im ersten Inning Runs auf das Scoreboard bringen als ein weites Double ins Centerfield Niklas Schütz nach Hause brachte. Im zweiten Inning gelang es den Mowers eine gefährliche Situation mit Runnern auf eins und drei zu entschärfen, indem man bei bei einem Double Stealing den Läufer auf Home auswarf, aber bereits im nächsten Inning gelang es den Blue Bats einige Fehler im Infield der Gäste auszunutzen und die Führung auf 5-0 zu erhöhen, wobei Leftfielder Lionel Mace einen Runner auf Home auswarf und damit Schlimmeres verhinderte. Bei diesem Stand blieb es bis zum Ende des fünften Innings, nachdem Starting Pitcher Clemens Hlawaty keinen weiteren Run mehr abgab und gleichzeitig die Offensive der Lawnmowers weiterhin Probleme hatte, gegen das starke Pitching der Blue Bats Runs zu erzielen.

Dies änderte sich im sechsten Inning, als Lionel Mace und Clemens Hlawaty die ersten zwei Runs der Saison scoren konnten und wieder etwas Hoffnung im Dugout der Wiener aufkam. Im folgenden Halbinning machten die Blue Bats aber den Sack zu – die eingewechselten Pitcher Marco Prusa, Mario Pötscher und Lionel Mace kämpften etwas mit der Kontrolle und gaben sieben Runs ab. Der Schlußpunkt war ein Walkoff-Hit-By-Pitch bei Bases Loaded – das Heimteam hatte per Mercy Rule nach sechs Innings mit 12-2 gewonnen.

Spiel 2: Lawnmowers @ Blue Bats 3 – 4 (8 Innings, Extra Innings)

Teams 1 2 3 4 5 6 7 8 Final
Lawnmowers 0 0 1 0 0 1 1 0 3
Blue Bats 1 0 0 0 1 0 1 1X 4

Starting Lineup: 2B Clemens Hlawaty, LF Lionel Mace, CF Thomas Bertleff, 1B Alexander Schroll, C Luca von Ameln, 3B Peter Pratscher, SS Didi Ackerl, DH Rene Szeywerth, RF Andreas Chrastka, Starting Pitcher: Thorsten Brei

Mit Lawnmowers-Ace Thorsten Brei am Werferhügel entwickelte sich die zweite Partie zu einem echten Krimi. Zwar konnten die Gastgeber im ersten Inning wieder mit 1-0 in Führung gehen, doch der erfahrene Starter der Wiener hielt mit seinen gefürchteten Pitch- und Geschwindigkeitsvariationen, sowie guter Kontrolle die Offensive der Niederösterreicher in den folgenden Innings Schach.

Im dritten Inning brachte Luca von Ameln nach einem schönen Double von Alexander Schroll den First Baseman durch einen weiten Flyball, der fallen gelassen wurde, (bzw „ein Double“ wie der selbstbewußte Berliner nachher ohne mit der Wimper zu zucken meinte) heim und stellte damit den Ausgleich her. Der Aufreger des Tages folgte dann im vierten Inning mit den Blue Bats am Schlag: Präsident Michel Fleck, der im ersten Spiel noch notgedrungen als Baseumpire agieren mußte, bemerkte ein „batting out of turn“ – ein Schlagmann der Blue Bats hatte nicht nach jenem Spieler geschlagen, hinter dem er gemäß der offiziellen Lineup schlagen hätte müssen. Nach minutenlangen, hitzigen Diskussionen hatten die Mowers-Verantwortlichen zumindest die Umpires überzeugt: Statt Runnern auf eins und drei und kein Out, nur mehr ein Runner auf eins und ein Out – so konnten die Lawnmowers aus dem Inning raus, ohne einen Run abzugeben.

Nachdem die Blue Bats im fünften Inning wieder mit 2-1 in Führung gehen konnten, glichen die Gäste im sechsten Inning nach Hits von Luca von Ameln und Peter Pratscher zunächst aus und gingen danach im siebten Inning zum ersten Mal an diesem Tag in Führung: Zunächst erreichte Clemens Hlawaty durch einen Walk und ein Base Stealing die zweite Base, nach einem Schlag von Lionel Mace zum Second Baseman segelte dessen Wurf am First Baseman vorbei und Hlawaty konnte die Homeplate passieren. Weitere Runs verhinderte aber der von den Blue Bats eingewechselte Benedict Christof mit zwei Strikeouts gegen Alexander Schroll und Luca von Ameln.

