Autor: Lionel Mace

Split zum Auftakt

Erster Spieltag der Lawnmowers in der neuen Saison der Landesliga Ost und gleich zum Start das überhaupt allererste Spiel auf der ausgebauten Freudenau. In der ersten Begegnung warteten die Titelfavoriten aus dem Waldviertel – die Schremser Beers – auf die Mowers. Im Abendspiel kam es dann zum Aufeinandertreffen mit der nach einem Jahr Pause wiedereingeführten dritten Mannschaft der Metrostars. Vormals Freudenau Mets, noch vormalser Vienna Bulldogs.

14:00 – Vienna Lawnmowers vs. Schremser Beers

Line Up: #4 Krajnovic RF (>LF), #1 Mace LF (#10 Terkl RF), #52 Bertleff CF, #6 von Ameln C, #69 Ackerl SS, #24 Bammer 3B, #15 Szeywerth 2B (#22 Hlawaty 2B), #3 Crowder 1B, #45 Rudl DH ; #98 Jelencsits P

Mit Glockenschlag 2 Uhr stand mit Dario Krajnovic erstmals ein Rightfielder dort, wo noch nie ein Rightfielder vor ihm gestanden ist, dort wo vor einem halben Jahr noch ein Hügel war und es ertönte die Worte, auf die man die ganze Off Season hin gefiebert hatte: „Play Ball!“ Es zeichnete sich von Beginn an ein spannendes Spiel auf Augenhöhe ab. Daniel Jelencsits, sowie der Pitcher der Waldviertler mussten kaum Hits einstecken, was auch am starken Defensivverhalten beider Mannschaften lag. Die Mowers konnten durch einen sowohl auf 3rd Base, als auch in der Offense überzeugend aufspielenden Moritz Bammer im zweiten Inning 1-0 in Führung gehen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich war es erneut Bammer der die Wiener 2-1 in Front brachte. Bis zum fünften Inning zeigten beide Teams keine Blöße. Es blieb spannend und es schien, als würde das Team als Verlierer vom Platz gehen, dem der erste Fehler in der Defense passieren würde. Zwischenzeitlich zeigte DH Dan Rudl, das man auch mit frischen 48 Jahren noch einen Ball gegen den Leftfieldzaun dreschen kann – das wäre letztes Jahr auf Grund des Zwischenzaunes übrigens noch ein Home Run gewesen. Auch die restliche Battery der Mowers zeigte sich zwar schlagfreudig – kaum bis gar keine Strike Outs – aber die Schläge kamen nur selten über das Infield hinaus. Dann waren die Niederösterreicher auf einmal oben auf. Ein kurzzeitiges Nervenflattern von Rene Szeywerth: „Ah, verdammt!“, und einige Hits der Beers brachten die Gäste Mitte des fünften Innings in Front. Die Mowers mussten einen 4-9 Rückstand hinterherjagen. Und taten dies! Im sechsten Inning starteten die Wiener eine Two-Out-Ralley. Der Pitcher der Schremser wurde noch getauscht. Dennoch kam ein Mower nach dem anderen auf Base. Nach einen Hit des heute starken Lead Off Hitters Krajnovic waren die Bases gefüllt. Der davor für Szeywerth eingewechselte Clemens Hlawaty als Tying Run auf 3rd Base und Elijah Crowder Winning Run auf 2nd Base: „F***, I’m the Winning Run, but I can not run!“ Wolfgang Terkl am Schlag. Da hätte er berühmt werden können. Doch der Rookie konnte die Niederlage im letzten Moment nicht abwenden. Auf Grund der Zeitbegrenzung wurde das Spiel nach diesem nervenaufreibenden sechsten Inning für beendet erklärt.

Endstand: 8-9

19:00 – Vienna Lawnmowers vs. Vienna Metrostars 3

Line Up: #1 Mace 2B, #52 Bertleff CF, #6 von Ameln DH, #69 Ackerl SS, #15 Szeywerth C, #34 Tseng LF (#4 Krajnovic LF), #98 Jelencsits 3B, #3 Crowder 1B, #17 Zednik RF (#10 Terkl RF)

Nach der Premiere für die neue Freudenau, kam es gleich zu den nächsten Premieren. Das erste Flutlichtspiel auf der neuen Freudenau, der Ersteinsatz von Neuzugang Augustin Tseng und die vermutlich auffallendste Neuerung: Die Lawnmowers spielen nach 25 Saisonen erstmals nicht in ihren gewohnten blauen Jerseys! Gegen die ebenfalls in blau spielenden Metrostars wurden sie also eingeweiht. Er hatte einen Traum. Die neuen, weißen Ausweichtrikots wurde angelegt und erzeugten Ekstase unter den Spielern. „Die schauen auf einmal alle ganz anders aus! Du stehst neben wem, mit dem du seit gefühlt 100 Jahren zusammenspielst und fragst dich ‚Wer is des?‘.“ Dieses Spektakel ließ sich auch der im Publikum erschienene Peter Pratscher freilich nicht entgehen. Baseball gespielt wurde dann auch. Moritz Bammer nahm die persönlichen Erfolgserlebnisse des Beersspiel mit auf den Mound und pitchte überzeugend mit harten Fastballs und gefinkelten Breaking Pitches. Eine kleine Überraschung hatte sich Manager Alex Schroll für die 2nd Base überlegt. Anstatt des gesundheitlich angeschlagenen Clemens Hlawaty stellte er Lionel Mace auf diese Position, der diese allerdings ganz gut bekleidete, jedoch Shortstop Didi Ackerl „beim Sturm der Base“ ein gelbes Angstlackerl als Souvenir an das Zusammenspiel im Middleinfield ins zur Gänze weiße Gewand ludeln ließ, vermutlich. Debütant Tseng machte seine Sache ordentlich. 3 At Bats, 2 Base on Balls und 1 Hit, so sein Arbeitsnachweis. Die Defense agierte alles in allem fehlerlos. Ganz stark auch die beiden Corners Crowder und Jelencsits, aber auch die Offense kam endlich ein wenig in Fahrt. Schöne Hits von Luca von Ameln, Daniel Jelencsits und dem eingewechselten Dario Krajnovic. Die Mowers konnten Inning um Inning die Führung ausbauen. Im sechsten Inning stand es schließlich 12-3 für die blauen Mannen in weiß und Daniel Jelencsits als Runner auf 3rd Base bereit den Run zum Mercy Rule Sieg Heim zu bringen. Clemens Hlawaty kommentierte den Run bereits in die Cola Flasche als Elijah Crowder zum Schlag ausholte, den Ball ins Outfield katapultierte, dieser zwar gefangen wurde – bisher alles wie vor kommentiert – der angekündigte Tag Up vom Simmeringer blieb jedoch aus: „Hopala.“ Beim nächsten Wild Pitch nahm der Jelly from the Block dann aber die Beine in die Hand. „Und jetzt geht er, jetzt geht er.“…. „Save, Ballgame!“

Endstand: 13-3

Weißer Rauch stieg zum Flutlicht auf, was entweder einen neuen Pabst bedeutet oder das – zur Freude vieler – auch um 21 Uhr der Griller noch voll im Betrieb war. Ein durchaus erfolgreicher Saisonauftakt für die Lawnmowers, welcher anschließend bei der Kantine bei Burger, Bier und einen Turnsackerl voll Kronkorken für „die Flecks!“ seinen gemütlichen Ausklang fand. In zwei Wochen geht es dann weiter im Spielplan. Am 29.Mai treffen die Mowers auf der Spenadlwiese auf die Vienna Bucks und die zweite Mannschaft der Stock City Cubs. Wenn bis dahin auch das Schlagpensum erhöht werden kann, stehen die Zeichen gut für Royalblau – und nun manchmal auch G(l)anzweiß.

14.5.22 – Lawnmowers erstmals in der Vereinsgeschichte in weiß.

Saisonauftakt ´22 – Die Stimmen

Ich freu mich auf die neue Saison, auch wenn die Vorbereitung darauf durchwachsen war. Leider hat uns das Wetter beim Trainingslager einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber für den Zusammenhalt im Team war das Wochenende dennoch wichtig. Beim Freilufttraining hat sich die Trainingsanwesenheit leider noch in Grenzen gehalten. Die ersten Spiele werden also zeigen, wie weit die Mannschaft schon eingespielt ist.

Clemens Hlawaty

Bitte eine Saison ohne begrochenen Knochen und Gelenke.

Dario Krajnovic

Großes Ziel ist, keine Spiele mehr absagen zu müssen!

Luca von Ameln

The last four weeks sitting on my ass watching MLB is about to pay off.

Elijah Crowder

Ein einstelliger Tabellenplatz ist Pflicht!

Lionel Mace

Nach dieser Off Season ist definitiv alles möglich!

