Jahr: 2000

Lawnmowers Jugend gelingt zweiter Saisonsieg

Freudenau, So, 9.April, 11:00 – Erst kurz vor Spielbeginn erschien der neunte Lawnmowers-Spieler am Baseballplatz Freudenau, was nach dem intensiven und stark besuchten Wintertraining doch eine gewissen Enttäuschung war. Vor allem die Pitcher gingen am zweiten Wochenende in Folge ab.
Gegen das neu gegründete Jugendteam der Bucks mit zahlreichen Rookies hatte das Lawnmowers-Rumpfteam dennoch keine Schwierigkeiten. In jedem der vier Offensivinnings konnte es die maximal zulässigen fünf Runs erzielen. Leider gelangen diesmal nicht so viele schöne Schläge wie zuletzt, was aber auch daran lag, daß die gegnerischen Pitcher wenig Schlagbares warfen.
Abgesehen von zwei bis drei erfahreneren Spielern konnten die Bucks kaum überzeugen, im Vergleich zum gleichfalls neuen Grasshoppers-Team ist hier offensichtlich bisher weniger Trainingsarbeit geleistet worden.
Bei den Lawnmowers überzeugte Emergency-Starter Thomas Seidler, er profitierte aber auch von zahlreichen Schwüngen der Bucks-Batter auf schlechte Pitches. Verbesserungspotential ist weiterhin im Baserunning drin, wo die Fehler der gegnerischen Battery nicht immer konsequent ausgenutzt wurden.
Die Lawnmowers feierten einen ungefährdeten 20:3-Sieg. Nächsten Samstag kommt es zu zwei schwierigen Spielen gegen die Lions und die Diving Ducks, für welche die Lawnmowers daher eine stärkere Beteiligung ihrer Spieler benötigen werden.

Hadmar, 10.4.2000

Lawnmowers Jugend startet solide in die neue Saison

Freudenau, So, 2.April, 11:00 – In ihre zweite Saison ging die Jugendmannschaft der Lawnmowers mit Spielen gegen die Traiskirchen Grasshoppers und die Vienna Wanderers.
Das Grasshoppers-Team war erst Ende 1999 neu aufgebaut worden und das eine Jahr Unterschied in der Spielerfahrung machte sich dann auch deutlich bemerkbar. Lawnmowers-Starter Leo Zecha eröffnete mit drei Strikeouts und die Offense scorte in drei Innings jeweils die nach dem Ligareglement zulässige Höchstanzahl von fünf Runs. Erfreulicherweise lag das nicht an Kontrollproblemen des Grasshoppers-Pitchers – dieser warf gute fünf Innings -, sondern vielmehr an der über den Winter stark verbesserten Schlagleistung der Lawnmowers. Unter den zahlreichen schönen Hits ragten der Schlag von Johannes Pipal an den Rightfield-Zaun und der Inside-the-Park-Homerun von Thomas Seidler hervor. Erst in den letzten Innings rührte sich auch die Grasshoppers-Offense, der Sieg der Lawnmowers war aber niemals gefährdet und fiel mit 20:9 sehr deutlich aus.

Auch gegen die Wanderers konnte man sich gute Chancen ausrechnen, hatten diese im zweiten Spiel des „Dreierradls‘ gegen die Grasshoppers doch nicht gerade geglänzt: 13:10 für die Wanderers lautete das Endergebnis in einem von zahlreichen Walks geprägtem Spiel. Allerdings muß angemerkt werden, daß die Wanderers mit einem sehr jungen Team antraten. Gegen die Lawnmowers hatten sie jedoch noch einen Trumpf im Ärmel: Starting Pitcher Harald Vidlak war eine harte Nuß für die Lawnmowers-Offense. Außerdem mußten die Lawnmowers im ersten Inning bei zwei Outs aufgrund zweier Fielding Errors leider noch vier Runs hinnehmen. Den daraus resultierenden 1:5-Rückstand konnten sie in den folgenden Innings jedoch sukzessive vermindern und waren nach viereinhalb Innings bereits auf 5:6 herangekommen. Im fünften Inning verließ Pitcher Jo Pipal (der ansonsten ein starkes Debut am Mound lieferte) dann aber die Kontrolle und die Wanderers konnten erneut fünf Runs erzielen. Aufgrund der zwei Stunden-Zeitbeschränkung wurde das Spiel nach diesen fünf Innings mit einer 5:11-Niederlage der Lawnmowers beendet.