Dann das große Drama im Defensivinning der Wiener: Bei zwei Outs und einem Runner auf Third Base ein weiter Schlag ins Leftfield, Lionel Mace läuft nach hinten, den Leftfieldhügel in Rannersdorf hoch und verfehlt den Ball nur um Zentimeter – der Run scort, es geht in Extra Innings. Da haben die Lawnmowers offensiv wenig zu melden und gehen in einem Inning gleich viermal (!) Strikeout, während der auf die Pitcherposition gewechselte Peter Pratscher schnell in Schwierigkeiten gerät. Nach einem Double und zwei Walks sind die Bases geladen, ein Sac Fly zum gut spielenden Rightfielder Andreas Chrastka sorgt für die Entscheidung, denn der Wurf aus dem Rightfield kommt nicht rechtzeitig an der Homeplate an – die Blue Bats gewinnen auch das zweite Spiel, dieses Mal mit 4-3.

Fazit des Spieltags:

Die Starting Pitcher der Lawnmowers – Thorsten Brei und Clemens Hlawaty – haben gezeigt, daß sie auch BBL-erfahrener Konkurrenz Schwierigkeiten bereiten können, während die anderen Pitcher wohl wertvolle Lektionen gelernt haben. In der Offensive sind wohl Verbesserungen nötig – insbesondere die vielen Strikeouts sollten zu denken geben. Auch in der Defensive gibt es nach fehlender Matchpraxis noch Steigerungspotential, selbst wenn – nach dem inoffiziellen Motto des Tages „Der Zirkus ist in der Stadt“ – bereits am ersten Spieltag das eine oder andere Gustostückerl dabei war.

 

Stimmen zum Saisonauftakt

Der Saisonauftakt der Mowers gegen die Blue Bats ist seit einem Tag Geschichte. Viel ist passiert, Regen, Sonne, Schatten, sowohl beim Wetter als auch bei den Emotionen der Lawnmowers.

Wir haben nach den Spielen mit Mario Pötscher (dessen Bezeichnung als Mario Pitcher mittlerweile korrekt ist) und Manager Hadmar Lang über den Start in die Regionalliga und die gestrigen Matches gesprochen.

Mario Pötscher kam im ersten Spiel überraschend zu seinem Pitchingdebut und durfte auch im zweiten Spiel ein bisschen Regionalligaluft auf 3rd Base schnuppern. Der Hietzinger spielte bereits in der Mowers Jugend und ist seit vergangenem Herbst wieder zu seinem Jugendverein gestoßen.

Frage: Mario, du hattest heute dein Pitchingdebut, wie wars aus deiner Sicht?
Mario: Ja, fürs erste mal war ich ganz zufrieden. Wunder kann man sich keine erwarten, hab ich mir auch nicht erwartet, aber im großen und ganzen hats eigentlich gepasst.
F: Wie waren die Gefühle am Mount vor dem ersten Pitch, hat die Nervosität überwiegt oder doch die Vorfreude?
M: Nervosität hat überwogen, das auf jeden Fall, bei Bases-Loaded, das bin ich nicht gewohnt, das erste mal am Mount gestanden, aber ja, es war ok.
F: Das zweite Spiel ging knapp verloren, vor dem möglichen Winning-Flyout im siebenten Inning, wie der Ball in der Luft war Richtung Left Field und Richtung Lionel Mace, was waren die Gedanken, vielleicht: „Ja das gewinnen wir!“ bzw. was waren die Gedanken, wie er den Ball nicht erreichen konnte?
M: Naja da kann man nichts machen, einmal gewinnt man einmal verliert man.
F: Sind die drei Leberkäsesemmeln schuld, die er zwischendurch gegessen hat, haben die ihn vielleicht verlangsamt?
M: Hahah, möglich wärs..

