Off Season Report – von Ameln bis Zednik

Normalerweise wären wir jetzt in der finalen Phase der Saisonvorbereitung. Mittlerweile traditionell wird zu dieser Zeit der Kader im Off Season Report vorgestellt, das darf auch im fünften Jahr des OSR nicht fehlen. Aktuelle Erfahrungswerte vom Training bleiben logischerweise aus.

Infield

Dicht an dicht stünden die inneren Feldler beieinander, wenn man alle gleichzeitig aufstellen würde. Da aber nur vier Positionen zu vergeben sind, gab es bei der Line Up Gestaltung letzte Saison oft sogar ein Luxusproblem. Wem aufstellen? Raunzen auf ganz hohen Niveau, wenn man bedenkt, das vor gar nicht all zu langer Zeit viele auf ungewohnten Positionen aushelfen musste. Auf der Fist Base wechseln sich Alex Schroll und Daniel „Jelly“ Jelencsits ab und schräg gegenüber auf der dritten Base tun das Michi Bittmann und Wolfgang Köhler. Im Middleinfield sind die Mowers ganz besonders qualitativ stark besetzt. Zweifacher Landesliga MVP Clemens Hlawaty, Ex-Nachwuchs Nationalspieler Marco Prusa, Vize-Nachwuchslandesmeister Moritz Bammer, Lawnmowers Legende/Rekordspieler Didi Ackerl und Junior Highschool Talent Jaryd Mercer. Gänsehäufel…äh…Gänsehaut, das sch**** dich an, wenn man das so liest oder? Die Fünf sind sowohl auf 2nd Base, wie auf Short Stop flexibel einsetzbar, wobei es natürlich persönliche Präferenzen unter den Spielern gibt.

Outfield

Zwei Gold Gloves gingen letztes Jahr ins Outfield der Mowers. Die drei Outfield Gold Gloves erleben allerdings dieses Jahr in der LLO eine Reform, was deren Wert nach oben kurbeln soll, weil sie schwerer zu erreichen sein werden. Left-, Center und Rightfielder werden dazu in einen Topf geworfen. Es wird nur noch Awards für die drei besten Outfielder geben, wurscht welcher Position. Sei es, wie es sei. Wir brauchen eigentlich keine Trophäen, um die Qualität unserer Flyballpflücker zu unterstreichen. Großteils souverän arrgierten diese über die Saison hinweg und lieferten vor allem in den Playoffspielen gegen die schlagstarken Cyclones geschlossen fehlerlos ab. Das Fundament dort weit, weit draußen bilden seit über einem Jahrzehnt das Duo Thomase Bertleff und Lionel Mace. Da beide aber Berufe, mit Wochenenddiensten ausüben, ist ein breiter Back Up Staff hier ganz besonders wichtig. Der flexible Rene Szeywerth hat oft bewiesen, das er im Outfield die Fäden ziehen kann und auch unerfahrene Leute mitreißen kann. Hinzu kommt eine ganze Horde „junger“ „Wilder“, wie Klaus Zednik oder auch Dario Krajnovic. Ein Comeback des langzeitverletzten Andi Chrastka ist ebenso angekündigt. Also fix ist, ein gegnerischer, weiter Flyball wird keineswegs sorgenlos seinen Weg Richtung Rasen finden können.

Pitcher

So breit, wie letzte Saison, war das Sortiment an Pitchern bei den Lawnmowers schon lange nicht mehr. Sechs unterschiedliche Werfer, plus ein karibischer Leihpitcher, in nur einer halben Saison. Platz 3 am Ende zeugt von der Qualität am Mount. Das alles wird es dieses Jahr auch brauchen. Mit 18 Spielen an neun Spieltagen ist diese Spielzeit mehr als doppelt so lang, wie 2020. Clemens Hlawaty und Michael Bittmann zählen schon seit mehreren Saisonen als wichtige Stützen am Hügel. Mit Moritz Bammer und Daniel Jelencsits haben zwei weitere Kandidaten für längere Einsätze aufgezeigt. Die fehlenden Trainingsmonate werden sich leider auf kaum einer anderen Position, wie beim Pitcher so bemerkbar machen. Da kann man nur Hoffen, das unseren Hauptkanoniere das Schießpulver nicht ausgegangen ist.

Catcher

Luca von Ameln. Mit diesen drei Wörtern wäre diese Position bis vor einem guten Jahr noch mehr als ausreichend beschrieben gewesen. Gleich vier weitere Spieler hockelten neben dem Gold Glove Gewinner in der LLO 2020 hinter der Plate umadum. Speziell als die Haupthockler von Ameln und Sutanto verletzt ausgefallen sind, hat Rene Szeywerth bewiesen, das er eine wertvolle Option darstellt und auch Rookie Wolfgang Köhler hat bei seinen ersten Auftritten in der Plastikrüstung eine gute Figur gemacht. Für Letzteren wäre das Pitcher-Catcher-Training in der Halle so wichtig gewesen. Aber wäre, dere, Fahrradkätte 😛 bringt halt nichts. Es ist halt jetzt so. Summa summarum sind die Lawnmowers auch auf diesem Posten gut aufgestellt.