Insgesamt machte sich das intensive Wintertraining vor allem am Schlag bemerkbar, aber auch in den übrigen Spielbereichen war die klare Steigerung gegenüber dem Vorjahr erkennbar. Der Ausfall der Nr1 und Nr2-Pitcher Hannes Figl und Cornelius Gneist konnte die Teamleistung kaum beeinträchtigen. Nächsten Sonntag spielt die Lawnmowers-Jugend in der Freudenau gegen die Vienna Bucks.

Hadmar, 3.4.2000

Auftaktsieg für Lawnmowers in der Regionalliga

Freudenau, So, 30.April, 15:30 – Das erste Spiel der Regionalliga Ost in der Saison 2000 fand zwischen Tulln Ravens und Vienna Lawnmowers statt. Gegen den Landesliga-Aufsteiger Ravens erwarteten sich die Gastgeber einen Sieg und zunächst sah es auch danach aus: Während Dietmar Ackerl (1-0) erst im vierten Inning den ersten Hit und im fünften den ersten Run abgab, konnten die Lawnmowers in jedem der ersten sechs Innings scoren und eine klare 10:1-Führung herausspielen. Die Defense agierte in dieser Phase sehr konzentriert und bis ins sechste Inning fehlerlos, während die Verteidigung der Tullner ihren Starting Pitcher Gawain Bruckner (0-1) oft im Stich ließ.
Zwar gelang den Lawnmowers ein starker Start, dieser verdeckte jedoch nicht die Tatsache, daß am Schlag nicht nur die Sonne schien. Leider passierten unverhältnismäßig viele Strikeouts, wobei die sehr tiefe Strikezone des Plate Umpires entscheidend mitspielte. Bruckner wußte diese auch sehr gut auszunutzen und die Lawnmowers fanden einfach kein Gegenmittel – auch das Vorrücken an den vorderen Rand der Batters Box fruchtete wenig. Leider verhielten sich einige Mowers in dieser Phase auch nicht sehr diplomatisch, was die Schiedsrichter sicher nicht auf ihre Seite zog. Im siebenten Inning besetzten die Ravens bei null Out die 3rd und die 2nd Base, Ackerl schien aber auch diesmal zu entkommen, als er die nächsten beiden Batter Strikeout machte und danach einen Groundball zu Third erreichte. Das Play auf 1st war knapp und die Lawnmowers glaubten das dritte Out zu haben, der Runner wurde jedoch safe gegeben. Die Konzentration der Defense ließ nach diesem Spielzug für eine Weile nach und die Ravens konnten in dem Halbinning fünf Runs scoren und waren plötzlich wieder im Spiel.
Im achten Inning konnten die Tullner zwei weitere Runs erzielen, im neunten Inning brachte Ackerl den Vorsprung aber souverän über die Runden. Die Lawnmowers-Offense unterstützte ihn in der Endphase des Spiels nicht mehr: In den letzten beiden Innings gelangen keine weiteren Runs und mehrere Baserunner verhungerten in Scoring Position.
Die Lawnmowers erzielten 13 Hits, wobei Ackerl, Bruno Steininger, Dan Rudl, Hadmar Lang und Hugo Feldhammer jeweils mehr als einen Hit erzielten und Steininger, Rudl, Lang und Ackerl auch mit je zwei Runs zum Sieg beitrugen. Die 17 Strikeouts sind Teamrekord, aufgrund der Umstände aber hoffentlich kein schlimmes Indiz für die Zukunft.
Die Defense der Wiener blieb nahezu das gesamte Spiel hindurch stark und verzeichnete insgesamt nur zwei Errors. Positivste Überraschung war Nachwuchsspieler Florian Lackner, welcher in der allgemeinen Klasse debutierte, auf Short eine sehr gute Defensivleistung bot und auch in der Offensive überzeugte. Auch Paul Leitner (Rightfield) spielte erstmals im Seniorenteam. Bruno Steininger war auf Catcher der gewohnte starke Rückhalt und Sonja Römer und Betti waren auf 2nd fehlerlos und an insgesamt fünf Outs beteiligt.
Die Tullner profitierten in erster Linie von Bruckners starker Vorstellung (er lieferte ein Complete Game und hatte in den letzten Innings noch etwas zuzulegen), während das restliche Feld nicht immer überzeugte. Am Schlag wurde zwar meistens Kontakt hergestellt, wirklich harte Schläge und Linedrives waren aber spärlich gesät. Dennoch sind die Ravens für die Regionalliga sicherlich eine Bereicherung.