Auch Manager Hadmar Lang stellte sich nach den Spiel den knallharten Journalismus. Lang trainiert und formt das Team gemeinsam mit Chris Neumann nun seit mehreren Jahren erfolgreich. Der Aufstieg in die Regionalliga ist ein Beweis für die gute Arbeit mit dem Team.

Frage: Ersten zwei Spiele in der Regionalliga für deine Mannschaft, erstes Mercyrule, zweites knapp in Extrainnings verloren, wie ist das Fazit?
Hadmar: Ja, schade, zweites Spiel hätten wir sogar gewinnen können. Meine Erwartungen an die Mannschaft war durchaus, das wir in dieser Liga Spiele mithalten können, was wir auch gemacht haben. Wir gehören auf jeden Fall in die Regionalliga und ich hoffe, das wir in den nächsten Wochen auch ein paar Siege einfahren werden.
F: Trotzdem, zwei Niederlagen. Woran hats gelegen? Offensiv zu schwach oder zu viele Fehler in der Defensive?
H: Eigentlich sowohl als auch. Die Blue Bats sind halt doch ein Team, das letztes Jahr in der BBL gespielt hat. Wir sind auch vielleicht den Pitchingstaff noch nicht gewohnt, da muss sich die Mannschaft noch einstellen drauf und im Feld sind leider in ein paar kritischen Situationen ein paar Fehler passiert.
F: Im zweiten Spiel gab es eine minutenlange Unterbrechung, was war da los?
H: Unterschiedliche Meinungen, was passieren sollte, wenn eine Mannschaft in der falschen Schlagreihenfolge schlägt.
F: Letzte Frage, Saisonziele?
H: Uns gut schlagen…

Zusätzlich haben wir streng vertrauliche Stimmen aus der Abschlussbesprechung, welche normalerweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit nach dem Spielen abgehalten wird, so zusagen Abschlussbesprechungsleaks. Right Fielder Andi Chrastka mit einer ehrlichen und emotionalen Aussage zum Saisonauftakt:

„Wir müssen uns auf keinen Fall verstecken und haben zwei tolle Spiele gemacht, dafür das wir kein einziges Vorbereitungsmatch hatten und das erste mal 2017, noch dazu in der Regionalliga, so aufgetreten sind zeigt, das wir auf jeden Fall hier hingehören und nicht nur die Deppen aus der Landesliga sind, die für die anderen Teams nur Jausengegner sind. Wir haben eindeutig gezeigt, das man um gegen uns zu gewinnen mehr braucht, als man glaubt“

(Wortlaut nicht exakt wiedergegeben, auf Grund von Gedächtnislücken des Artikelschreibers, aber die Message ist die selbe)

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Off Season Report – 2kader17

Wenn Krankenpfleger, Studenten, Schüler, die halbe MA14, Großmarktangestellte, Schuldirektoren, Busfahrer, Kinderpädagogen und so weiter unter der sportlichen Leitung von Juristen und Statistikern um Stammplätze in der Line Up kämpfen, dann steht bei den Lawnmowers die Saison vor der Tür. Mit wem es die Mannschaft im kommenden Jahr in der Regionalliga Ost zu tun bekommen wissen wir mittlerweile (mehr dazu hier), also wird es höchste Zeit den Kader für 2017 vorzustellen:

#1 Lionel Mace LF, P
#2 Michel Fleck 2B, SS
#3 Thorsten Brei P
#5 Petra Goldova 2B, RF
#6 Luca von Ameln C
#7 Alexander Schroll 1B
#9 Philipp Sutanto C
#11 Michael Bittmann 3B, P
#13 Felix Ruess RF
#15 Rene Szeywerth 2B, RF
#19 Richard Bernato 2B, SS
#20 Peter Pratscher 3B, P
#21 Kilian Mace RF
#22 Clemens Hlawaty 2B, P
#45 Dan Rudl DH, P
#47 Marco Prusa SS, P
#52 Thomas Bertleff CF
#67 Andreas Chrastka 1B, RF
#69 Dietmar Ackerl
#85 Mario Pötscher 2B, P
#99 Robert Pawlin 2B