Andreas Chrastka

Off Season Report – Frühjahrsboten

Für alle, die sich hier und jetzt einen fachkundigen Botanikführer erwarten, denen Empfehlen wir freundlichst einen Aufenthalt in der Gartenabteilung beim Morawa. Der OSR sieht sich eher selbst als Bote für den Frühling, in dem er aufbietet was im Frühling der Mowers geboten wird, geboten wurde und hatten geboten werden sein. Bote, Bote, Bote…

FIT IN DEN FRÜHLING

Mit April startete traditionell die Freiluftsaison bei den Lawnmowers. Wie schon vor der Pandemie war der Freiluftauftakt das Trainingslager in Oberösterreich, welches jedoch wegen Dauerschneefall umgedacht werden musste. Auch war an eine Durchführung der Testspiele gegen die Centurions Wels und die Passau Beavers bei diesen Bedingungen nicht zu denken. Ein weiteres Testspiel wurde daher ursprünglich für 24. April in Rannersdorf gegen die eigentlich gar nicht mehr existenten Zwettler Originals eingeplant. Was aus einer netten Idee entstand, endete leider im Realismus und die Niederösterreicher mussten auf Grund zu weniger Spieler absagen. Vermutlich mit letzten Sonntag und dem Dahinscheiden des Pitchers Mound am neuen Batsfield nach nur einem Inning bei dessen Bundesliga Prämiere (Anm. Hopala), wäre die Absage sowieso unvermeidbar geworden. Also wirklich Fit in den Frühling? Oder einfach: Nur in den Frühling? Sicher wären Testspiele vor dem Ligaauftakt am 8.Mai wünschenswert gewesen. Es ist jetzt aber so, wie es nun mal ist und die Mannschaft versucht sich in den Trainingseinheiten in der Freudenau auf die Landesliga Ost 2022 vorzubereiten. Auch die neue Nachwuchssparte der Lawnmowers ist mit April ins regelmäßige Training im freien eingestiegen. Vorerst jeden zweiten Freitag (im Mai und Juni auch wöchentlich) nehmen unsere T-Ball Zwerge das neue Nachwuchsfeld in Rannersdorf in Beschlag. Der erste Spieltag der jungen Mowers ist für 12. Juni angesetzt, wo im Vorfeld des Landesliga Duells zwischen den Lawnmowers und den Blue Bats die jeweiligen T-Ball Mannschaften bei einer Partie BeeBall aufeinander treffen. Auch die Teilnahme an der BeeBall Challenge der Vienna Hurricanes wird aktuell angedacht.

INSTAGRAM ACCOUNT GESTARTET

Um das Angebot auf Social Media auszubauen und um auch wieder jüngere Altersgruppen zu erreichen, richteten die Lawnmowers nun endlich einen eigenen Instagram Account ein (@viennalawnmowers). Im Stil der oft gelobten Facebook-Seite werden auch hier immer die aktuellen Ankündigungen, Spieltermine, Echtzeitinfos zu den Spielen (Starting Line Up, Spielergenisse, Highlights) und selbstverständlich sonstiger Schrott, der halt grad passt, gepostet. Auch ein neues Design für die Social Media Auftritte ist mittlerweile fertig. Es unterscheidet sich deutlich vom Design der zwei Jahren zuvor. Statt viel schwarz mit schrägen Elementen wird nun auf ein freundliches weiß und hellgrau gesetzt. Oag, über was sich manch einer Gedanken macht.

NEUE JERSEYS FÜR DIE LAWNMOWERS

Er hatte einen Traum und dieser Traum kam vor Ostern mit der Post. Um die Anzahl an LLO-Spiele, wo blaue Mannschaften gegen blaue Mannschaften spielen (Anm. Trikotfarbe, nicht das andere, wobei Landesliga, naja…) zu reduzieren, haben sich die Lawnmowers entschlossen Ausweichtrikots anzuschaffen. Mehrere Designvorschläge wurden eingeholt. Durchgesetzt hat sich schließlich ein edles weiß mit blauen und goldgelben Aktzenten. Gelb – Go Vienna Minions! – und grau – auf Grund der weißen Hosen – verschwanden relativ schnell wieder im Papierkorb. Ihre Prämiere feiern die neuen Ausweichtrikots, welche wie die blauen Standartjerseys vom deutschen Ausrüster Tanked Sports produziert wurden, vermutlich schon am ersten Spieltag gegen die Red Devils. Und auch unsere T-Ball Kids haben ihre ersten Mowers Jerseys bekommen. Diese stammen ebenfalls aus Deutschland, jedoch vom Sportartikelhersteller Owayo. Gestaltet wurden die kleinen Shirts ähnlich der aktuellen Trainingsshirts in royalblau, weißen Nummern und Logo, sowie goldenen Zierstreifen.

ROSTER 2022

Bevor sich der Off Season Report nun in die Sommerpause verabschiedet, hier die traditionelle Vorstellung der Vienna Lawnmowers 2022 und damit auf eine erfolgreiche Saison – GO MOWERS!!!

Landesliga Mannschaft:

#1 Lionel Mace

#2 Michel Fleck

#3 Elijah Crowder

#4 Dario Krajnovic

#6 Luca von Ameln

#7 Alexander Schroll

#10 Wolfgang Terkl

#11 Michael Bittmann

#15 Rene Szeywerth

#17 Klaus Zednik

#18 Florian Sulzer

#20 Peter Pratscher

#21 Kilian Mace

#22 Clemens Hlawaty

#24 Moritz Bammer

#34 Augustin Tseng

#45 Dan Rudl

#47 Marco Prusa

#52 Thomas Bertleff

#56 Peter Griffiths

#67 Andreas Chrastka

#69 Dietmar Ackerl

#98 Daniel Jelencsits

T-Ball Mannschaft:

#1 Emilian

#4 Charlotte

#6 Nadine

#9 David

#10 Lea-Sophie

#16 Sebastian

#17 Bernhard

#18 Tobias

#19 Marcel

#21 Felix

Staff:

Mannschaftsverantwortliche (LLO): Lionel Mace, Clemens Hlawaty

Manager (LLO): Alexander Schroll

Coaches (LLO): Michael Bittmann, Michel Fleck, Dietmar Ackerl

Mannschaftsverantwortliche (T-Ball): Nathalie Mace

Coaches (T-Ball): Peter Pratscher, Wolfgang Terkl, Nathalie Mace, Christoph Püler

Wels 2022 – Ein Bericht

Freitag, 1.April

Nach drei Jahren Pandemiepause stand für die Lawnmowers zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ein Trainingslager in Wels auf dem Programm. Wettervorhersage – und das war leider kein Aprilscherz – Regen, Schnee und 3°C. Dennoch war die Motivation bei den Mowers groß. 16 Spieler waren für das Wochenende angemeldet, wobei Florian und Jelly krankheitsbedingt absagen mussten. Um 14 Uhr wollte sich der mittlerweile bekannte Teambus Fleckcity am Praterstern Richtung Oberösterreich in Bewegung setzen. „HALT!, der Luca fehlt noch…“. Also…um 14:05 hat sich der Bus dann tatsächlich in Bewegung gesetzt. Allerdings vorerst nur bis zur ersten Hofer Filiale, denn der Kühlschrank war leer. Jetzt aber. Nach dem erst die Getränke und dann beim Verteilerkreis Clemens, Elijah und Rene eingeladen wurden, rollte der rumänische Lizenz Mercedes dem Wochenende entgegen. Obligatorischer, weil traditioneller, Stopp beim McDonalds in Loosdorf selbstverständlich inbegriffen – für Burger und schiffen. Nach Loosdorf installierte Mann einen kleinen Tisch im Mittelgang und es wurde – wie in dieser Mannschaft mittlerweile üblich – auf Teufel komm raus Karten gespielt. Gespielt wurde eigentlich immer das selbe, edelmobbinggefüllte Spiel, es heißt nur jedes Mal anders: Arschloch, Tschusch, Kaiser-König-Bettelmann oder die FSK0/politisch überkorrekte Bezeichnung „Hokuspokusclown“. Gegen 17:30 erreichte der Bus dann schließlich das Hotel Bayrischer Hof in der nordöstlichen Altstadt von Wels. Auch der mit der Westbahn angereiste Klaus war schon da, verpasste aber aufs Handy starrend die triumphale Ankunft und das weniger triumphale Parkplatzabsperrgittergetrage vom Moritz. Weiter zum Check-In und dann kurz rauf in die vorher gelosten Zimmer:

Zimmer 104 „Goodeye“ – Clemens, Michael, Elijah

Zimmer 110 „Kontaktwarda/Kontaktzimmer“ – Andi, Moritz, Peter

Zimmer 150 „E3“ – Didi, Luca, Klaus

Zimmer 151 „Basecoachaufeins!“ – Rene, Augustin

Zimmer 207 „Warnichtdeiner“ – Lionel, Bertl, Dario

Lang hielt es niemanden im Zimmer, darum runter in die Bar und noch schnell eine weitere Partie Hokuspokusclown, bevor es zu Fuß zum Abendprogramm weiter ging. Luca führte den Trupp an. Erst über eine Absperrung, danach zu einen Sprung von einer Mauer, durch eine elendslange, brunzversiffte Unterführung, vorbei an der Drehkulisse von Storage Wars und durch tiefste Bahnindustrie. Rechts, hinter einen Zaun bellte ein Hund bedrohlich. Die Mlade Bucky Zeitzeugen Andi und Didi schwelgten in Erinnerungen, wurden dann, wie auch alle andern, jedoch ein bisserl unrund, als um die Ecke das Gartentor zu besagtem Hund sperrangelweit offen stand. Dennoch erreichten alle unversehrt das eher unscheinbar wirkende Cafe Rolling, wo den Mowers in einen Extraraum Bier und geselchte Ripperln mit Erdäfpeln und Kraut kredenzt wurden. Vegetario bekam Gemüseschnitzel. Der Kindertisch bespaßte sich bei der Wartezeit bis zum Essen selbst mit Klopfspielen und Nussschnaps. Nach der Stärkung gings für den Tross auf die Bowlingbahnen. In drei Teams wurde nicht um den Sieg, sondern eher um das „Nicht-Letzter-Werden“ gespielt. Das Verlierer-Team müsste nämlich eine Reihe an unwürdigen Aufgaben am nächsten Tag erledigen – was jedoch nicht eingehalten wurde, weil nach drei Partien und keiner mehr einen Tau hatte, um was eigentlich gespielt wurde. Egal.