Die Lawnmowers spielen nächsten Samstag gegen die Pirates und hoffen sich in diesem Spiel für die beiden bitteren Niederlagen in der letzten Saison revanchieren zu können.

Hadmar, 30.4.2000

Ostertrainingslager der Lawnmowers

Wie jedes Jahr feierten die Lawnmowers auch heuer Ostern in Tschechien, wobei die Feier sich wie immer vor allem auf den Abend vor der Abfahrt konzentrierte und die Tage davor doch eher dem Leidensweg von J.C. anno Weiland glichen. Von den Trainingslagern vergangener Saisonen abgeschreckt verblieben einige Veteranen in der Heimat („Ich muß arbeiten“), dafür kamen viele naive Neulinge mit, die noch nicht so ganz wußten, was sie sich damit antaten: neben Manfred und den Nachwuchsspielern Leo, Hannes, Flo, Paul, Jo, Alex und Dominik auch noch sieben Dark Stars als Frantas Special Guests.
Die Anfahrt in den größtenteils angemieteten Vehikeln verlief relativ geregelt – wagemütige Überholmanöver auf den Schlachtfeldern Tschechiens waren diesmal rarer gesät und die Ankunftszeit in Mlade Buky dementsprechend spät. Immerhin gab’s um halb zwölf in der Nacht noch Essen in der Pension.

Lag es an dem späten Essen oder der doch eher kurzen Schlafensperiode – jedenfalls kam es bei den ersten Morgensprints um 7am am nächsten Tag zu einer konzertierten Kreislaufschwäche der gesamten Besetzung. Die Reaktionen reichen von „Komisches Gefühl – sowas hab ich noch nie gehabt“ bis zu „Ralph!“.
Der Kreislauf passte sich in den nächsten Tagen zwar an die Belastungen an, dafür spielten bei den meisten bald irgendwelche anderen Körperteile nicht mehr mit. Und Coach Franta tat sein Übriges dazu, den Teilnehmer-Verletzungsrekord aus dem Vorjahr überbieten zu helfen. Da waren zunächst die Morgensprints, deren Nichtbesuchen mit exzessivem Pumpen bestraft wurde. Nach einer kurzen Erholung beim Frühstück ging’s aber dann erst richtig los: Viermal täglich waren die 3km vom Hotel zum Platz zurückzulegen – ob gehend oder laufend, wurde den Teilnehmern freigestellt, angesichts der sowieso recht knappen Freizeit bevorzugten vor allem die konditionell Gesegneteren dann doch den Laufschritt. Einige vorwitzige Dark Stars versuchten sich anfangs per Pkw durchzuschummeln, bekamen von Franta die Rechnung aber prompt präsentiert. Die zwei Trainingseinheiten pro Tag waren dann aber doch jeweils der Höhepunkt der Körperschindung. Und wer glaubte, der Hitze durch Ablegen von Textilien zu entgehen, dem erging es bald wie Hannes: Er lief dann meist abends als – im doppelten Sinn – rote Laterne im Hotel ein.

