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Off Season Report – Trainingslager Hysterie

Seit 31.3.20 steht es also fest, das Trainingslager der Mowers in Wels im April fällt – wie so vieles zurzeit – dem Coronavirus zum Opfer. Lawnmowers und Trainingslager, das ist so eine Sache. Aus den Gründerjahren heraus fand um das Osterwochenende herum ein mehrtätiges Trainingslager statt. Eine Tradition, ja gar eine Hysterie, nur auf einmal verschwand diese Tradition. In den darauffolgenden Jahren war das Osterwochenende mehrmals Schauplatz der Wiener Liga bzw. der Wiener Meisterschaften, an denen die Lawnmowers seit nun knapp 9 Jahren schon nicht mehr beiwohnen. Das Osterwochenende gehört seit dem den Familien. Aber reißen wir das Tatranky von Anfang an auf bzw. holen wir uns noch schnell eine Käsekrainer vom Automaten, je nach dem zu welcher Generation ihr gehört 😛

Mlade Buky – frei bzw. falsch übersetzt: Der Anfang

Mlade Buky. Über Mlade Buky muss man glaube ich nicht mehr viele Worte verlieren. Zeitzeugen erinnern sich verstört zurück und eifrige Leser diverser Off Season Reports sollte dieser legendäre Ort des Baseballs mittlerweile ein Begriff sein. 1998 verschlug es unseren damals noch so jungen Verein erstmals ins Riesengebirge, an die tschechisch-polnische Grenze oder wie aus manchen Reisetagebüchern herauszulesen ist: Das Walhalla jedes (tschechischen) Baseballspielers, der Ort an dem die Luftschutzsirene vor Flugbällen warnt. Unter frantistischer Leitung wurden die jungen Mowers wie Rohdiamanten bearbeitet, geflext bzw. gelfleckst, geschliffen, geh schiffen (hä?), poliert und bebiert (= Verb, bed.: mit Bier befüllt) und nicht zuletzt, von bissigen Kettenhunden bis in den Traum verfolgt. Ein voller Erfolg, darum ist es auch keine Überraschung, das Omas Ford Taunus auch in den drei darauffolgenden Jahren die Fahrt nach Tschechien nicht erspart blieb. Nach 2001 war dann ausgezongt mit Mlade Buky. Der Pächter Wechsel des Horsky Hotels, der – nach vier Jahren kann man das so sagen – Osterresidenz der Lawnmowers, war da aber mit unter nur einer der Gründe.

Capital City

Nach vier Jahren auserhalb jeglicher Zivilisation brauchten die Lawnmowers also einen Tapetenwechsel. Tschechien – oder wie man (nur noch in Meidling) sagt: die Tschechei oder so mancher Mower auch: die Tschecherei – blieb uns aber noch erhalten. Es ging in die Metropole, Praha stand auf dem Reiseplan. Morgenliche Läufe fanden nun nicht mehr vorbei an Bauernhöfen mit blutrünstigen Bestien statt sondern über eine Müllhalde, na ob das besser war? Trainiert wurde gleich neben dem Trainingsgelände von Spart Prag, bei „Sokol Krc“. Dieser Base-/Softballverein besitzt eine riesige, aus mehreren Base- und Softballfeldern bestehende Anlage, samt Flutlicht, Tribünen, Restaurant und Spieler- sowie Umpirekabinen (!). Ein echtes „Feld unserer feuchten Träume“. An den Abenden wurde das Prager Nachtleben mehr oder weniger unsicher gemacht, etwas abwechslungsreicher als eine Ecke im Horsky Hotel Mlade Bukys, aber teammäßig nicht optimal. So wurde bemängelt, das das Team sich in Grüppchen spaltete und wenig miteinander unternommen hat. Nach zwei Jahren waren die Gastauftritte in der tschechischen Hauptstadt dann auch wieder vorbei.

Ab in den Süden

2004 und 2005 versuchten die Verantwortlichen es mal mit einem Trainingslager in Österreich. Graz schien hierfür der perfekte Ort. Ein Fehler im ersten Jahr war, dass das Team nicht geschlossen in einer Unterkunft untergebracht war, wodurch der Teamgeist auf der A2 blieb. Auch im zweiten Jahr in der steirischen Landeshauptstadt lief nicht alles nach Plan. Auch die Beteiligung und Begeisterung erfreute sich im Verein nicht mehr der Beliebtheit. Fuhren in Prag noch 22 Spieler mit, waren es in Graz schon 10 weniger, obwohl die Lawnmowers zu dieser Zeit mit zwei Mannschaften und sämtlichen Jugendalterklassen zu den drei größten Vereinen in Wien zählte. 2006 war Anfangs noch der Plan wieder ins Ausland zu gehen. Mit den Linz Bandits und den Gramastetten Highlanders war ein gemeinsames Trainingscamp in Italien geplant, aber nur geplant und damit das vorläufige Ende der Trainingslager Hysterie bei den Vienna Lawnmowers.

Nichts, nada

Neun Jahre sind verstrichen. Die Lawnmowers haben sich in dieser Zeit verändert. Zurück zum Ursprung. Die Expansion ist implodiert, die Jugendarbeit längst aufgegen. Nur noch ein Landesligateam. Aber dafür ein Erfolgreiches mit einem sehr starken Spirit. Coach Hadmar Lang stellte Anfang 2014 die Weichen für den Sieg im Grunddurchgang, was davor 2012 schon und dann auch 2016 geLang. Dieses Jahr, eben 2014, veranstaltete er ein, naja Mini-Trainingslager. Zwei Tage in Stockerau. Genau strukturiert und durchgeplant. Es machte den Spielern sichtlich Spaß, denn außer ein paar Wenigen war der Kader von damals noch nie mehrere Tage am Stück beisammen. Verletze gab es keine, also zumindest bei den Spielern. Der Coach duellierte sich in der Mittagspause mit der Pitchingmaschine und musste anschließend ins Krankenhaus nach Korneuburg, aber alles halb so wild.