Team Rene: Rene, Moritz, Augustin, Andi, Dario

Team Murli: Peter, Luca, Elijah, Klaus, Lionel

Team Schnaps: Bertl, Clemens, Michael, Didi, Jedermann

Zusammenfassend sei gesagt, das Team Rene nicht wirklich in Fahrt kam, obwohl mit dem Teamkapitän und Augustin die technisch gefinkelsten Bowler ihre Trickshots zur Schau stellten. Die Murln versuchten ihr Glück teils mit roher Gewalt. Speziell Capt´n Peter from Manchester knallte die Kugeln nur so auf die Bahn. Bam-Bam. Immerhin Spiel 2 ging an das mit Legionären gespickte Team. Die dritte Mannschaft spielte stark und wurde im Spielverlauf noch besser. Speziell Didi packte viele Strikes aus, wie damals 2004 als Best Pitcher der RLO. Damit sicherte er sich mit 399 Punkten den Tagessieg knapp vor Luca (394 Punkte) und zwei Mal Mannschaftsgold in den Spielen 1 und 3. Beim Hotel zurück wollte man noch bei Bier und Hokuspokusclown den Abend ausklingen lassen, die Bar hatte jedoch schon zu. Auch der 2019 als Käsekrainerautomat bekannt gewordene…naja…ahm…ja…Automat wollte die nach Hopfen lechzende Kehle des durchschnittlichen Mowers nicht beliefern, auch ein Bio-Käse war dem Luca nicht vergönnt und so schlüpften die Spieler traurig in die jeweiligen Betten. Außer in Zimmer 207, dort ließ der Bertl seinen Frust an der Duschkabine aus, bzw. die Duschkabine an ihm. Erst beschoss sie den muskelösen Körper mit Teilen der Abdeckung, dann ging auch noch der behinderten Alarm los. Nachtruhe, von wegen.

Samstag, 2.April

Trainingstag 1 von 2. Eigentlich sollten am Vormittag Einheiten am Feld und anschließend das erste Testspiel gegen die Centurions Wels auf dem Programm stehen. Doch bei nur 2°C, Dauerregen und Schneefall war das keine Option. So konnte schon am Donnerstag eine Halle organisiert werden. Danke an der Stelle an Mischa von den Centurions, der uns das gechekt hat und uns mit Tees, Catcherhandschuh, Lochbällen und Tennisbällen beliefert hat. Zunächst jedoch Frühstücken. Manche freuten sich schon auf das ausgiebige 25-Meter-Buffet von 2019. Doch mit der Abschaffung der Essensmarkerl wurde offenbar auch bei der Qualität eingespart. Der Obstsalat gärte sich selbst schon zur Bowle und die Auswahl war um minium 15 Meter zusammenreduziert worden. Immerhin sind die Motivationsbilder gleich geblieben und so wurde voll motiviert – nach dem die Adler den Horst verließen – der Bus eingeräumt und in den Stadtteil Vogelweide gesteuert. In der dortigen Schule fanden die Mowers eine riesige Doppelhalle mit vier Garderoben vor. Optimale Voraussetzungen für ein Indoor-Ersatztraining. Nach intensiven Aufwärmen, sogar mit Yoga mit vereinzelnd knackenden Wirbeln, stand eine Fieldingstunde am Trainingsplan. Da kam man schon mal ordentlich ins Schwitzen. Anschließend wurde gepitcht und ein Schalgzirkel abgearbeitet. Zum Abschluss der Vormittagseinheit wurde noch 15 Minuten Speed-Brettspiel auf die heruntergefahrenen Basketballbretter gespielt. Die Mittagspause verbrachten die Lawnmowers in der Schulkantine, die stand den Spielern, wie die gesamte Schule ,für diesen Samstag zu Verfügung. Peter nutzte dies und holte gleich die Hausübung nach. Eine Delegation – das hätte eigentlich Team Rene machen müssen – holte Semmeln und Weckerln vom Billa, andere wiederum holten sich Dürüm und Kebab, die Nahrung der Spürtlür. Klaus besuchte neben dem Kebabstand den Anadolu Supermarket und kam mit einer Reihe an regionalen Schmankerl in die Kantine zurück. Darauf ein Ayran und zurück in die Halle. Bälle schlagen, fielden und Wurf auf eins. Wieder und wieder und wieder. Manch eine Gruppe pumpte nach Errors, mach eine nicht. Danach Double Play. Wieder und wieder und wieder. Zum Abschluss des Trainingstages wurde ca. 70 Innings T-Ball gespielt. Teils mit seltsamen Regeln, z.B. bekam man ein Soda Zitron spendiert, wenn man durch ein Dreieck des Stahlträgers der Deckenkonstruktion traf oder Homerun ist nur das Zipfer Plakat. Endstand 16:17, so zeigte es zumindest die Uhr auf der Saal-Anzeigetafel an. Als kleine Draufgabe wurde die Hallentrännwand heruntergelassen und bis zum letzten Atemzug Fußball gespielt. Die Zeit bis zum Abendessen verbrachten die Spieler individuell. Ein kurzes Dungerl, Lernen fürs Studium oder – eh kloa – Hokuspokusclown. Gegessen wurde in der Altstadt im Gösser Bräu, dem ältesten Wirtshaus der Stadt. Hier sollen schon Reisende der Pferdeeisenbahn von Gmunden nach Budweis einen Zwischenstopp eingelegt haben um einen Pfiff und eine langsame Halbe zu genießen. Die Pferde bekamen Anekdoten nach einen kleinen Radler, wie der Clemens. Zu beredende Themen gab es viele und Bertl hielt sogar eine Lesung über Bertl Socken. Dario erzählte, das er in sämtlichen Landessprachen „Danke“ und „Ohne Fleisch“ sagen kann und erzählte von verstörenden Erfahrungen, das er in Taiwan nur reine Männerthermen vorgefunden hatte, was der aus Taiwan stammende Augustin so jedoch nicht bestätigen konnte. Was Dario egal war, denn den ließ das Thema nicht mehr los und begann hochemotional auszuführen, was ihn an reinen Männerthermen störte. Darum (Warum? So) musste eine anonyme Umfrage her. Da man sich auf Renato von Doodle nicht verlassen konnte – Renato von Dödel – kam ein anderes Abstimmungstool zu Anwendung. Abgestimmt haben in der mannschaftsinternen WhatsApp Gruppe 65 von 26 Personen, wow, das nenn ich Wahlbeteiligung. 32 Stimmen waren für reine Männerthermen. Dario war Fassungslos und Michael witterte Betrugsverdacht bei der OX-Umfrage der Vorwoche. Die Stimmung war am Boden des Bierfasses. Darum schnell eine neue Umfrage: Welches Tier ist der schöne Bertl? Laut Mannschaftskollegen eine Gazelle, bzw. eine männliche Gazelle – ein sogenannter Gazölla. Dann war ja alles gut und als sogar die Kellnerin dem Dario bezüglich der gemischten Thermen zustimmte, war der Abend sowieso gerettet. Nach ein paar Zirberl kehrten Didi, Clemens, Klaus, Dario, Lionel, Bertl, Michael und Elijah am Rückweg noch für ein Fluchtackerl bei Darts ins Billardcafe ein. Die anderen schleppten die müden Knochen gen Hotel und eine von Moritz für den Heimweg angekündigte Rede zu gemischten Thermen blieb auf der Strecke. Den Abschluss des Tages, der gleichzeitig auch der Anfang des nächsten Tages war, bildete eine Schneeballschlacht vor dem Hotel. Dann kehrte Ruhe ein. Außer, wie sollte es anders sein, in 207. Tschaikowskys Schwanensee dröhnte aus der Bluetooth Box und über die an der Wand hängenden Werke von Kandinsky wurde philosophiert. Ab 1 in der Früh ist 207 offenbar offen für Kultur und Niveau.