Eingspieltes Infield
Die großen Veränderungen im Spielpersonal bleiben, wie erwartet, aus. Thorsten Brei bleibt der Nummer 1 Pitcher der Mannschaft, Luca von Ameln wird auch in der Regionalliga hinter der Plate Platz nehmen und das mit großem Glück, denn bis vor einem Monat dachte der Berliner auf Grund einer schweren Schulterverletzung sogar an das Karriereende. Auch auf der 1st Base wartet mit Alexander Schroll keine große Überraschung. Im Middleinfield werden die Coaches Hadmar Lang und Chris Neumann künftig flexibler aufstellen können. Routinier Didi Ackerl kehrt nach einjähriger Verletzungspause zurück, womit mit Clemens Hlawaty, Marco Prusa, Richard Bernato, Michel Fleck und Neuzugang Mario Pötscher sechs Middleinfielder zu Verfügung stehen. Auch die 3rd Base hat das Coachingteam 2017 mit Peter Pratscher und Michael Bittmann wieder doppelt besetzt.

Bewährtes Outfield
Zum Left- und Centerfield gibt es wenig neues zu sagen, hier sind Lionel Mace und Thomas Bertleff seit acht Jahren nebeneinander gesetzt. Im Rightfield dürfte Andreas Chrastka letzte Saison mit guten Leistungen und gute Ergebnisse beim Schlagtraining die Poleposition von Rene Szeywerth übernommen haben.

Zu- und Abgänge
Nach einem Jahr Gastspiel bei den Mowers verlässt Gert Kalcher den Verein wieder. Dafür verzeichnet der Verein auch wieder zwei Zugänge. Mario Pötscher, der sich im abgelaufenen FedCup schon gegen Regionaliga-Teams bewiesen hat, wird wie bereits erwähnt das Middleinfield verstärken. Auch die ein oder andere zuversichtliche Pitchingeinheit hat der Hietzinger schon absolviert. Mit Kilian Mace, der jüngere Bruder von Lionel Mace und Präsidentensohn, steht endlich auch mal wieder eine Nachwuchshoffnung in den Startlöchern. Auch wenn der Weg in die Startaufstellung noch sehr weit ist, zeigt der 14 jährige große Ambitionen und Trainingswillen.

Neustart in der Regionalliga

Nach einer erfolgreichen Saison 2016 haben die Lawnmowers (als Erste des Grunddurchgangs und im Final Four ungeschlagen; dennoch als zweite aufgrund des fehlenden Spiels gegen die Vienna Cyclones) das Aufstiegsrecht gegen die Relegations-Kandidaten Vienna Bucks gewonnen. Somit werden die Lawnmowers 2017 erstmals seit 2008 wieder in der Regionalliga Ost antreten. Diese ist – aufgrund der Umstrukturierungen in der ABL/BBL – nun die zweithöchste Liga Österreichs.

Zum Einsatz kommt ein eingespieltes Team welches sich in den letzten Jahren gebildet hat und aus früheren Jugendspielern und Spielern die erst im Erwachsenenalter mit Baseball begonnen haben besteht. Für viele ist es das erste Mal in der Regionalliga. Einige ehemalige Jugendspieler haben zwar bereits vor 15 (!) Jahren in der Regionalliga kurzfristig geschnuppert (Andreas Chrastka, Mario Pötscher oder Alexander Schroll), der Großteil der Spieler hat aber erst in den letzten Jahren in der Landesliga Ost angefangen. Nur die alten Hasen Michel Fleck, Dan Rudl und Didi Ackerl konnten schon 1999 bis 2007/2008 viel Regionalliga-Erfahrung sammeln, haben nun aber bereits den jüngeren Spielern das Feld überlassen und sich teilweise zurückgezogen.

Zwar wird das Team eine der ältesten Lawnmowers-Mannschaften sein die bisher angetreten ist. Die große Spielerfahrung ist aber mit Sicherheit ein Vorteil um sich auf die schnelleren Pitcher in der Regionalliga einzustellen. Diesbezüglich haben sich die Mowers in den letzten Jahren auch in der Landesliga deutlich gesteigert. Immerhin hat sich der Level zwischen Landes- und Regionalliga in den letzten 10-15 Jahren deutlich verkleinert, insbesondere in der Landesliga Division A. Dass die Lawnmowers gut mit Regionalliga-Teams mithalten können haben neben dem Relegationsspiel gegen die Vienna Bucks auch die Spiele des Federation Cups Finale gegen die Regionalliga-Teams der Stock City Cubs und Piratas del Caribe gezeigt.