Wels 2019

Fünf Jahre später übernahm Lionel Mace, der ab 2015 schon mehrere Teamevents veranstaltet hatte, die Verantwortung und brachte über den Winter ein Trainingslagervorhaben ins Spiel. Es wurde akribisch ausgearbeitet, nichts dem Zufall überlassen. Anfang April ging es für 14 Männer drei Tage nach Oberösterreich, in die Messe- und Baseballstadt Wels und das erstmals in der Vereinsgeschichte per Reisebus. Ein voller Erfolg. Hotel, Training, Match, Stimmung, Volksfest, Go Card, Mama Lauda, für alles war gesorgt. Kalter Angstschweiß am Morgen, diese Tradition aus Mlade Buky blieb auch hier erhalten. Nur halt nicht beim Lauf zum Platz, – vorbei am eh scho Wiss´n – sondern beim Frühstück, wenn man sich die letzte Scheibe Speck vom Buffet geangelt hatte, direkt neben einer gewaltigen Erscheinung von einem Mädel in Form einer Mixed Martial Arts Juniorennationalteamkämpferin mit leeren Magen, die Diese eigentlich gerne gemampft hätte. Männer sind furchtbar stark, aber sie wäre stärker. Es war dies übrigens das zehnte und bis dato auch letzte Trainingslager der Mowers, denn auch für 2020 war zwar Wels wieder als Austragungsort geplant. Die Teilnehmer waren auch bereits angemeldet, Zimmer und Feld standen quasi schon bereit, ja…nur dann kam Corona….

Trainingslager der Lawnmowers

Off Season Report – Ballpark Odyssee

In Wien gibt es zwei ABL-Teams, die Vienna Wanderers und die Vienna Metrostars, mit Farmteams, Softballmannschaften und Nachwuchsmannschaften in allen Altersklassen, mit den Piratas del Caribe ein Bundesliga Team und dann die drei Landesliga Teams: Die Vienna Bucks, die Vienna Cyclones und nicht zuletzt uns, die Vienna Lawnmowers. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Slow Pitch Softballmannschaften. Die Baseballszene der Hauptstadt ist mittlerweile gut integriert, hat aber ein ernsthaftes Platzproblem, denn für all diese Mannschaften bleiben nur ganz wenige Spots für Trainingszeiten und auch die Spielplangestaltung ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Das Problem: Es gibt nur zwei Baseballfelder, die Spenadlwiese und die Freudenau. Der sehnliche Wunsch eines eigenen Ballparks bleibt im Prinzip allen Mannschaften verwehrt…

Die späten 90er in Liesing

Ein eigenes Trainingsgelände, das war zu Gründungszeiten schon der Wunsch der Lawnmowers. Man Schlug die Zelte damals in Liesing auf, im sogenannten Überschwemmungsgebiet der Liesing zwischen Inzersdorf und Alterlaa. Wobei Trainingsgelände eher ein großzügiger Ausdruck zu sein scheint. Es war eine von Unkraut übersehte Wiese. Keine Schuppen für Material, nur eine Parkbank und einer kläglicher Versuch einen Mount aufzuschütten. In der Wiese hatte man es über die Monate immerhin geschafft, durch anslide Versuche zu den Bases einigermaßen ein Infield zu erahnen. Da es sich aber um eine öffentliche Wiese handelte und daraus nie ein richtiger Baseballplatz werden würde, wurde der erste „Ballpark“ der Lawnmowers schließlich aufgegeben.

Kaderschmiede Papstwiese

Die Erwachsenen wechselten auf die richtigen Baseballplätze Wiens. Das „Nachwuchsleistungszentrum“ wurde jedoch weiterhin auf einer öffentlichen Wiese aufgebaut. Auf der Papstwiese im Donaupark erlernten u.a. die späteren MVPs Clemens Hlawaty und Lionel Mace ihr Handwerk. Da man auch hier stets mit Hunden, Fußballern und sonstigen Störfaktoren den Trainingsplatz teilen musste, war dieser Zustand aber auch nur temporär. Das Hauptkriterium waren halt die Kosten, es gab keine.

Homebase Freudenau

Auf Grund der Entwicklung und der Umstände ist es nicht verwunderlich, das die Lawnmowers einen richtigen Heimplatz gar nicht haben. Der Verein gleicht in gewisserweise einen Nomadenvolk. Ein Großteil der Heimspiele wird seit Beginn in der Freudenau ausgetragen. Oftmals wurde auch Rannersdorf oder sogar Traiskirchen als Ausweichplatz gemietet, auf Grund der geringeren Kosten. Trainiert wurde viele Jahre auf der Spenadlwiese. Logistisch gesehen ein schwieriges Unterfangen, Jede Woche mussten Schläger, Helme, Bälle, Catcherausrüstung usw. zwischen den beiden Orten hin und her transportiert werden. Seit ein paar Jahren wird nun auch auf der Freudenau das Training abgehalten. Man hat sich im letzten Jahr nun etwas geleistet und einen eigenen Materialschuppen, das sogenannte Clubhaus, aufgebaut. Immerhin ein Hauch von Heimatgefühl. Ein großes ABER ist aber immer noch die hohe Platzmiete, was neben den Mowers auch die Vienna Bucks dazu getrieben hat, wenn möglich keine Heimspiele mehr auszutragen. Man hat nur Kosten und aber keine Einnahmen, wie durch eine eigene Kantine, wie es auf den Ballparks in den Bundesländern gang und gebe ist.

Der eigene Ballpark?

Das Gedankenspiel oder der Wunsch nach einen eigenen Ballpark nur für die Lawnmowers spukt natürlich immer wieder in den Köpfen herum. Vor vielen Jahren schien sich hierzu auch wirklich was zu entwickeln. Ein geplantes Sportzentrum in Eßling, den östlichsten Bezirksteil Donaustadts, bat sich als die passende Lösung an. Diese Pläne versumperten aber sang- und klanglos in irgendeiner Schreibtischlade. Es gibt zwar teilweise Platz für einen Platz. Nördlich der Donau und in östlichen Teilen Simmerings sind einige brachliegende Felder/alte Industrieflächen, die nur darauf warten einer ansehnlicheren Nutzung nachzukommen. Das Hauptproblem ist allerdings sicher die Anschaffung, wo Kosten zwischen 50.000 und 100.000€ anfallen dürften. Allein für den Ankauf. Einen Baseballplatz darauf zu zaubern würde dann nochmal sicher 25.000€ verschlingen und dieses abartige Summe an Geld ist nie und nimmer vorhanden. Zwei kleinere Probleme gibt es da auch noch. Ein kleiner Landesligaverein kann mit großen Bauwerbern nicht mithalten und selbst wenn, ist das Grundstück dann so abgelegen und so schlecht an die Stadt angebunden, das es vermutlich wenig Attraktivität hätte für viele Spieler dort – am A.d.W. – zu trainieren. Zuschauerzahlen für einen Kantinenbetrieb (dessen Aufbau erneut viel Geld kostet) wären sowieso nicht gegeben.