Sonntag, 3.April

Trainingstag 2 von 2. Wenig enthuasiasmiert starrten die glasigen Augen durch die Fenster des Frühstückraums in das frostige Schneetreiben. Man konnte die Schritte im Schnee des vorbeitrotteten Hausmeisters förmlich durch die Scheibe knistern hören, wie das Obst des gärenden Obstsalates auf der Zunge. Trocken und teilweise Sonne, so war es vorhergesagt. Danach sah es nicht aus. Doch es nutzte nichts. Für Sonntag stand keine Halle zu Verfügung, also rein ins Gewand. An diesem Tag waren Mowers wie Zwiebeln. Sie stinken? Ja – nein! Sie bringen einen zum Weinen? Nein. Ach so, wenn sie in der Sonne trocknen, werden sie braun und weiße Härchen fangen an zu sprießen. Nein! Schichten. Mowers haben Schichten. Wobei das Anlegen dieser Schichten jeden einzelnen vor völlig neue, nie dagewesene Herausforderungen stellte. „Sliding Pent unter oder über die Skiunterwäsche?“ Am Weg zum Platz wurde das Trainingslagerlied 2019 „Männer!“ auf voller Lautstärke durch den Bus gedröhnt, um durch das Mitgrölen und die Bassvibration die Temperatur eventuell um paar Grad höher zu zwingen. Beim Warten auf Mischa vor dem geschlossenen Zufahrtstor zum Ballpark wurden noch die größten Hits von Asterix und Kleopatra mitgesungen. Trainiert wurde in den überdachten, beleuchteten Cages mit spatanischer Teeküche und in teilweise dichten Schneetreiben auf dem angrenzenden Kunstrasenfußballplatz. Der Baseballplatz war mit Schnee überzogen und damit unbespielbar. Dennoch war es geil, endlich wieder richtige Bälle zu fielden und weite Flugbälle aus der Luft zu pflücken. Zum Abschluss des Trainingslagers war eigentlich ein internationales Testspiel gegen die Passau Beavers geplant. Dieses wurde jedoch auf Grund der Wetterlage (ge, wieso, eh super) abgesagt und die Mowers verhalfen sich ersatzweise mit einer Partie Slow Pitch Softball gegen sich selbst auf dem Kunstrasen. Gegen 14 Uhr wurden die Zelte, bzw. die Iglos abgebrochen. Duschen, Umziehen und rein in den Bus. Michael organisierte noch einen Tisch samt Busparkplatz in der Pizzaria Venezia, die eigentlich Da Vinci heißt. Das Lokal lag idyllisch direkt am Mühlbach oder halt der Donau, wenn man Clemens glauben schenken mag. Einige packten ihr bestes Italienisch aus. Dario: „Senza Carne“, wer gut mitgelesen hat, weiß was das heißt. Nein, es heißt nicht: „Wo ist der gemischte Thermenbereich?“ Augustin grüßte die Kellner mit einem lässigen: „Buona Sera“, was Rene in seiner meidliner Manier sogleich korrigierte: „Bonna Serra heißt guten Abend!“ Mit gefüllten Mägen stand nach dem Gruppenfoto vorm Bus auch schon die Heimfahrt an. Zum Zeitvertreib griffen die Mowers ausnahmsweise nicht zu den Spielkarten, sondern spielten Autobahnklassiker, wie eine abgespeckte Form von Stadt-Land-Fluss, das sogenannte Kategorien-nach-Buchstaben-oder-so. Tiere mit K, Pornotitel mit U (z.B. Unter Männern in der Therme), die üblichen Kathegorien, die man halt so mit seinen Kindern durchgeht, auf langen Autofahrten.

Trotz der biederen Umstände, war das Wochenende in Wels ein voller Erfolg und speziell für den Teamgeist eine gute Vorbereitung auf die Saison. Danke, an alle Teilnehmer, die dieses Trainingslager wieder zu einem einmaligen Erlebnis gemacht haben. GO MOWERS!!!

Baseball Regelcomic, 2. Auflage

Force Play, Base-on-Balls, Stolen Base, Hit-by-Pitch,… – Baseball und seine Regeln zu verstehen stellt Neulinge dieses Sports oft vor Probleme und Fragen. Michel Fleck und Christian Neumann versuchten in den 90er Jahren, die Komplexität dieses Sports humorvoll und leicht verständlich darzustellen und haben darum einen mittlerweile legendären Lawnmowers Baseball Regelcomic geschrieben und gezeichnet. Die 1. Auflage wurde weit verbreitet und hat vielen, vor allem jüngeren Spielern, den Einstieg in den Baseballsport erheblich erleichtert. Nun wurde der Comic mühevoll überarbeitet, digitalisiert und auf den neuesten Stand gebracht und ist seit März 2022 zu Ausbildungszwecken als Gratis-Download verfügbar: lawnmowers.at/regelcomic

Off Season Report – Ich hatte einen Traum

„I have a dream.“ Berühmte, historische Worte. Martin Luther, der King, nicht der Mönch. „Ich hatte einen Traum.“ Weniger berühmte Worte, auch weniger historisch. Andreas Chrastka, die Kruste. Aber dazu später mehr. Alles der Reihe nach, bzw. der Tagesordnung nach. Es war wieder soweit. Die ordentliche Generalversammlung der Lawnmowers. Nach dem diese letztes Jahr online stattfinden musste und auf asiatische Essenslieferdienste ausgewichen wurden, gab es dieses Jahr wieder Präsenzteppanyaki. Wie auch schon 2020 fand die Generalversammlung 2022 in der Perfektastraße bei Woktime statt. Einige wenige konnten aus unterschiedlichen Gründen dennoch nur online teilnehmen und so wurde auf dem runden, drehbaren Teil des Tisches ein Laptop samt Mikrophon installiert. So konnten die daheimgebliebenen dem Geschehen perfekt(astraße) folgen und immer zum aktuellen Redner gedreht werden – sogar die Kellnerin hat mal gewunken.

Same as usual, nur anders

Erstmals in 25 Jahren Vereinsgeschichte eröffnete um 19:00 nicht Michel Fleck – der später am Abend einstimmig zum Ehrenmitglied gewählt wurde – die Versammlung. Um 19:00 hat gar niemand die Versammlung eröffnet. Nur sechs Anwesende, acht Teigtascherl, 15 Hummerchips, vier Frühlingsrollen und eine pikante Suppe. Das war zu wenig. Der Tross, der direkt vom Training kam, verspätete sich gut 20 Minuten. Dann ging es aber los. Nach dem die Beschlussfähigkeit hergestellt war, ließ Präsident Lionel Mace die Tagesordnung genehmigen und lieferte anschließend seinen Rechenschaftsbericht ab. Dann die nächste Premiere nach 25 Jahren. Christian Neumann referiert über Ein- und Ausgaben und präsentiert seinen Kassierbericht, so stand es bisher in allen Protokollen. Der Kassier ließ sich jedoch entschuldigen und so übernahm diese Aufgabe sein Stellvertreter Alex Schroll. Viel Schreibarbeit für Schriftführer Didi Ackerl, der ansonsten meist nur Zahlen auszubessern hatte. Nach einer kurzen Buffetunterbrechung berichteten die Rechnungsprüfer und entlasteten anschließend den Vorstand.

Überraschungsei und Glückskeks

Nachdem Vize Präsident Rene Szeywerth im Vorfeld überraschend angekündigt hatte, seinen Sitz im Vorstand bei Bedarf zu Verfügung zu stellen und ein übereifriger Oberösterreicher Interesse bekundete, kam es nach 2020 erneut zu einigen Veränderungen im Vorstand der Lawnmowers. Clemens Hlawaty kletterte auf den Vizesessel und Moritz „Spotzl“ Bammer bekam glücklich dadurch ein Platzerl in der Vereinsführung als neuer Schriftführer Stellvertreter. Bei einem Pre-Wahl-Hearing per Lautsprecher sollte der neue Schriftführer Stellvertreter Bammer im nachhinein die Wählerschaft von seinen Vorstellungen und Visionen überzeugen: „Hallo? Hallo!?“ Sehr überzeugend. Die wichtige Frage ob das Protokoll nun auch in oberösterreichischer Landessprache erscheinen wird, blieb somit unbeantwortet. Präsident Mace, Kassier Neumann, Kassier Stellvertreter Schroll und Schriftführer Ackerl wurden wiedergewählt. Auch die Rechnungsprüfer Rudl und Bittmann behielten ihre Position. Ebenso unverändert beibehalten wurden die Mitgliedsbeiträge und Umpire Entschädigung.

Weiter im Text

Offenbar erhielten die Lawnmowers in den Jahren zuvor von den anderen LLO Teams nie die Lizenz, die korrekten Vereinsnamen im GV-Protokoll zu verwenden. So mussten nach und nach die Namen der Gegner korrigiert und auf aktuellen Stand gebracht werden. Schriftführer Ackerl im Dauerstress. Da brauchte es mal wieder eine Buffetpause. Die Mowers treten 2022 wieder in der Landesliga an und treffen dieses Jahr jedoch auf weniger Mannschaften, was auch den Spielmodus ein wenig veränderte. Neben Dreiertunieren wird es dieses Jahr auch zwei Einzelspiele geben. Der Spielplan ist mittlerweile auf der Homepage einsehbar. Trainingstermine, Aussetzung der Ausländerregelung durch Verzicht auf Aufstieg, Kapitäne, Übungsleiter, Manager – alles wie im Jahr zuvor und ging ohne größere Highlights über die Bühne. Auch am Laptop war es ruhig und gelangweilt. Evtl. war auch das Bild eingefroren, man weiß es nicht.