Als Gegner stehen den Lawnmowers großteils bereits aus der Vergangenheit bekannte Mannschaften gegenüber:

  • Schwechat Blue Bats: Aufgrund von Kaderengpässen und den weiten Distanzen in der Bundesliga haben sich die Schwechater entschlossen 2017 eine Ligaebene weiter unten anzutreten. Erste Spiele mit den Blue Bats 2 (2. Mannschaft) gab es bereits in den Saisonen 1997 bis 2000 (Landes- und Regionalliga). Danach wurde lange Zeit von 2007 bis 2012 in der Landesliga Ost B gegen die Schwechat Brewers (2. Mannschaft) gespielt.  Die zweite Mannschaft wurde danach aber aufgelöst. Die ehemalige Bundesliga-Mannschaft wird nun aber sicher ein hohes Niveau in die Regionalliga mitbringen.
  • Schremser Beers: 2004 und 2008 wurde gemeinsam in der Regionalliga gespielt. Das letzte Duell im Rahmen des LLO Final Four 2014 ging 1-15 an die Waldviertler. Die Schremser haben sich in den letzten Jahren weiter verjüngt und es kommen zunehmend auch (ehemalige) Spieler der Zwettler Originals zum Einsatz (die wir bereits aus Landesliga und Freundschaftsspielen kennen).
  • Rohrbach Crazy Geese: Zuletzt spielte man 2001-2004 in der Regionalliga gegen die erste Mannschaft der sympathischen Burgenländer. Dafür waren die Lawnmowers 2003-2009 sowie 2012-2013 im Rahmen der Landesliga regelmäßig zu Gast bei der zweiten Mannschaft der Geese. Die wesentlichen Akteure in der ersten Mannschaft haben sich zwar nicht wesentlich verändert. Dennoch darf man gespannt sein da der letzte Kontakt mit dem A-Team schon länger zurückliegt.
  • Vienna Mets: Bereits 2014 bis 2016 spielte man in der Landesliga auf die Vienna Bulldogs (zuletzt als Freudenau Mets) welche sich großteils aus dem gleichen Vienna Homerunners-Spielerpool rekrutieren wie die Vienna Mets. Auch davor gab es von 2002-2008 eine lange gemeinsame Phase in der Landesliga. Gegen die Regionalliga-Mannschaft gab es allerdings zuletzt 2006 bis 2008 Ligaspiele. In der Regionalliga kommt neben den Jugendspielern auch die zweite Reihe der ABL (neuerdings auch BLA) Mannschaft zum Einsatz. Dadurch schwankt zumeist auch die Spielstärke der Mannschaft – abhängig von den ABL-Spielen.
  • Piratas del Caribe: Neben dem Federation Cup Finale 2016 und sowie Freundschaftsspielen im Rahmen der Wiener Meisterschaft (2009-2012) gab es zuletzt 2009 eine gemeinsame Saison in der Landesliga.
  • Vienna Wanderers 2: Wie die Mets sind auch die Wanderers bereits seit geraumer Zeit Fixstarter in der Regionalliga. Somit liegen die letzten Ligaspiele schon seit 2008 zurück. Im Rahmen von Wiener Meisterschaften konnten immer wieder Spiele gegen die Wanderers ausgetragen werden, zumeist mit eindeutigem Ergebnis für die Wanderers. Wie auch bei den Mets wird die Spielstärke stark vom Einsatz der ersten Mannschaft abhängen.
  • Vienna Bucks: Neben dem Kontakt in der Relegation 2016 liegen die letzten Ligaspiele gegen die erste Mannschaft der Vienna Bucks bereits 9 Jahre zurück. Aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit, den Wiener Meisterschaften und den Ligaspielen gegen die Bucks 2 (2010-2011, 2014-2016) kennt man diese Mannschaft wohl so gut wie sonst kaum eine. Hätten die Vienna Cyclones ihr Aufstiegsrecht nutzen können, wären die Bucks gezwungen gewesen in der Landesliga anzutreten. Nun haben die Bucks aber eine Möglichkeit sind erneut in der Regionalliga zu etablieren.