Feld der Träume

Jänner 2021. Präsident Michel Fleck unterschreibt den Kaufvertrag für den neuen Ballpark. Ein Investor, Dietrich Stronach oder so, der sich für kleine Vereine in Randsportarten stark macht war es, der diesen Ball gepitcht hat. Der neue Ballpark in der Bertlgasse? wird neben einer Kantine und Gardaroben mit Duschen auch über einen kleinen Besprächungsraum/Büro verfügen.

Oktober 2021. Die Rohbauarbeiten der Baufirmen für das Clubhaus der Lawnmowers ist fertig. Die Vereinsmitglieder nutzen jede freie Minute um in eherenamtlicher Hilfe dem Bau Farbe und Innenleben zu verleihen. „Ich mach oben jetzt Blau!“, ruft Andi Chrastka von der Leiter hinunter, was auch immer er damit meint. Peter Pratscher in seinen Element: „Gehört noch was betoniert?…Nein?…Beton!?…Na, geh…“, Alex Schroll kreist wärendessen mit dem Rasenmähtraktor über das künftige Outfield. Dario Krajnovic, Peter Griffiths und Rene Szeywerth stampfen cm² für cm² des Infield Unterbaus nieder: „Geh Oasch!“, während Clemens Hlawaty sich mit Petra Goldova genüsslich die Extrawurstsemmeln teilen, was Hund Eddy aus den Dornbusch und Chris Neumann aus dem Scorerhäuschen hervorlockt.

April 2022. Freitag. Abendsonne. Didi Ackerl und Dan Rudl heizen kindisch blödelnd den Griller an. Kilian Mace, Marco Prusa und Wolfgang Köhler ziehen mit Kalk in Perfektionsarbeit die Linien und das Lawnmowers-Logo auf das Feld. Michel Fleck schraubt fachmännisch die letzten Schrauben der Anzeigetafelschutzabdeckung an. Daniel Jelencsits hält die Leiter: „Brauchst noch eine Schraube?“, „Nein…warte…(eine Schraube fällt runter)..Ja!“. Thomas Bertleff kommt gerade vom Metro zurück. Eine Lawnmowerskette trägt den Kantineneinkauf von seinem Auto Richtung Klubhaus. Die fleißigen Spielerfrauen richten sich ihren Arbeitsplatz her in dem sie g´schaftig einteilen, wo was hin- und dann wieder hergetragen werden soll, woraufhin Moritz Bammer erstmal ein Zipfer anreisst. Lionel Mace tüftelt noch im Büro an Design und Preisen für die Speisekarte, daneben sitzt Michi Bittmann und testet die Sprechanlage mit einem Best-Of seiner bekannten/deppaten Sprüchen. Luca von Ameln putzt in deutscher Gründlichkeit noch die Fotos der LM-Wall of Fame und schickt den armen Christoph Stelzer schon das dritte Mal frisches Wasser holen, damit Morgen auch alles passt. Das große Eröffnungsspiel gegen die Marchfeld Oidas (die neue Mannschaft von Thorsten Brei). Sogar die Bezirkszeitung hat sich angekündigt. Marc Corpuz und Klaus Zednik pumpem sich darum im Outfield noch etwas (mehr) auf, damit man im Fotofall eine gute Figur macht. Der Rest lässt sich langsam um den Griller nieder. Die Erschöpfung ist groß, aber der Stolz noch größer. Die Bierdosen zischen und die Mowers blicken verträumt auf die Sonne, die jetzt langsam über dem Frantisek-Rudl-Field unter geht.

Off Season Report – Rückblick mit Aussicht

Solltet ihr, liebe Leser, es noch nicht mit bekommen haben, das Hallentraining der Lawnmowers und damit der wesentlichste Teil der Saisonvorbereitung hat auf Grund eines neuartigen Viruses und nach Empfehlungen und Beschlüssen von Stadt Wien, ABF und letztlich dem Vereinsvorstand ein apruptes Ende genommen und alle Termine bis vorraussichtlich 1. April abgesagt. (Stand: 14. März). Damit wollen wir aber nicht länger auf diese Thema eingehen, da man dem zurzeit eh nirgends entkommen kann. Im Off Season Report blicken wir optimistisch in die Zukunft und zufrieden auf die vergangenen Monate zurück.

Der Lawnmower ist ja prinzipiell ein optimistischer Zeitgenosse. Naja, außer wenn die Wettervorhersage nicht so gut ist („Des Spiel wird nix, mein App sagt Regen“ ~ Andreas Chrastka, immer) oder wenn der Starting Pitcher schnell ausschaut („Ui, der Pitcher wirft mir zu schnell“ ~ Marco Prusa, auch eigentlich immer), ok ja, der Lawnmower ist vielleicht nicht in jeder Situation der große Optimist, aber er ist stets gut gelaunt. („Ich liebe dieses Team, wir geh´n grad unter, aber es ist grad so lustig!“ ~ Clemens Hlawaty, während einer verherenden Niederlage 2018) und diese gute Laune lassen wir uns nicht verderben. Also heben wir die Ratschen und blicken wir auf das bisher in der Vorbereitung Geleistete.

Anfang November startete das Hallentraining in der alt erwürdigen Volksschulhalle am Wienerberg. Das Brot war längst verschimmelt, der Spalt mit dem Seidentuch verkittet, überhaupt war vieles anders. Der 15A fährt nicht mehr zur U4, der 67er heißt 11er und „Wer sind denn eigentlich diese ganzen Leute?“ , dachte sich ein Jeder. Die Vorbereitung begann gleich mit fünf Neuzugängen, was eine gewisse Aufbruchsstimmung aufkommen ließ. Die erste Stunde jedes Trainings wurde fleißig dem Pitching gewidmet. Speziell Daniel „Jellyfish“ Jelencsits, Kilian „Killerfish“ Mace und Neuzugang Moritz „hat noch keinen Spitznamen, das muss sich noch ändern“ Bammer machten da mit soliden Trainingsleistungen auf sich aufmerksam.