Allfälliges

Jetzt wird’s also – wie angekündigt – weniger berühmt und weniger historisch, aber dennoch ein bisserl. Andreas Chrastka aus Brigittenau stellte einen Antrag: „Ich hatte einen Traum“, eine offenbar emotionale Rede deutete sich an. „In diesem Traum hatten wir Auswärtstrikots, die waren grau und das vom Alex war viel zu klein.“ Auf was will der bitte hinaus? „Und da 2/3 der Liga, wie wir, blaue Trikots haben, sollten wir evtl. wirklich über Auswärtstrikots nachdenken?“ Niemand hätte gedacht, das so ein Antrag je durchkommen würde, doch durch diese emotionale Ansprache waren viele – hingegen jeder Erwartung – Feuer und Flamme für dieses Projekt. Elijah Crowder redete sich bei der Farbwahl förmlich in Rage: „White looks professional, white looks f*ing great, white is perfekt(astraße)!“ Auch nun schon offiziell Ehrenmitglied Fleck war voller Enthusiasmus: „Die Zeiten, in denen irrtümlich zum gegnerischen Basecoach geworfen werden, sind vorbei!“ Etwas verunsichert zeigte sich Didi Ackerl: „Ich weiß gar nicht, ob ich in einer anderen Farbe spielen kann als Blau. Ich hab seit 1996 nur in Blau gesoielt!!!!11.“ Der Antrag wurde also angenommen. Vize Präsident Hlawaty wird sich mit unseren Ausrüster in Verbindung setzten und Designvorschläge präsentieren lassen. „White, I hope so!“, murmelte es aus einer Ecke des runden Tisches. Abschließend wurde noch über das Trainingslager und die Fortschritte im Mannschaftsnachwuchs referiert und gegen halb 10 war die Generalversammlung dann Geschichte, wie offenbar die Tradition in chinesischen Restaurants, nach dem Bezahlen mit einem warmen Pflaumenstamperl verabschiedet zu werden. Evtl. ein Chrastka Antrag für 2023: Wiedereinführung Pflaumenwein. „Ich hatte einen Traum!“

Danke Rene!

Rene Szeywerth scheidet also nach über sieben Jahren aus dem Vorstand der Lawnmowers aus. Wir alle erinnern uns noch, es war in einer der ersten OSR Ausgaben am 26.Jänner 2016: „Allfälliges“. Zitat von der Titelseite: „Umbruch – Meidlinger bekommt Sitz im Vorstand. Rene Szeywerth neue Vize Präsident.“ Davor nie bei einer GV anwesend, sprach er im damaligen Stamm-GV-Lokal MeLie die denkwürdigen Wort: „Ich will Vize Präsident werden!“ und Luca von Ameln hatte Soda-Zitron verschüttet. Damit sei ihm herzlich gedankt für die Arbeiten, welche er in dieser Zeit für den Verein geleistet hatte. Seine Expertise wird in Zukunft im Vorstand fehlen, bzw. fehlt schon, wie der Hinweis, das es sich bei den neuen Auswärtstrikots eigentlich um Ausweichtrikots handelt. Die Aufgabe der Umpireeinteilung behält er jedoch noch weiter, das macht er schließlich seit Jahren zuverlässig und hat es auch weiterhin angeboten.

Herzlichen Glückwunsch…

…Klaus und seiner Maus! Der Goldglove Gewinner von 2020 hat still und heimlich geheiratet. Alles gute dem frisch vermählten Paar auf ihren gemeinsamen Weg! (Anm. Einen Weg, den der Bertl auch bald geht? Hmm…. Es gilt die Unschuldsvermutung.)

Vorbereitungsspiele fixiert

Zum Finale der Saisonvorbereitung 2022 bestreiten die Vienna Lawnmowers im Zuge eines Trainingswochenendlagers im oberösterreichischen Wels zwei Testspiele. Am 2.4. kommt es um 15:00 zum Wiedersehen mit den Centurions Wels. Zwei Tage später ist als Abschluss des Wochenendes ab Mittag das erste internationale Spiel der Lawnmowers seit über 15 Jahren gegen die Passau Beavers aus Deutschland angesetzt.

GEGNERCHECK

Centurions Wels

  • gegründet 1991 als Jumpin´ Chickens Wels
  • Heimstätte: Chickensfield
  • 2. Bundesliga Mitte
  • Platzierung 2021: Meister
  • www.chickens.at

Der aus einer verrückten Idee Anfang der 90er Jahren entstandene Verein besteht mittlerweile seit 31 Jahren und ist seit Jahrzehnten in Österreichs 2.Spielklasse angesiedelt. Seit 2017 tritt das Herrenteam der Jumpin´ Chickens als Centurions Wels an und konnten nun drei Jahre in Folge den Meistertitel der 2.Bundesliga Mitte einsacken. Die erste Begegnung mit den Centurions endete mit einem 25-4 Sieg der Oberösterreicher.

Passau Beavers

  • Förderverein Passau Beavers e.V. – gegründet 1989
  • Heimstätte: Baseballplatz Passau/Patriching
  • Landesliga Bayern Südost
  • Platzierung 2021: Platz 2, Teilnahme Landesliga Bayern Playoffs
  • www.passau-beavers.de

Gegründet wurden die Beavers, wie es in einer Univeritätsstadt wie Passau kaum anders kann, aus einer Gruppierung von BWL- und Jurastudenten, welche in den 80er Jahren den exotischen Sport in die Dreiflüssestadt bringen wollten. Nach ein paar schwierigen Saisonen, in denen der Spielbetrieb sogar eingestellt werden musste, kam es 2005 zum Wiederaufbau des Vereins. 2011 gelang der Aufstieg in die Landesliga und 2016 wäre der sportliche Aufstieg in die Bayernliga möglich gewesen, dies scheiterte jedoch an der geforderten Infrastruktur des Baseballplatzes in Patriching.

SPIELERSTIMMEN

Pitcher Moritz Bammer: „Es sind Testspiele, daher sollten wir hauptsächlich an uns selbst arbeiten und nicht ans gewinnen/verlieren denken. Gegen Wels wird ein Sieg vermutlich unrealistisch, die spielen wirklich stark und haben letztes Jahr die 2.BLM dominiert. Über Passau kann ich nichts sagen, da ich ihr Niveau nicht kenne.“

First Baseman Elijah Crowder: „Both games give us an interesting challenge. After winning 3 titles in a row, the Centurions are definitely a powerhouse in the 2. Bundesliga and the Mowers will have to execute perfectly and not make any mistakes to keep the game close.The Passau Beavers present another challenge. They played tight against Rosenheim in their playoffs last season and will be coming out swinging with something to prove in Wels.Again, it will all come down to execution for all teams involved, and we’re looking at playing two very good programs that execute well. And if we can do that and not make fundamental errors, and continue to focus on what we do well for every inning, I think we stand more than a good chance in both games.“

Neuzugang Augustin Tseng: „Für mein erstes Mal trifft Vorfreude, Ungewissheit und Nervosität ganz gut zu. Und wie damals – sofern ich mich erinnern kann – waren es auch zwei. 😛 „

Off Season Report – Lawnmowers vs. weit weit weg

Die Landesliga Ost 2022 steht fest. Acht Mannschaften treten dieses Jahr in Österreichs dritter Spielklasse gegeneinander an. Neben drei Teams aus Wien – Lawnmowers, Bucks und Metrostars III – sind dies folgende Mannschaften aus Niederösterreich: Die Danube Titans aus Tulln/Klosterneuburg, die Beers aus Schrems und den Woodquarter Red Devils aus Altweitra und die Farmteams der Schwechat Blue Bats sowie der Cubs aus Stockerau. Die Traiskirchen Grasshoppers II sind, wie die Vienna Metrostars II (darum neu die dritte Mannschaft) in die 2. Bundesliga Ost aufgestiegen. Nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen werden die Dirty Sox Graz II. Dadurch ergeben sich zwar in Summe zwei Mannschaften weniger als in der Saison 2021, jedoch ist die Liga auch ausgeglichener und möglicherweise auch spannender wie kaum zuvor. Sehr eintönig geht es hingegen zu, wenn man die Vereine farblich reduziert, wie Andi Chrastka letztens in einen Traum – seltsame Menschen haben wir schon im Kader. Mit Ausnahme der Bucks und der Beers treten die restlichen sechs Mannschaften nämlich in blau an. Auch ist mit den Dirty Sox die Steiermark auf der Landekarte der Ostligen wieder einmal verschwunden – nicht das erste Mal, wie wir noch sehen werden – und die Liga wird fortan nach Süden hin, wie auch nach Osten hin, schon vom Batsfield in Rannersdorf begrenzt, also fast schon in Simmering! Jössas!

Nur noch Gegner aus Wien und Niederösterreich warten also auf unsere Mannschaft. Das war nicht immer so. In den vergangenen 25 Jahren mussten die Mowers durchaus weite Wege zu den Ligaspielen auf sich nehmen, obwohl der Verein noch nie in der Bundesliga aktiv war. Der Osten konnte in der Vergangenheit offensichtlich sehr südlich und westlich werden, aber beginnen wir unseren Streifzug durch die Bundesländer erstmal östlichen Osten:

Lawnmowers vs. Burgenland

Schon in der vierten Saison der Vereinsgeschichte, im Jahr 2001, standen Auswärtsspiele im Burgenland auf dem Spielplan der Regionalliga Ost. Die in Rohrbach, in der Nähe von Mattersburg, beheimateten Crazy Geese waren der bislang einzige Gegner aus diesem Bundesland, was vor allem auch daran liegen könnte, das es dort keinen zweiten Verein gibt. 2002, 2004 und 2005 trafen die beiden Kampfmannschaften in der RLO aufeinander. Parallel spielten die Geese II gegen die Lawnmowers II in der Landesliga ebenfalls gegeneinander und das sogar länger. Nämlich durchgehend von 2003 bis 2008. Als dann die Mowers nur noch mit einer Mannschaft in der Landesliga angetreten sind, folgten Liga-Begegnungen mit dem Rohrbacher Farmteam 2009, 2012 und 2013. Die letzte Auswärtsfahrt ins Burgenland war in der Regionalliga Saison 2017, da jedoch wieder gegen die erste Mannschaft. In Summe sind die Rohrbach Crazy Geese das Team gegen das die Lawnmowers am öftesten gespielt haben, welches nicht aus Wien und Niederösterreich kommt.