Insgesamt liegt das Niveau der Regionalliga wohl deutlich höher als noch vor 10-15 Jahren. Insbesondere beim Pitching hat sich die jahrelange Jugendarbeit für die Großvereine bezahlt gemacht.

Die Lawnmowers haben bereits im Federation Cup bewiesen dass sie reif für die Regionalliga sind. Aber nur wenn sie ihr Können auch regelmäßig bei Spielen abrufen können bleibt auch die Chance auf den Klassenerhalt. Insofern erwartet die Lawnmowers eine spannende und herausfordernde Saison 2017!

Off Season Report – Ein Schloss?

Ende Jänner ist Generalversammlungszeit bei den Vienna Lawnmowers. Diese treten auch 2017 wieder als Lawnmowers und nicht wie alljährlich gefordert als „Mowers“ an. Es wurde viel geredet, viel abgestimmt und viel gegessen und die erste und größte Neuigkeit wollen wir nicht lange vorenthalten: Die Vienna Lawnmowers treten nächstes Jahr in der Regionalliga Ost an!!!

Sowohl der wiedergewählte Präsident Michel Fleck, als auch die sportliche Leitung, fanden nur positive Worte zum vergangenen Jahr 2016. Der Bericht des Kassiers Christian Neumann fiel dank zwei großzügiger Sponsoren (Lackdesign Roman Gold aka Petra Goldova und der Peter Pratscher Privatstiftung) positiv aus. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle. Die Rechnungsprüfer enthüllten den Kauf eines Schlosses von 1st Baseman Alex Schroll, schenkten dem Thema aber keine weitere Beachtung, denn so funktioniert Korruption nun mal. Rene Szeywerth meldete sich freiwillig zur Einteilung der Schiedsrichter und Scorer für die kommende Saison und geht damit als erster Vize-Präsident der auch etwas arbeitet in die Geschichte ein.

Nun aber zur Saison 2017: Wie erwähnt treten die Mowers in der RLO (Regionalliga Ost) an und treffen neben den aus der Relegation bekannten Vienna Bucks auf den letztjährigen FedCup Gegner Piratas del Caribe. Mit den Bundesligaabsteigern Blue Bats Schwechat und den Vienna Wanderers 2, Vienna Mets, Rohrbach Crazy Geese und den Beers aus Schrems warten kommende Saison einige große Kaliber auf die Under Armours, die sich aber motiviert zeigen. „Schlimmstenfalls steigen wir 2018 wieder ab“, so die allgemeine Meinung.

Zum Abschluss veröffentlichen wir noch die Top 4 Anträge, die schon vor der Generalversammlung abgelehnt wurde:

Antrag: Antrag bei der Ligasitzung auf Antragstellung bzgl. Regeländerung Strike Out Regel

Antragsteller: Michael Bittmann

Damit sich der Pechakt des 44-jährigen nicht wiederhole (19 Strike Outs in der Saison 2014) sehe er es als wünschenswert bei der Ligasitzung 2017 einen Antrag auf eine Regeländerung der Strike Out Regel zu stelle. „Die letzten 10 der Vorjahrsstatistik in punkto Strikeout-Häufigkeit sollten erst nach 6 Strikes out gecallt werden, um dadurch das Ego der Akteure nicht zu sehr zu verkleinern“. Unterstützung findet dieser Antrag beim letztjährigen Rekordhalter (15 Strike Outs) Lionel Mace: „Es ist sicher schwer umsetzbar, wäre aber eine süße Geste des Verbands.“