Dannach wurde für eine halbe Stunde zu einer fast vergessenen Praxis gegriffen, um spielerisch die Ausdauer des eher unsportlichen Landesliga Baseballers zu fördern: Das Brettspiel. Wer es nicht kennt: Es ist nicht kompleziert, wird in zwei Mannschaften gespielt, ab und zu schreit einer „Brettversuch!“ oder „Phu, ob das der Hadmar auch so sehen würde?“. Wenn dann alle vom Brettspiel ausgepowert waren, standen Sprints an, eine Reihenfolge, die im Mittelalter als zu harte Foltermethodik galt und erst später von diversen US-Geheimdiensten gegen Terrorverdächtige angewandt wurde und eben zur körperlichen Ertüchtigung bei den Mowers. Anschließen wurde geworfen, geschlagen und mit diversen Übungen das Können der Mannschaft weiterentwickelt. Neben den üblichen Trainingsleitern Michel Fleck und Michi Bittmann übernahmen auch die Jungen Clemens Hlawaty und Lionel Mace ein paar Mal die Verantwortung für die Einheit. Ziel aller war es, diesen großen Kader mit unterschiedlichsten Charakteren zu einer funktionierenden Mannschaft zu formen und das hat rückblickend auch funktioniert. Ein Revival erlebte diesen Winter die Übung mit dem sogenannten Kreis der Schande, kurz KdS. Eine simple Wurfübung in Verbindung mit simplen Mobbing. Zusammengefasst: sehr simpel!

Nun sind wir aber in dieser speziellen Zwangspause, doch die Zuversicht ist auf jeden Fall (noch) da, das wir am 10. Mai wie geplant – außer Andi sein Wetter App sagt: „Regen“ – in die Landesliga Saison 2020 starten können und eines könnt ihr, ihr die treuen Leser des Off Season Report, glauben: Wir haben alle miteinander richtig Lust, diese Mannschaft endlich in Aktion zu erleben. Wir haben es zwar nicht nachgeprüft, aber wir haben vermutlich den breitesten Kader der heurigen Landesligisten, wenn man die Farmteams nur auf die LLO-Mannschaft reduziert. 22 Spieler lang ist die Liste an einsetzbaren Spielern, die Manager Michel Fleck heuer zu Verfügung hat. Eine völlig neue, jedoch positive Situation, war bekanntlich die Belegschaft im Dugout die letzten Jahre eher mager beinander. Blicken wir also abschließend noch auf den Roster der Vienna Lawnmowers 2020. Damit er noch größer wirkt, haben wir Pitcher und Catcher zusätzlich extra aufgelistet 😉 .

INFIELDER

#7 Alexander Schroll AUT L/L 0.326

#11 Michael Bittmann AUT R/R 0.289

#17 Klaus Zednik AUT R/R –

#20 Peter Pratscher AUT R/R 0.267

#22 Clemens Hlawaty AUT R/R 0.512

#24 Moritz Bammer AUT R/R –

#47 Marco Prusa AUT R/R 0.391

#69 Dietmar Ackerl AUT R/R 0.308

#73 Wolfgang Köhler AUT R/R –

#98 Daniel Jelencsits AUT R/R 0.000

OUTFIELDER

#1 Lionel Mace AUT L/R 0.400

#4 Dario Krajnovic CRO R/R 0.227

#5 Petra Goldova CZE R/R 0.000

#12 Marc-Daniel Corpuz AUT R/R 0.000

#15 Rene Szeywerth AUT R/R 0.386

#21 Kilian Mace AUT R/R 0.000

#28 Christoph Stelzer AUT R/R –

#45 Dan Rudl AUT SH/R 0.000

#52 Thomas Bertleff AUT R/R 0.471

#56 Peter Griffiths GBR R/R –

#67 Andreas Chrastka AUT R/R 0.000

PITCHER

#11 Michael Bittmann AUT ERA 11.74

#20 Peter Pratscher AUT ERA 8.18

#21 Kilian Mace AUT ERA 31.50

#22 Clemens Hlawaty AUT ERA 8.01

#24 Moritz Bammer AUT –

#98 Daniel Jelencsits AUT ERA 7.80

CATCHER

#6 Luca von Ameln GER R/R 0.417

#15 Rene Szeywerth AUT R/R 0.386

#73 Wolfgang Köhler AUT R/R –

FUNKTIONÄRE

#0 Christian Neumann AUT Vorstandsmitglied

#2 Michel Fleck AUT Präsident & Manager

Einen Abgang gab es diesen Winter leider zu verzeichnen. Alexander Hackl musste verletzungsbedingt seine Karriere nach nur zwei Saisonen beenden. Die Schulter wollte nicht mehr mitmachen, sodass ohne Operation nur noch das Karriereende als Alternative geblieben ist. Alles Gute Hackl noch einmal an dieser Stelle. Aber um diesen OSR mit einer guten Nachricht zu beenden: Beim letzten Training v. C. (vor Corona) kam ein weiterer potenzieller Neuzugang, ein gewisser Marco, zum Probetraining. Gut möglich, das bis zum Saisonauftakt der Kader um einen Namen erweitert wird. Ein Hoch auf den Bertl´schen Banner 😛

Trainingsabsage!

„Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation hat der Vorstand einstimmig beschlossen, das offizielle Mannschaftstraining vorerst bis voraussichtlich 01. April 2020 auszusetzen. Ende März wird über das weitere Vorgehen entschieden.“

in Vertretung des Präsidenten,

Rene Szeywerth

Vize-Präsident

Vienna Lawnmowers BC

Off Season Report – Alles Spielplan

Er ist notwendig, komplex und für die Ligaverantwortlichen immer wieder eine Herausforderung. Der Spielplan der Landesliga Ost. Der diesjährige Spielplan, zumindest die vorläufige Version, hat dank der guten Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Regionalliga Ost schon durchschnittlich früh seine Veröffentlichung zelebriert. Er ist das Ergebnis von sechs stündiger Detailarbeit um 24 Dreiertuniere an 16 Wochenenden unterzubringen.

Aber wie entsteht so ein Spielplan eigentlich?