Lawnmowers vs. Steiermark

Wie bereits erwähnt, war die Steiermark schon öfters Teil der Ostliegen. Erstmals Bekanntschaft mit einem Vertreter des grünen Bundeslandes hatten die Lawnmowers, vorerst mit dem Farmteam, in der LLO2-Saison 2005. Allerdings nicht – wie zu erwarten – mit den bekannten Dirty Sox aus der Hauptstadt, sondern mit den schon längst nicht mehr bestehenden Voitsberg Diggers. Mit 229km die weiteste Auswärtsfahrt in der Farmteamgeschichte. Nur gut 25km von der Landesgrenze zu Kärnten, ein Bundesland, welches auf der Baseballlandkarte der Mowers noch fehlt. Die Weststeirer gewannen die erste Partie daheim übrigens mit 9-0 und wurden am Ende der Saison mit 8 Siegen und 2 Niederlagen Zweiter, wodurch sie erst in die LLO1 und 2006 dann in die Regionalliga Ost aufgestiegen sind, wo es 2007 dann zu Duellen mit der ersten Mannschaft der Lawnmowers kam. Diese hatten aber dann schon Erfahrung mit steirischen Gegnern, da die Kampfmannschaft ab 2006 und bis 2008 regemäßig mit den vorher genannten Dirty Sox Graz in der Regionalliga zu tun hatten. Letztes Jahr kam es dann nach 13 Jahren erstmals wieder zu einer Lawnmowers-Steiermark-Begegnung – eben mit den Dirty Sox II – und das kurioserweise im niederösterreichischen Tulln als Ausweichort für Schwechat. Geschichten, die nur der Baseball in Österreich schreibt. Das im Frühling angesetzte Auswärtsspiel in Graz ist schon zuvor den Coronaabsagen zum Opfer gefallen.

Lawnmowers vs. Oberösterreich

In den Westen ging es schon ein Jahr vor dem Süden. Nach dem grandiosen Wiederaufstieg von der Landesliga Ost 1 in die Regionalliga Ost ging es für die Lawnmowers 2004 gleich auf zwei Auswährtstouren nach Oberösterreich. Schon zum Saisonauftakt führte der Spielplan für einen Doubleheader in die Highlands nach Lichtenberg nördlich von Linz, die Heimstätte der Gramastetten Highlanders. Beide Partien gingen übrigens mit zehn Runs Vorsprung an die Oberösterreicher. Auch die Heimspiele gegen die Mühlviertler endeten mit zwei Niederlagen. Ausgeglichen mit zwei Heimsiegen und zwei Ausniederlagen ging es hingegen gegen den zweiten Vertreter Oberösterreichs zu. Die Dogers aus Ried im Innkreis, welche ihre Heimspiele in Attnang ausgetragen hatten. Mit 238km übrigens die weiteste und gleichzeitig auch westlichste Auswärtsfahrt für ein Ligaspiel der Mowers überhaupt. Die Highlanders wurden 2004 Meister und sind aufgestiegen. Die Ried Dogers wurden Letzter und gab es dann auch nicht mehr. Dafür mischte im Jahr darauf die oberösterreichische Hauptstadt in der Regionalliga Ost mit. Linz erwies sich als guter Boden für die Lawnmowers, konnten schließlich beide Auswärtsspiele gegen die Bandits mit 18-2 und 13-2 gewonnen werden. Die Rückspiele in Wien waren eine knappe Kiste, jedoch triumphierten auch hier die Wiener. Es sollten die letzten Ligaspiele gegen ein Team aus Oberösterreich für die Lawnmowers sein, denn die Linz Bandits beerbten am Ende der Saison ihre Innviertler Landeskollegen am Tabellenende und verließen die RLO somit ebenfalls nach einer Saison schon wieder. Die Gramastetten Highlanders, wie auch die Linz Bandits spielen heute in der 2.Bundesliga Mitte. Serienmeister dieser Liga sind übrigens die 1997 gegründeten Jumpin´ Chickens aus Wels, deren Herrenteam seit 2017 unter dem Namen „Centurions Wels“ antritt. Mit den Welsern hatten es die Mowers in einer der Ostligen nie zu tun bekommen. Die einzige Begegnung fand im Rahmen des Trainingslagers 2019 statt und endete 25-4 zu Gunsten der Oberösterreicher. Ein neuerliches Freundschaftsspiel ist für Freitag, den 1. April 2022 als Nightgame am Chickensfield geplant.

Neben Ligagegnern gab es in der Historie der Lawnmowers auch noch einige exotische Testspielgegner und -orte. Speziell in den Anfangsjahren des Vereins nahm man regelmäßig auch noch an teilweise international besetzten Softballtunieren teil und das auch nicht ganz unerfolgreich. Am großen Feld hatten die Mäher aus Wien bei ausländischen Gegner aber meist das Nachsehen:

Lawnmowers vs. Tschechien

Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Vier Bundesländer in denen noch kein Lawnmower – zumindest als Lawnmower – am Baseballplatz gestanden ist. Dafür hat es in den späten 90er, beziehungsweise den frühen 00er Jahren öfters Mowers-Spiele im Ausland gegeben. Genauer gesagt im tschechischen Ausland. Die weiteste Reisen der Vereinsgeschichte waren jene nach Mlade Bucky, wo zwischen 1998 und 2001 jedes Jahr zum Trainings-/Straflager geladen wurde. 351km Anreise. Dort, im hohen Norden nahe der polnischen Grenze wurden zur Saisonvorbereitung auch Testspiele gegen teils namhafte tschechische Mannschaften aufgetragen, welche die damals noch jungen Lawnmowers allesamt mehr oder weniger hoch verloren. Das erste internationale Baseballspiel des damals eineinhalb Jahre alten Vereins fand am Vormittags des Ostersonntags 1998 (lt. Google müsste das der 12. April gewesen sein) eben in Mlade Bucky statt, jedoch nicht gegen die dort ansässige Mannschaft (diese panierte unsere Mannschaft erst am Nachmittag). Premierengegner war Orli Chocen, welche damals in der zweiten tschechischen Leistungsklasse spielten.

1999 und 2000 ging es jeweils nur gegen das Team aus Mlade Bucky, erwartungsgemäß endeten beide Spiele mit Niederlagen für die Lawnmowers. 2000 fand dort auch das erste internationale Testspiel der frischen Mowers-Jugend statt. Dieses endete erfreulich, wenn auch überraschend 7-7 gegen die Jugendmannschaft von Mlade Bucky (wie es zu diesem Unentschieden im Baseball kommen konnte, ist nicht überliefert). Das zweite Spiel am Tag darauf ging knapp mit 12-10 für die Tschechen aus. Wie diese Mannschaft heißt, die in den Niederschriften immer nur „Team von Mlade Bucky“ oder „Team aus Mlade Bucky“ betitelt wird, oder ob es sie überhaupt noch gibt, konnten leider nicht herausgefunden werden.

In den Jahren darauf waren die Vienna Lawnmowers dann in Prag zur Saisonvorbereitung. 2002 wurde eine regelrechte Testspiel Orgie gegen Sokol Krc abgehalten. Einer der größten Baseballclubs Tschechiens, welcher seit 2009 unter dem Namen Eagels Praha auftritt und Dauerstarter in der Czech Baseball Extra League, der höchsten Spielklasse unseres Nachbarlandes, ist. Sämtliche Lawnmowers Teams (Kampfmannschaft, Lawnmowers II und Mowers-Jugend) bekamen es in zwei Tagen abwechselnd mit sämtlichen Sokol Krc Teams zu tun. Im vierten und letzten Spiel dieser Testspiel-Serie schickten die Prager ihre U14 gegen die Einsergarnitur der Wiener ins Rennen. Es sollte der erste und einzige überlieferte Sieg der Lawnmowers gegen eine ausländische Mannschaft sein. Triumph! Ruhm und Ehre!

Lawnmowers vs. Rest der Welt

Ok, Rest der Welt ist vielleicht ein wenig hochgestapelt, aber ja, der Off Season Report darf das. Der Off Season Report darf alles. Auch schlecht recherchiertes Veröffentlichen. Wobei die Recherchemöglichkeiten zum Folgendem tatsächlich sehr begrenzt sind. Zumindest in den Jahren 2005 und 2006 waren die Vienna Lawnmowers Teil des international bekanntem Finkstonball. Das Baseball-Pfingst-Festival schlecht hin. Damals noch ein wenig kleiner als heute. Die Spieler campierten am Platz und verbrachten die Pausen herumlungernd vor den Zelten, wie ein Foto im Archiv der alten Website zeigt. Die zweite Quelle, die belegt, das die Mowers an diesem hochrangigen Tunier mitwirkten, ist ein Ankündigungsschreiben vom 29. Jänner 2006 mit dem Titel „Finkstonball X – Baseballtunier in Attnang“, wo das Tunier allgemein, lokale Events und vor allem der Versuch den „glamorösen vorletzten Platz vom Vorjahr zumindest zu verteidigen“ groß angeworben wurde. Leider sind in den tiefsten Tiefen und Untiefen unseres Archivs keine Spielpläne und Ergebnisse aufzustöbern, welche Hinweise auf exotische nationale und internationale Gegner geben könnte. Eventuell könnten Zeitzeugen noch etwas davon berichten, falls deren Erinnerungen nicht Opfer der Nebenwirkungen der umworbenen lokalen Events geworden sind.