Offense

Das Rezept in der Schlagreihenfolge wird wohl nur wenig geändert. Es hat geschmeckt. Als Lead Off Hitter wird meist wohl wieder Jaryd Mercer bruzzeln. Der 19-Jährige kommt fast immer auf Base und hat im Laufe der Saison Clemens Hlawaty nach Jahren den Job „geklaut“. Der schlägt taktisch gesehen nämlich sogar besser als Nummer 2, denn er schlägt zu gut, da ist es schade, wenn nicht schon einer auf Base wäre. Dahinter Lionel Mace, also gleich drei starke Baserunner rühren kräftig um. Es folgt die geballte Battingpower. Bittmann, Bertleff, Prusa, Schroll, von Ameln oder Köhler. Denen will kein Ball nachts in einer zwielichtigen Seitengasse begegnen, die lassen nichts anbrennen. Dann wieder bisserl Qualität und Geschwindigkeit auf den Bases. Eine Hand voll Ackerl oder wenn´s ein bisserl mediterraner sein darf, a wengerl Krajnovic. Zum Abschluss wieder kräftige Zutaten aus Meidling oder Laakirchen. Ein Tropfen Zednik, Chrastka, eventuell auch was Britisches, rundet die Line Up ab. Da kann man nichts falsch machen. Den anschließenden Win genießt man am besten mit einem kühlen Bier.

Teammanagement

Durch die Landesliga wird das Team vorraussichtlich auch 2021 wieder von Alexander Schroll, unter Assitenz von Lionel Mace und Michel Fleck, geführt. Die Trainingsleitung, sobald es wieder ein Training geben wird, übernehmen Michael Bittmann (Outdoor) und Michel Fleck (Indoor), sowie erfahrene Spieler. Eventuelle Änderungen hier zu könnte es gegebenenfalls noch im Zuge der Generalversammlung nächsten Freiag geben.

Zu- und Abgänge

Catcher Philipp Sutanto startete hoffnungsvoll und motiviert 2020 einen Comebackversuch. Kam allerdings nur auf einen Einsatz hinter der Plate, bei welchem er sich einen doppelten Bruch im Finger zuzog und somit für die restliche, gekürzte Saison ausfiel. Beruflichbedingt verlässt er die Mowers nach nur einem Jahr vorerst wieder. Seine Rückennummer 9 bleibt auf seinem Wunsch aber weiterhin reserviert für das dritte Comeback. Auch Christoph Stelzer beendet seine noch ganz frische Karriere, bleibt aber als Fan dem Verein treu. Seinen Abang kompensiert Quereinsteiger Florian Aschauer. Der 35-Jährige heuerte im Herbst bei den Lawnmowers an. Er zeigt speziell mit einem großen Maß an Einsatz und Bereitschaft auf, was in der langen trainingslosen Zeit einen sehr positiven Eindruck hinterlässt. Weiters versuchte sich bei einigen Trainings Ramu Kraut im Baseballsport. Ob dieser sich jedoch dem Verein anschließen wird, wird sich im Frühling zeigen. Ebenso steht es um die Personalie Marc-Daniel Corpuz. Die einstige Nachwuchshoffnung hat zumindest angekündigt 2021 nach Bundesheer und Bänderiss wieder durchzustarten. Kilian Mace hat hingegen im Winter angekündigt eine Pause vom Baseball einzulegen, um sich voll aufs Maturajahr konzentrieren zu können. Bei Spielermangel ist er jedoch auf Abruf bereit. Das Infield verstärkt ab dieser Saison Elijah Crowder. Der Amerika aus Alabama spielte die vergangen Jahre bei der zweiten Mannschaft der Homerunners in der Regionalliga und bringt somit viel Erfahrung mit.

Roster 2021

1Lione MaceOF
2Michel FleckIF/OF/C
3Elijah CrowderIF
4Dario KrajnovicOF
5Petra GoldovaOF
6Luca von AmelnC
7Alexander SchrollIF
11Michael BittmannIF/P
12Marc-Daniel CorpuzOF
15Rene SzeywerthOF/C
17Klaus ZednikOF
20Peter PratscherIF/P
22Clemens HlawatyIF/P
24Moritz BammerIF/P
27Florian AschauerOF
45Dan RudlIF/OF/P
47Marco PrusaIF
52Thomas BertleffOF
56Peter GriffithsOF
67Andreas ChrastkaOF
69Dietmar AckerlIF
73Wolfgang KöhlerIF/C
98Daniel JelencsitsIF/P
99Jaryd MercerIF
Vienna Lawnmowers – Vienna Lawnmowers Baseball Club