Mitte bis Ende Jänner finden nach und nach die einzelnen Ligasitzungen statt, wo die Mannschaftsverantwortlichen und Ligaverantwortlichen zusammenkommen, um über den Ligaverlauf des Vorjahres zu reflektieren und sich schlussendlich darauf einigen, wie die Liga im kommenden Jahr ablaufen soll. Damit ist einmal der Modus geklärt. In der LLO heißt das wie gewohnt, dass der Grunddurchgang in Dreiertunieren gespielt wird. Jeder Mannschaft spielt gegen jede andere Mannschaft je ein Hin- und Rückspiel und ist daher auf dem Papier gleich oft Home- als auch Awayteam. Damit nicht schon schwierig genug, kommt es zum komplexe Teil der Planung. Viele Faktoren müssen nun bei der Terminierung berücksichtigt werden. Zuerst müssen die Spielpläne der oberen beiden Ligen, der Austrian Baseball League und der Regionalliga Ost bekanntgegeben werden. In der LLO spielen einige Farmteams, welche ihre 1.Mannschaft teils in der BLA, teils in der RLO oder wie die Mets sogar in beiden Ligen haben, was wegen personellen Problemen (Umps, Coaches oder auch Kantine) berücksichtigt werden muss. Weiters haben die BLA und RLO Spielpläne auch auf die Platzverfügbarkeit Einfluss. Z.B. können in Wiener Neustadt, Traiskirchen und Stockerau nicht gespielt werden, wenn dort die 1.Mannschaft spielt, die oberen Ligen haben Vorrang. In Wien ist die Platzverfügbarkeit mit nur zwei Ballparks sowieso sehr rar, wodurch hier die LLO nur auf die „Restplatzbörse“ zugreifen kann. Einzig die Red Devils und Danube Titans haben einen eigenen Ballpark, welcher von keiner anderen Mannschaft und Liga genutzt wird, immerhin ein kleine Erleichterung *durchschnauf*. Weitere Einflüsse sind die Sperrtermine der Teams, also Termine, an denen jetzt schon feststeht, dass der Verein auf Grund der Spielerverfügbarkeit keine Mannschaft zusammen bringt, beispielsweise bei Vereinsfeiern, Trainingslagern, Nachwuchs Europameisterschaften, Urlaubszeit, usw.. Dieses Jahr waren es übrigens genau 100 zu berücksichtigende Sperrtermine. Danach kommt der Feinschliff. Etwa Wünsche, die Fahrkilometer gerechter zu verteilen und die Heimtermine nach den Vorlieben der Vereine zu verteilen. Die Lawnmowers und Bucks etwa, legen nicht wirklich Wert auf Heimtuniere, da sie nur hohe Platzmieten zu bezahlen haben. Im Gegensatz zu den Vereinen in NÖ, die neben keiner Miete durch die Kantinenarbeit sogar ein Plus schreiben. Feingeschliffen und auf Hochglanz poliert ist er, der Spielplan, dann also fertig.

Ein Streifzug durch den Mowers Spielplan:

Der Ligaauftakt findet dieses Jahr eine Woche nach Ostern statt, allerdings noch ohne Lawnmowers Beteiligung, da diese die Woche darauf noch auf Saisonvorberitungswochenende in Wels residieren. Drei Wochen nach dem Auftakt haben die Mowers dann ihren Season Opener in Stockerau, wo sie ihr erstes Spiel gegen die Stock City Cubs II bestreiten. Im Anschlussspiel kommt es zum Aufeinandertreffen mit den Red Devils und damit nicht nur gegen Ex-Mower-Pitcher Greg Gains sondern Gerüchten nach auch gegen einen zweiten Ex-Mower-Pitcher: Thorsten Brei (2008-2017 und somit knapp 10 Jahre für die Lawnmowers am Mount). Weiter geht es Schlag auf Schlag um möglichst viele Spieltermine vor der Urlaubssaison durchzubringen. Am 3.Spieltag geht es erstmals in Wien ans Schlagholz (Fans, euer Moment, hinkommen und anfeuern 😉 ). Mitte Juni führt der Spielplan die Blues in den hohen Norden. Altweitra-Unserfrau ruft die Wiener zum Auswärtsspiel am Hells Gate, die legendären Autofahrten dort hin sind fast einen eigenen Off-Season-Report wert. Der Abschluss des Grunddruchgangs findet für die Lawnmowers am 2.August in der Freudenau statt. Play Offs sind zurzeit für Anfang September geplant, kommt aber auf die jeweilige Platzierung an.

  • 10.5. Stockerau (11:00 Cubs, 13:30 Red Devils)
  • 17.5. Wr. Neustadt (11:00 Diving Ducks, 13:30 Cyclones)
  • 21.5. Wien-Freudenau (11:00 Mets, 13:30 Grasshoppers)
  • 6.6. Traiskirchen (11:00 Grasshoppers, 13:30 Titans)
  • 11.6. Stockerau (11:00 Cubs, 13:30 Bucks)
  • 27.6. Wr. Neustadt (11:00 Ducks, 13:30 Bucks)
  • 18.7. Weitra (11:00 Red Devils, 13:30 Titans)
  • 2.8. Wien-Freudenau (11:00 Cyclones, 13:30 Mets) Änderungen vorbehalten.

Off Season Report – Xiao Long Bao

Wirtschaftsforum in Davos, Hahnenkammrennen in Kitzbühel, Ligasitzung der Landesliga Ost und natürlich Generalversammlung der Vienna Lawnmowers. Was für ein Samstag!