Jedenfalls fix ist, das die Lawnmowers seit 2006 – also seit über 15 Jahren – auf keinen Verein aus dem Ausland mehr getroffen sind. Zwei Versuche scheiterten: Zum einen wurde ein international besetztes Tunier in Tulln – das müsste um 2010 gewesen sein – wegen Sturm, Hagel und Frost schon am Vortag gecancelt. Zum anderen ein Freundschaftsspiel zehn Jahre darauf, welches im Zuge eines Trainingslagers gegen die Passau Beavers angesetzt war. Dieses musste relativ kurzfristig wegen Terminkollision seitens der Deutschen abgesagt werden, wäre aber auf Grund des ersten Lockdowns im Frühling 2020 sowieso gescheitert. Ein neuerlicher Termin gegen die Dreiflüßestädtler aus Bayern ist für 3. April 2022 in Wels angesetzt.

Weiters gibt es aktuell Bestrebungen einen österreichweiten Baseball-Cupbewerb einzuführen. Bei diesem Wettbewerb würden Teams aus der Bundesliga, den 2.Bundesligen und den Landesligen im K.O-Modus – ähnlich wie beim Fußball-Cup – um den Cupsieg spielen. Die Mannschaftsverantwortlichen der Lawnmowers haben sich, neben 10 anderen Teams, prinzipiell für die Einführung des Cups ausgesprochen, allerdings mit dem Einwand, das das schlechter gesetztere Team das Heimrecht erhält. Grund dafür ist, das ein Landesliga Team wohl nur schwer motiviert werden kann, quer durch Österreich zu fahren, um von einem Bundesliga Verein eins auf die Nuss zu bekommen. Zumindest in der ersten Runde. Wenn man die übersteht ist die Moral bestimmt schon eine andere. „Der Cup hat eigene Gesetzte.“ Da jedoch auch geplant ist mehrere Spiele der Runden zu einem Event an einen Ort und Tag zusammen zufassen, wird es eventuell in Zukunft doch wieder weitere Lawnmowers-Auswärtsfahrten zu Bewerbsspielen geben. Mal schauen, bis es soweit ist wird noch viel Wasser die Donau – das ist ein langer, europäischer Fluss, benannt nach dem italienischen Geistlichen Don Aurelius, seine Freunde nannten in kurz Don Au – hinunter fließen. Vor 2023 wird jedenfalls nicht mit der Einführung des Cupbewerbs zu rechnen sein, da eben nur 11 Teams, plus 1 Farmteam vorläufig Interesse bekundet haben. Mindestens 16 Mannschaften wären notwendig. Wenn es dann wirklich mal soweit sein sollte, könnten vermutlich nach und nach die grauen Flecken auf der mower´schen Baseball Austria Landkarte weniger werden.

Weihnachtsgedicht 2021

Wir sagen euch an, den lieben Advent,
sehet die vierte Kerze brennt.
Und wie der Runner die Signs verpennt,
darum stehen bleibt anstatt zur Zweiten rennt...

Der Kader war groß, der Kader war breit,
Knapp 25 Spieler zum Einsatz bereit.
Doch die Saison war leider wieder abgespeckt,
Denn das  Virus ist noch immer nicht verreckt.
Die Spielzeit war zu beginn noch richtig gut, Dann verlor uns jedoch der Mut. Ab August hatte die Mannschaft so ihre Nöte, Einen Habichtskauz und eingesprungene Goethe. Spektakuläre Szenen gab es trotzdem nach Maß, U.a. wenn der Klaus sagt: "Jetzt mach ma was!" Platz 6 am Ende, ist halt so nun, Der Wolfi hat mit der 3rd Base nichts zu tun. Auch die Weihnachtsfeier fiel schon wieder aus, Des einen Freud, des andern Graus. Die Feier erneut imaginär, Hä, wie das? Na schaut gut her! Denn Mjam dem Peter Ripperl bringt, Die Petra via Skipe uns winkt. Der Luca nur zwei Hüsn trinkt, Und darum nicht mal Sing Star singt, Kein Bermuda Bräu und auch kein Packerl, Das ärgert nicht nur Didi Ackerl. Darum hoffen wir aufs nächste Jahr, Damit es werden kann, wie es immer war. Zumindest gab's die Jubiläumsfeier, 25 Jahre Lawnmowers, so alt schon? Oh weia! Auch das Wochenende am Herrensee war ein Hit, Schlosskarpfen, 11-Kampf, sogar Rene war mit. Wir wünschen schöne Feiertage, Wir, die Lawnmowers, sind dazu in der Lage. Frohes Fest und einen guten Rutsch, Eventuell einen Neujahrsknutsch. Weihnachtsgrüße senden immens, Michel, Alex, Didi, Gustl, Clemens. Auch Luca, Wolfi, Klaus und Dario, Marco, Mike, Rene, der neue Flo. Lionel, Chris, Jelly und der Wolfgang, Stimmen mit an den Weihnachtsgesang. Kilian, Dan, Petra und Andi Chrastka, Ahm...darauf reimt sich nur Nebraska. Die Peters, Bertl, Eli, Magister Bammer, Das neue Jahr wird bestimmt der Hammer!

Off Season Report – Langzeitmowers

Um eines Vorweg klarzustellen, in diesen Off Season Report geht es nicht um die Zeit der Lawnmowers unter Headcoach Lang – das kommt vielleicht noch. Anfang November haben wir uns im OSR – Legionäre, beim Teutates! (der, wie übrigens niemand angemerkt hatte, der Richtigkeit wegen „Beim Jupiter!“ hätte heißen müssen.) u.a. über Legionäre berichtet, die beispielsweise nur für zwei Spiele für die Mowers im Einsatz waren. Heute werfen wir einen Blick auf das genaue Gegenteil. Eigengewächse. Vereinsikonen. Rekordspieler. Spieler, die schon über viele Jahre dem Verein die treue halten. Eben richtige Langzeitmowers.

Der Zehner-Club

Um mit den schlechte Wortspielereien abzuschließen, beginnen wir gleich beim Langzeitmower Hadmar Lang. Er und zwei weitere Ex-Spieler gehören dem Zehner-Club der Ehemaligen an. Also, Spieler, die zehn aufeinanderfolgende Saisonen für die Lawnmowers aktiv waren. Lang begann seine Karriere mit der Gründung des Vereins. Zwischen 1997 und 2008 kam er in jeder Saison zum Einsatz. Höhepunkt der Spielerkarriere waren der MVP Titel 2001 in der Regionalliga Ost, sowie zwei Mal in Folge Best Batter der RLO 2000 und 2001. Als Coach kam er 2013 zum Verein zurück und führte die Mowers 2016 erneut in die Regionalliga.

Der zweite im Zehner-Club startete seine Baseballlaufbahn im Donaupark. Von 2002 an durchlief Manuel Sturm die Mowers Jugend. Der Catcher mit dem Powerschwung debütierte dann mit 13 Jahren in der damaligen zweiten Mannschaft in der LLO und blieb dem Verein noch bis 2012 erhalten. Bekannt war er auch dafür, das er manchmal sehr knapp oder gar nicht zum Match erschien, was den Verantwortlichen öfter Schweißperlen auf die Stirn trieb. So auch einmal, als er wegen eines Sonnenbrandes kurz vor einem Nachwuchsspiel in Traiskirchen ins Spital musste und die Mowers dadurch zu wenige Spieler hatten, weshalb eine Spielerschwester ohne Vorkenntnisse spontan seinen Platz in der Line Up einnahm. Da diese nur Flip Flops dabei hatte, spielte sie einfach Barfuß mit.

Bleiben wir gleich bei Flip Flops: Kurze Hose, Ruderleiberl, Burger in der Hand und eben in Flip Flops. Ein klassischer Thorsten Brei nach getaner Arbeit. Ein Jahrzehnt. Ein Pitcher. Brei schloss sich 2008 den Lawnmowers an und entwickelte sich schnell zu einem der talentiertesten Pitcher der LLO. Sein hartes Training – u.a. mit Eisenkugeln in der Tiefgarage – machten sich bezahlt. Genau zehn Saisonen trug er so zum Erfolg der Mannschaft bei. Nach dem Wiederabstieg in die Landesliga verließ er schließlich den Verein. Beim 25-Jahr-Jubiläumsmatch zeigte er in der Legendenmannschaft, welche Qualität auch heute noch in ihm schlummert, oida.

Ich komme wieder, keine Frage

Es gibt Spieler, die nach kurzer Zeit ihren Handschuh und ihre Karriere bei den Lawnmowers eigentlich schon an den Nagel gehängt hatten, aber im Anschluss insgesamt trotzdem über zehn Saisonen aktiv waren, bzw. noch aktiv sind. Meist sind das Spieler, die als Jugendliche begonnen hatten und z.B. aus schulischen Gründen keine Zeit mehr für Baseball hatten.

Sollte es das schon gewesen sein?“, dachte sich Andreas Chrastka. 1999 stieß der 14-Krüstling zur Mowers Jugend hinzu. 2001 lieferte er mit 16 vier Spiele in der Regionalliga Ost ab, verschwand dann jedoch von der Bildfläche. 13 Jahre später tauchte er plötzlich beim Hallentraining wieder auf – evtl. war er die ganze Zeit im Gerätekammerl eingesperrt? Man weiß es nicht – und entwickelte sich vier Jahre lang zu einem verlässlichen Outfielder und 1st Baseman Back Up, ehe eine Schulterverletzung die Kruste in die karrieretechnische Kanalisation hinunter warf. Letztes Jahr dann das Come Back. Elf Jahre ist er exklusive Unterbrechung mittlerweile im Verein.