Antrag: Trainingsumfeldaktivitätserfassung

Antragsteller: Alexander Schroll

Nach dem gegenwärtig schon existierenden unverbindlichen Doodle-Anmeldesystem für die Hallentrainings der Vienna Lawnmowers wollte Statistikenthusiast und 1st Baseman Alex Schroll nun auch eine Erfassung der Aktivitäten rund um das Training für 2017 beantragen. Angegeben werden soll jeweils, welches Outfit welcher Spieler beim Training tragen wird, und was er in den Trainingspausen zu sich nimmt. „Hört sich komplizierter an als es sein würde“, meint der Seestädter, „denn die allseits beliebten Bananen und Mandarinen könnten als Obst zu einem Punkt zusammen gefasst werden, was die Auswertung vereinfacht und übersichtlicher macht“. Auch soll es eine eigene Anmeldung der Toilettenpausen geben, wo sich die Spieler vorab eintragen müssen, bzw. schöner ausgedrückt dürfen, zwischen welchen Übungen sie das WC benutzten wollen und für wie lange sie dafür brauchen, der entsprechende Doodle sei schon vorbereitet. Auch diese Daten würden dann selbstverständlich auf der Statistikseite der Homepage veröffentlicht werden. „Ein Haufen Statistiken also“, so der Kommentar von Schrolls Backup Andi Chrastka.

Antrag: Anti-Mobbing-Antrag

Antragsteller: Thomas Bertleff

Auf Grund des letztjährigen Vorfalls bei der Generalversammlung, wodurch der Antragsteller von mehreren Parteien am Tisch verächtliche Blicke und Sprüche ernten musste, wegen seiner exotischen und nicht zuletzt gar wiederwertigen Speiseauswahl des Hauptganges, soll dieser Antrag nun vor solch speisetechnischistischen Akten schützten. „Ich bin probiere gerne fremde Speisen aus, muss man dafür noch Monate später in diversen Off Season Reports gemobbt werden?“, so Bertleff den Tränen nahe (Anm. der Redaktion: Dieses Jahr trank er übrigens einen Jasmintee hähähä). Auch Luca von Ameln, der 2016 einen halben Liter Soda Zitron verschüttete kann diesem Antrag nur zustimmen: „Ich distanziere mich ganz klar von Mobbing auf Grund von Essens- und Trinkens- Vorkommnissen und hoffe, das der 2017 neugewählte Mobbingbeauftragte wieder mehr Wert auf die klassische Hänselmethodik, wie das Verarschen auf Grund von Aussehen und/oder seltsamen Verhalten, legen wird“.

Antrag: Mehr Redefreiheit während Spielzügen

Antragsteller: Michel Fleck

Hadmar Lang stellte mit der Saison 2014/2015 ganz klar fest, dass während Spielzügen das Reden und Blödeln im Match zu unterlassen sei. Der Präsident fühlt sich in dieser Weise stark eingeschränkt: „Seit ich Baseball spiele hab ich immer geredet, bzw. seit ich reden kann. Die Sprache und das was ich mit ihr ausdrücken kann, ist mir viel wert. Ich erreiche Menschen und…“. Das Coachingteam ist hingegen… „Aja was ich noch sagen wollte ist, dass meine Blödelein und dergleichen einige meiner Mitspieler eh nicht so viel ablenken, und mich selber schon gar nicht. Ich weiß nicht, was der Hadmar hat. Errors passieren ja sowieso, wieso darf man dann nicht dabei lachen?“. So viel dazu, das Coachingteam ist hingegen der Ansicht das Konzentration während des Werfens und Fangens oberste Priorität haben sollte, wodurch dieser Antrag ebenfalls in den Mistkübel wanderte.

Übrigens wurde gestern im ABF über einen neuen Namen der neuen höchsten Spielklasse diskutiert und abgestimmt. Nach der Zusammenlegung und Eingliederung der BBL (Baseball Bundesliga) in die ABL (Austrian Baseball League) heißt diese nun nicht mehr ABL sondern BLA (Baseball League Austria). Da war man sehr erfinderisch unterwegs, wie es scheint. Die Namensverhandlungen haben laut einer seriösen Quelle, die es wirklich gibt, vielleicht, bis spät in die Nacht gedauert. Die Ligasitzung der RLO (Regionalliga Ost) steht noch an, wer weiß, vielleicht spielen die Mowers 2017 nicht in der RLO sondern in der ORL…