ABF Office, 14:00. Matthias Mayer stand gerade offiziell als Kitzbühel Sieger fest, da eröffnete der Ligaverantwortliche der Landesliga Ost Alexander Schroll pünktlich die Ligasitzung 2020. Viel gibt es hiervon allerdings nicht zu berichten, denn die Lawnmowers spielen wieder gegen die selben Mannschaften wie auch 2019. Auch der Modus des Grunddurchgangs, mit Deiertunieren im 7 Inningsformat und je einen Hin- und Rückspiel bleibt unverändert. Eine Neuerung gibt es allerdingsbei den Play Offs. Die Mannschaftsvertreter der Vereine, für die Lawnmowers in Person von Lionel Mace, tüftelten und einigten sich dann auf eine sogenannte Double-Elimination, was sich nicht nur cool anhört, sondern auch die Spannung in den Finaltunieren erhöhen soll. Dabei spielen die Plätze 1 und 2 (Spiel A) gegeneinander und die Plätze 3 und 4 (Spiel B). Der Verlierer von A und der Gewinner von B spielen dann eine Zwischenrunde (Spiel C). Am zweiten Playoff Tag spielen dann die Verlierer von B und C im kleinen Finale um Platz 3. Die Gewinner von A und C spielen abschließend das Finalspiel der Landesliga Ost, womit im letzten Spiel der Saison der Meister 2020 ermittelt wird. Selber Modus gilt für die Plätze 5 bis 8. Sonst gibt es nicht wirklich erwähnenswerte Änderungen. Mannschaften 2020: Danube Titans, Freudenau Mets, Stock City Cubs II, Traiskirchen Grasshoppers II, Vienna Bucks, Vienna Cyclones, Vienna Lawnmowers, Woodquarter Red Devils, Wr. Neustadt Diving Ducks. Ab 2021 gibt es eventuell zwei weitere Mannschaften. Die Blue Bats aus Schwechat und die Dirty Sox aus Graz haben vorsichtig angekündigt nächstes Jahr je eine Landesliga Mannschaft zu stellen, bis dahin fahren aber noch viele 1er zur Hauptalle hinunter.

Woktime, 19:32. Erstmals seit knapp 10 Jahren fand die Generalversammlung nicht beim „Me-Lie“ in Favoriten statt. Der wurde schlicht zu klein. Daher wich man auf den etwas größeren Chinesen in der Perfektastraße aus. Zurecht, denn mit 17 Stimmberechtigen wurde es selbst dort kuschelig. Nach dem von sämtliche Kellnerinnen die Kugelschreibern ausgeborgt/gefladert wurden, eröffnete der Präsident Suppe schlürfend die Versammlung. Neu bei Woktime: Es gibt ein all you can eat Buffet, das heißt, wenn man einen umstrittenen Antrag zu stellen hatte, konnte man das schnell durchbringen, wenn die Gegenstimmenden gerade essen holen waren. Die Chance für Alex Schroll auf die Unbenennung des Vereins, doch der Antrag blieb überaschend aus. Personel gab es keine Wechsel. Der Vorstand und die Rechnungsprüfer blieben unverändert, was bei Neuzugang Moritz Bammer für Unverständnis sorgte: „Wie kann man einen Vize Präsidenten wählen, der net amoi mit uns duscht?“, gutes Argument, Rene Szeywerth durfte dennoch seinen Job behalten. Darauf ein Teigtascherl, *schmatz*. Chris Neumann referierte wie eh und je routiniert über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins, musste sich davor allerdings vorstellen, denn die Hälfte der aktuellen Mannschaft kannte ihn noch gar nicht. Er selbst zückte dannach das Smartphone und recherchierte mit Hilfe des letzten Off Season Report, wer denn da aller Neues sitzt.

Weiter im Protokoll: Die Mitgliedsbeiträge und Beitrittsgebühren blieben unverändert. Anschließend wurde von der Ligassitzung berichtet und der Spielmodus den Neuzugängen näher gebracht. Nach einer weiteren Klo und Buffetpause wurden die Events für 2020 vorgestellt. Bekannterweise findet nach dem letztjährigen Erfolg wieder ein Trainingslager in Wels statt, wofür sich erfreulicherweise 14 Spieler angemeldet haben. Das Sozialmediabudget wird aufgelöst und ins Trainingslagerbudget gesteckt. (Wir sind inzwischen zum Nachspeisenbuffet übergegangen.) Ein Blue Generation Day ist wieder in Planung, nach dem dieser sang und klanglos 2019 in Wasser gefallen ist, aber mit einem neuen Konzept, welches noch in Ausarbeitung ist. Auch eine Mannschafts-Tour abseits des Baseball ist wieder im Gespräch.

Viele Intressenten haben sich für einen teaminternen Regelkurs ausgesprochen. Michel Fleck entstaubte kurzerhand seine Lizenz als Kursleiter des Wiener Landesverbandes und prahlte stolz: „Kein Problem, ich hab eh eine Schule…“. Noch in den nächsten Monaten wird in der Abendschule Baseball, mit abschließender Prüfung unterrichtet.

Für den Sager des Abends sorgte abermals Rene Szeywerth, welcher anscheinend nur zum Saufen da war: „Entschuldigen, da muss ma eh nix essen?“ fragte er die Kellnerin, welche nun auf Grund der Frage und der schlechten Meidling-Kenntnisse nur verwirrt, rat- und sprachlos im Raum stand.

Ein großes „Dankeschön“ gibt es abschließend noch auszusprechen: Peter Pratscher bzw. Bitfly leistete auch heuer wieder ein sehr wertvolles Sponsoring und das obwohl er Nachwuchs- und Arbeitsbedingt nur noch sehr selten selbst am Baseballplatz anzutreffen ist. Einfach nur: DANKE. Eine Runde Pflaumenwein auf dich Peter!

Internationales Testspiel fixiert

Genau 100 Tage vor dem „Play Ball“ Ruf war es offiziell: Im Zuge des diesjährigen Trainingslagers von 24. bis 26. April in der Oberösterreichischen Stadt Wels treten die Vienna Lawnmowers erstmals seit über 15 Jahren wieder in einen internationalen Testspiel an, denn am Samstag den 25.April sind die Passau Beavers zu Gast im Sportzentrum Wels-Wimpassing. Die Mannschaft aus der bayrischen Landesklasse Ost wurde 1989 gegründet, wie es in einer Univeritätsstadt wie Passau kaum anders kann, aus einer Gruppierung von BWL- und Jurastudenten, welche in den 80er Jahren den exotischen Sport in die Dreiflüssestadt bringen wollten. Nach ein paar schwierigen Saisonen, in denen der Spielbetrieb sogar eingestellt werden musste, kam es 2005 zum Wiederaufbau des Vereins. 2011 gelang sogar der Aufstieg in die Landesliga und 2016 wäre der sportliche Aufstieg in die Bayernliga möglich gewesen, dies scheiterte jedoch an der geforderten Infrastruktur für den Passauer Ballpark. Nebenbei wurde großen Wert auf die Jugendarbeit gelegt und mit Arbeitsgemeinschaften mit Volksschulen ein erfolgreiches Konzept erarbeitet. Mittlerweile nicht mehr wegzudenken sind immer eine Anzahl Jung-Beavers im Bayrischen Schülerlandeskader.