Sehr viele Parallelen zu Chrastka findet man in der Karriere von Marco Prusa wieder. Gut fünf Jahre war der heutige Wahl-Niederösterreicher im Nachwuchs und dann auch in der Landesligamannschaft mit von der Partie, dann machte ihm die zeitintensive Ausbildung einen Strich auf der Line Up. Als er Jahre später in der Freudenau zuschauen kam, sah er eine blamable Leistung der Lawnmowers gegen die Piratas del Caribe. Das reichte für unsere Nummer 47 offenbar als Motivation aus, um die zweite Karriere zu starten: „Na gut, da kann ich locker wieder mitspielen.“ Um die 15 Saisonen absolvierte Prusa insgesamt mittlerweile. Er ist übrigens der einzige Spieler der aktuellen Mannschaft, der je für eine österreichische Nachwuchsauswahl nominiert wurde. Neben ihm schafften das im Dress der Lawnmowers nur Sean Anstiss und Jonathan Frimpong.

Ein weiterer ehemaliger Jugendlicher kam um die Jahrtausendwende aus dem Wiener Nobelbezirk Simmering zu den Mowers und durchspielte mehrere Nachwuchsklassen. Zum Debüt in der Landesliga kam es nach einer kurzen Baseballpause jedoch erst Jahre mit 18. 2009 im Umbruchjahr und damitzum ersten Comeback von – viele haben es sich vielleicht schon gedacht – Daniel Jelencsits. Doch nach zwei Saisonen war schon wieder Schluss. Neun Jahre später erblickte ihn der damalige Präsident und Manager Michel Fleck im Zuschauerbereich der Freudenau. Da Anfang 2019 ein ziemlicher Spieler- und vor allem Pitchermangel herrschte, wurde Jelly direkt in der Jogginghose vom Holzbankerl auf den Mound gestellt und so quasi das zweite Comeback erzwungen. Fünf Jahre Nachwuchs, plus in Summe fünf Landesliga-Saisonen ergeben auch für Jenecsits bis heute zehn Jahre Lawnmowerszugehörigkeit.

Ergänzen tut dieses wieder aktive Trio der gegenwärtig in Hamburg spielende Philipp Sutanto. Der Catcher kam 1999 ebenfalls in die Jugend zum Verein. Von 2002 bis 2008 war Sutanto sowohl in der Regionalligamannschaft, wie auch der Landesligamannschaft vertreten und hält den LM-Rekord für die meisten Spiele in einer Saison aus dem Jahr 2004 mit 28 Einsätzen. Nach einem Jahr Pause war er zwischen 2010 und 2016 erneut mit dabei, dann folgte eine zweite Pause und ein weiteres, aber unglücklicheres Comeback in der Coronasaison letztes Jahr. Denn schon am zweiten Spieltag verletzte er sich und musste die eh schon kurze Saison wieder beenden. Dennoch summa summarum 14 Jahre im Verein.

Neue Ära – Neue Gesichter

2009 starteten die Lawnmowers bekanntlich einen Neuaufbau mit nur einer Mannschaft in der Landesliga. Eine Mischung aus Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und den vormalig zwei Erwachsenenteams formten gemeinsam mit ein paar Neuen fort an das neue Gesicht der Mowers. Zwei dieser Neuen sind bis heute und ohne Unterbrechung mit dabei, nämlich Rene Szeywerth, damals ein kompletter Neuling, der sich durch sehr viel hartes Training zu einem verlässlichen Spieler entwickelt hat und mittlerweile auch seit mehreren als Jahren Vize-Präsident tätig ist. Und Thomas Bertleff, der 2009 von den Traiskirchen Grasshoppers aus der Bundesliga gekommen war und schnell zum Führungsspieler im Centerfield geworden ist. Beide haben seit damals keine Saison verpasst und sind damit auch schon 12 Jahre dem Verein treu.

Erstkommunion, dannvorstand

Seit 20 Jahren dabei, oder wie im Fall von Alex Schroll sogar schon seit 22 Jahren dabei. Der Eisbär begann seine Baseballkarriere im Überschwemmungsgebiet der Liesing kurz vor der Jahrtausendwende in der Jugendmannschaft der Lawnmowers. Sein Debüt für die Lawnmowers II in der Landesliga Ost, sowie für die Kampfmannschaft in der Regionalliga Ost absolvierte Schroll im Jahr 2002. Während für die erste Mannschaft zwischen 2003 und 2006 nur drei weitere Einsätze folgten, kamen in der zweiten Mannschaft Jahr um Jahr mehr Einsätze hinzu und ungefähr ab 2006 übernahm er die Lawnmowers II auch als Manager. Nach dem Umbruch wurde er zum Stammspieler auf der 1st Base Position, nahm eine Vorstandsposition ein und seit 2019 ist er auch als Ligachef der LLO tätig.

Im Winter 2000/2001 kam der neun Jährige Clemens Hlawaty zu den Mowers. In den darauffolgenden sieben Jahren durchwanderte er Schüler-, Pony- und Jugendliga bis er schließlich 2008 für die Lawnmowers II in der LLO eingesetzt wurde. Den Umbruch nutzte der Wahl-Rudolfsheim-Fünfhausner um sich im Middle Infield und als Lead Off Hitter zu etablieren und machte mit immer hinterfotzigerem Baserunning auf sich aufmerksam. 2014 und 2016 wurde er zum MVP der LLO gekürt und seit 2020 sitzt der mittlerweile 30 Jährige im Vorstand des Vereins.

Ein halbes Jahr nach Hlawaty kam Lionel Mace mit sechs Jahren im Donaupark zur Schülermannschaft dazu. Der eher schüchterne junge Mann war im Nachwuchs eher nur Mitläufer, auch weil immer mit zwei Jahren Abstand der Jüngste im Team und darum auch „nur“ im Left Field eingesetzt. Durch dieses „nur“ Left Field spielen entwickelte er jedoch eine ganz eigene Beziehung zu dieser Position, mitunter vielleicht genau das der Grund, das in der weiteren Karriere bis heute zehn Gold Gloves, sowohl in der Landes- wie auch in der Regionalliga, fürs Left Field folgen sollten. Auch von Schüchtern ist spur mehr zu erkennen. Spätesten seit der Saison 2012, gekrönt mit dem MVP Titel ist Mace fester Bestandteil der Stammmannschaft. Ab 2015 übernahm der heute 27 Jährige auch im Verein mehr Verantwortung, organisiert Teamevents und Trainingslager, wurde in den Vorstand aufgenommen und übernahm 2020 das Amt des Präsidenten von seinem Vater.

Heast, die ur Gesteine, oida!

Zum Abschluss nun zur Langzeitmower-Elite. Der 25-Jahre-Club. Seit der Gründung 1996 im Verein, ohne Pause, ohne Fremdgehen. Beginnen wir dem Gründer himself. Michel Fleck, in den frühen 90ern noch für die Homerunners und die Bucks im Einsatz gründete im Sommer 1996 im zarten Alter von 21 Jahren mit einigen Schulfreunden und Schulfreundesfreunden die Vienna Lawnmowers. Spieler, Umpire, Ausbildner im Verband, Jugendtrainer. Über zehn Jahre im Dauereinsatz um den Verein im Baseball zu integrieren. Präsident von 1996 bis 2020. Ab den Jahren 2014-2015 trat er karrieretechnisch ein wenig in die zweite Reihe, war hauptsächlich nur noch als Basecoach und Ersatzspieler tätig.

Dan Rudl, der nächste 25er. 155 Spiele für die Lawnmowers. Nach einer hartnäckigen Schulterverletzung agiert der mittlerweile 47 Jährige seit knapp zehn Jahren nur noch als „Feuerwehrmann“, aber kam dennoch seit Anbeginn in jeder Saison, mit Ausnahme der verkürzten Coronasaison 2020, auf mindestens zwei Einsätze.

Die Rückennummer 0 gehört seit 25 Jahren zu Christian Neumann. Chris, ebenfalls Stammspieler der Gründungsmannschaft spielte knapp zehn Jahre regelmäßig für die Lawnmowers und war auch als Manager tätig. Es folgten noch einzelne Einsätze in den Jahren 2010, und 2012 bis 2014. 2013 bis 2017 war er als Co-Trainer tätig. Im Verein ist er trotzdem seit 25 Jahren durchgehend im Vorstand aktiv.

Abschließend zu dem Spieler, der im September bei der 25-Jahr-Feier offiziell zum Lawnmowers Rekordspieler des letzten Vierteljahrhunderts gekürt wurde. Didi Ackerl. Stammspieler seit 1996. Jede Saison, außer verletzungsbedingt 2016, voll im Einsatz. 275 Pflichtspiele für die Mowers. Kein anderer hat mehr Einsätze für den Verein. Best Pitcher LLO 2003, Best Pitcher RLO 2004, Gold Glove Pitcher RLO 2004, Gold Glove Short Stop LLO 2012, 2014 und 2015. Nach Schulterproblemen hält er sich mit einer Russensalbe zum schmieren seit Jahren fit, nur die Pitcherkarriere konnte die Paste aus zwielichtigen Tube nicht retten. Wie Neumann ist auch Ackerl seit Anfang an im Vorstand der Vienna Lawnmowers tätig.