Wir freuen uns jedenfalls schon auf die Partie, welche gleichzeitig der Startschuss für die Saison 2020 sein wird. Ein zweites Testspiel für Sonntag den 26.April ist ebenfalls geplant, hier wird es möglicherweise zu einem Wiedersehen mit den frisch gekürten Regionalliga Mitte Meister, den  Centurions Wels, geben.

Off Season Report – Kaderzuwachs

Und da schaut die Lawnmowers-Welt doch schon wieder ganz anders aus. Nach monatelangen Kadersorgen und Spielermangel dürfte sich (man will es nicht verschreien) die Medaille gewendet haben. Sechs ganze und ein halber Neuzugänge können wir mit Ende des abgelaufenen Jahres 2019 zu Buche schreiben. Mehrere Homepage und Facebook Aufrufe und die Investition in zwei Banner an unserer Heimstätte haben sich offenbar bezahlt gemacht, aber der Reihe nach.

Schon Anfang der Saison kamen mit Dario Krajnovic und Daniel Jelencsits (der ist der Halbe) die ersten beiden „Neuerwerbungen“ in der Freudenau an. Während Krajnovic als Quereinsteiger zur Mannschaft kam, ist Jelencsits kein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Simmeringer durchwanderte die komplette Mowers Jugend, kam dann nach einer Pause zurück und spielte von 2009 bis 2010 zwei Saisonen für die Lawnmowers. Ein weiterer potenzieller Neuzugang verletzte sich bei den ersten Trainings leider schwer und schied gleich wieder aus dem Kader aus.

Mit Herbstbeginn stand mit Wolfgang Köhler ein weiterer Quereinsteiger auf der Matte. Und das gleich im wahrsten Sinne des Wortes, denn nach nur wenigen Trainingseinheiten bekam er beim Mittleren Playoff gleich seine ersten Einsätze. Kurze Zeit später stießen Peter Griffiths und Moritz Bammer hinzu. Während der Brite Griffiths aus der Eishockey Szene kommt und neu im Baseball ist, ist der Oberösterreicher Bammer trotz seiner 21 Jahre fast schon ein Routinier und wird in der kommenden Saison für die Mowers auch am Mount stehen.

Quasi mit Jahresende dieses „geburtsstraken“ Jahrgangs meldeten sich noch Christoph Stelzer und Klaus Zednik zum Probetraining an, womit nun sieben Spieler mehr als noch im Jahr zuvor mit 11.1. in die Vorbereitung auf die kommende Landesliga Saison starten. Die Hoffnungen und die Erwartungen sind relativ groß, machen unsere Neuen beim Training bisher einen motivierten und ehrgeizigen Eindruck. Der Vorfreude auf die Saison, welche in knapp vier Monaten startet sind somit jetzt schon keine Grenzen gesetzt!

Das sind die Neuen*:

4 Dario Krajnovic

  • Nationalität: Kroatien
  • Bisherige Vereine: keine Vereine (wir haben als Jugendlicher in meiner Heimat im Park Baseball gespielt, aber ohne Trainer.)
  • Position: Outfield
  • Die #4 weil…: …ich die Nummer bei meinen ersten Spiel von euch bekommen habe, ich wollte sie dann behalten.
  • Zu den Mowers weil…: …ich öfters beim Laufen im Prater Typen in blauen Hemden Baseball spielen gesehen habe. Ich hab recherchiert und eine E-Mail geschickt und bin dann dem Verein beigetreten.
  • Der erste Eindruck: Die Leute wissen, was sie tun. Das Schlagen hat mir extrem viel Spaß gemacht.
  • Ziele für 2020: Werfen, Fangen und Base Running verbessern. In der Reihenfolge.

17 Klaus Zednik

  • Nationalität: Österreich
  • Bisherige Vereine: Mödling Basket Dragons (Basketball)
  • Position: keine Ahnung
  • Die #17 weil…: …ich die schon immer hatte.
  • Zu den Mowers weil…: …ich beim Ballpark Freudenau den Banner gesehen habe.
  • Der erste Eindruck: Super Truppe, macht Spaß!
  • Ziele für 2020: In einem regulären Spiel am Feld stehen.

24 Moritz Bammer

  • Nationalität: Österreich
  • Bisherige Vereine: Athletics Baseball Attnang-Puchheim (2x U13 Vize-Staatsmeister)
  • Position: Pitcher
  • Die #24 weil…: Die hab ich früher schon immer gehabt. Vermutlich weil meine Hausnummer in OÖ die 24 war.
  • Zu den Mowers weil…: Ich hab auf der ABF Homepage nach Vereinen in Wien in der Landesliga gesucht und die Lawnmowers haben am leiwandsten gewirkt.
  • Der erste Eindruck: Gute Moral im Team. Viel Spaß bei der Sache. So wie es sein soll!
  • Ziele für 2020: ERA unter 5,00 .Battingaverageüber 0.250.

28 Christoph Stelzer

  • Nationalität: Österreich
  • Bisherige Vereine: keine
  • Position: Keine Ahnung
  • Die #28 weil…: kein besonderer Grund
  • Zu den Mowers weil…: …ich beim Ballpark Freudenau den Banner gesehen habe.
  • Der erste Eindruck: Sehr intensiv und gut.
  • Ziele für 2020: Baseball spielen zu lernen.

56 Peter Griffiths

  • Nationalität: Großbritanien/Ungarn
  • Bisherige Vereine: keine
  • Position: Outfield vielleicht.
  • Die #56 weil…: Meine Adresse ist Nummer 5, meine Wohnungstür Nummer 6.
  • Zu den Mowers weil…: Von den Teams die ich im Internet gefunden habe, war „Lawnmowers“ der lustigste Name.
  • Der erste Eindruck: Ich mag das Training. Es ist gut strukturiert. Ich schwitze viel und lerne die Technik.
  • Ziele für 2020: Schlag- und Wurftechnik erlernen.

73 Wolfgang Köhler

  • Nationalität: Österreich
  • Bisherige Vereine: keine
  • Position: Mein Wunsch ist eine Infieldposition.
  • Die #73 weil…: Laut Sheldon Cooper (Big Bang Theory) ist die 73 die beste Zahl.
  • Zu den Mowers weil…: Ich bin über den Didi (Anm. Ackerl) zum Training gekommen.
  • Der erste Eindruck: Super Training, super Mitspieler. Leider ist mein Körper älter als ich geglaubt habe. 😛
  • Ziele für 2020: Das Spiel und seine Regeln besser verstehen zu lernen.

*Jelencsits als Comback-And-Againer zählt offiziell nicht als vollwertiger Neuzugang, wenn eher als vollbärtiger Neuzugang, aber wenn sich Stimmen erheben und zu fordern/argumentieren beginnen, bekommt auch er diesen Fragebogen. 😛

Off Season Report – Brei’sche Pitcherlücke geschlossen?

Frühling 2008. Ein junger motivierter Neuling aus dem nördlichen Marchfeld heuert bei den Lawnmowers an. Nach ersten Auftritten in der Landesligamannschaft (damals Lawnmowers II) erkennt Vereinspräsident Michel Fleck schnell sein potential und befördert den Neuzugang in die Regionalliga zur 1.Mannschaft. Doch er will mehr und er kann mehr. Nach einen seiner ersten Matches zeigt der danach vor dem Dugout, das er von Natur die Gabe hat, Bälle in die Strikezone zu werfen und nach mehreren Monaten harten Training mit teils unüblichen Trainingsmethoden mit Eisenkugeln in der Tiefgarage entwickelt er sich zum unverzichtbaren Nummer 1 Pitcher der Mowers für nahezu die nächsten zehn Jahre: Thorsten Brei.

Man muss es so ehrlich sagen. Ohne ihm wären die erfolgreichen Jahre zwischen 2011 und 2017 nicht so erfolgreich verlaufen. Ein Baseballteam braucht einen konstant-guten Pitcher. Thorsten kam, pitchte und ging wieder. Spieltag für Spieltag. „Ein Match pitcht eh der Thorsten“, so die Antwort auf die Frage, ob denn eh genug Pitcher zum nächsten Double Header kommen würden. Doch im nachhinein betrachtet lag genau dabei der Fehler. Die Pitcher der zweiten Reihe kamen eventuell zu wenig zum Einsatz um Matchpraxis zu sammeln und so kam es nach dem Rücktritt von Thorsten Brei zum sogenannten „Marcel-Hirscher-Effekt“. Außer Clemens Hlawaty brachten es zwar viele auf teils gute Leistungen, aber in letzter Instanz fehlte stets die Konstanz, die Erfahrung und die Nerven souverän über die vollen sieben Innings zu gehen.Fazit: Das Pitcheraufgebot muss breiter werden, dann liegt es nicht immer nur an einer Person, sondern es gibt genügend Back Ups. . Die Bemühungen die Brei´sche Pitcherlücke endlich geschlossen zu bekommen geht jetzt gerade jeden Samstag am Wienerberg in die Vollendung über. Neben den alt bekannten Clemens Hlawaty, Marco Prusa, Peter Pratscher und Michael Bittmann, füllen drei potentielle Kandidaten den Pitcherstand auf.

Clemens Hlawaty Nummer 1 Pitcher der Mowers seit Breis Abgang steht fast immer für gute, lange Leistungen. Er hatte bisher aber stets den Druck ein Match über die volle Distanz pitchen zu müssen.

Marco Prusa: Marcos größter Feind am Mound ist er selbst. Wenn der Kopf mitspielt bringt er das was er kann.

Peter Pratscher Peter hat öfters seine Klasse bewiesen. Doch mittlerweile fehlt ihm das Training. Wenn er regelmäßig trainiert ist er eine verlässliche Stütze am Mound.

Michael Bittmann Trainingseinsatz und Wille sind bei ihm keineswegs zu hinterfragen. Leider macht er sich seine Leistungen oft selbst kaputt in dem er sich zu sehr über die Strike Zone beschwert oder ablenken lässt und so komplett raus kommt.

Daniel Jelencsits Die Überraschung der Saison, der Comebacker des Jahres. Beim Wintertraining wirft er einfach so seine Strikes, als hätte er nie was anderes gemacht. Ein heißer Kandidat für 2020!

Moritz Brammer Der Oberösterreicher pitchte schon in der Jugend der Attnang Athletics und hat das bis heute nicht verlernt. Mit viel Power und Potential wird er das Pitching der Mowers nächste Saison bereichern.

Kilian Mace Auch unser Teamküken zeigt beim Hallentraining auf. Die Zone passt, jetzt muss nur noch das Selbstvertrauen kommen, dann ist der 16 Jährige bestimmt für mehr Einsätze zu gebrauchen.

Adventgedicht – 2019 Edition

Wenn der Kellner Peters Ripperl bringt,

die Petra nach Tequilla winkt,

der Luca davon zu viel trinkt,

und danach Karaoke singt,

Didi dazu im Backround tanzt,

abgeht, abshaket und auch schranzt.

Dann sei euch nur eins gesagt,

es nähert sich der eine Tag,

an dem sie dort zusammen sitzen,

Essen, Trinken – Rene tut schwitzen.

Tradition Jahr ein, Jahr aus,

da gibt man gerne einen aus.

Knapp 30 Leute sind wir heuer,

das ausgeben wird schon etwas teuer.

Warum so viele dieses Jahr?

Frisches Fleisch ist endlich da!

Jelly, Wolfi, Peter, Moritz, Dario

drum reicht der Tisch schon bis aufs Klo.

Es zieht uns wieder ins Bräu hinein,

zu dreißigst im Packerl? Einfach nein!

Die Runde ist groß, die Stimmung toll,

Ahm…darauf reimt sich Alex Schroll.

Nach dem Bräu ist noch nicht Schluss,

weil die erste Kerze brennen muss.

Die Nacht wird lang, die Nacht wird Lauda,

Bis die Socken riechen wie abg´rennter Gouda!

Die Mowers wünschen besinnliche Zeit,

das ihr glücklich und zufrieden seid.

Das Gedicht endet wie die Saison begann:

Wann ist ein Mann ein Mann!

Vienna Lawnmowers Baseballclub