Damit wir aber nicht völlig zusammenbrachen, gab es zur Auflockerung wieder einige Spielchen mit der Urbevökerung. Auch dieses Jahr wurden wir in unserer Meinung bestätigt, dass die Einheimischen schon Baseball spielen, bevor sie laufen oder sprechen können. Zwar kam es leider heuer zu keinem Softball-Spiel mit der Wirtshauspartie von Mlade Buky (wahrscheinlich lag das Team noch in der Ausnüchterungszelle), dafür durften wir uns wieder mit dem Baseballteam (den ‚Sparks‘) messen. Sonja pitchte und wurde später von Hannes und Jo abgelöst, welche ihre Sache ganz gut machten. Manfred debütierte nach intensivem Wintertraining endlich als Catcher und überraschte uns alle auf das Positivste. Am Schlag wechselte schon im ersten Inning Licht mit Schatten (schönen Linedrive-Singles von Hugo und Hadmar standen Strikeouts einiger anderer Stammspieler gegenüber) und im späteren Verlauf des Spiels wurde noch viel ausprobiert. Mit der gezeigten Leistung durften wir recht zufrieden sein. Am nächsten Tag trug die Jugend zwei Spiele mit dem Sparks-Nachwuchs aus, wobei aufgrund Spielermangels der Catcher und der Rightfielder vom Erwachsenenteam gestellt wurden. Die Spiele endeten 7:7 und 10:12, wobei die Lawnmowers kämpferisch überzeugten, als sie im zweiten Spiel einen 0:10-Rückstand nach dem ersten Inning gegen den stärksten Pitcher der Tschechen noch fast wettmachten. Hannes, Jo und Leo pitchten stark, obwohl sie schon einige intensive Pitchingtrainings hinter sich hatten und Leo führte auch die Offense mit zwei gewaltigen Schlägen bis nahezu an den Outfieldzaun an, von denen einer ein inside-the-park Homerun wurde. Das im Vergleich zu den Vorjahren generell gesteigerte Spielniveau wurde uns auch von den Sparks bestätigt.

Abseits des Platzes wurden die Lawnmowers wiederum stark von der tschechischen cuisine beeindruckt und -flusst, wobei heuer die Tatrankies relativ spärlich gesät und entsprechend begehrt waren. Der Sprachgebrauch verlegte sich aber zunehmend auf häufiger anzutreffende Lebensmittel wie „Jemny“, unser Frühstücksjoghurt (die „Jemny-Power“ mit den entsprechenden Signs sorgte auch bei den Spielen für gute Schläge der Lawnmowers und Dark Stars), oder ‚Grepfruttu‘, das zweitgebräuchlichste Erfrischungsgetränk des Riesengebirges (gleich nach „Pivo“).
Aber auch die tschechische Mythologie wurde uns in Grundzügen vermittelt und sofort entstanden erste Versionen der Lawnmowers’schen Schöpfungsgeschichte, als Rübezahl aus den vier böhmischen Grundelementen Tatranky, Bravo, Jemny und Pivo den Franta schuf und nur leider ein bisschen zuviel Pivo dabei erwischt hatte.
Die wenigen Stunden Freizeit, die wir hatten, wurden uns in erster Linie durch YC Christopher Tebbe versüßt, der uns mit zahlreichen aus seinem Leben gegriffenen Episoden bei Laune hielt: Seien es die von ihm ‚gestohlenen‘ Ostereier, die zu einer großangelegten Suchaktion des gesamten Pension-Personals führte („Oh…Aber ich wollte nicht…Ich wollte sie nur herzeigen.“ – Tebbe nach der Überführung durch die Teamkollegen), kleine Pannen beim Rasieren, als die (einzige) Klinge des Nassrasierers auf Nimmerwiedersehen im Abfluß verschwand, just als Tebbe mit der rechten Gesichtshälfte fertig war und die linke noch von Rasierschaum und Bart strotzte („Oh…I don’t know how to say it in German…Mir ist dieses Ding da vorne am Rasierer runtergefallen…und es ist weg“ – Tebbe, als er hilfesuchend mit halb rasiertem Gesicht in den Gesellschaftsraum stolperte), seine missbräuchliche Verwendung des ‚Tschi-Gongs‘, der eigentlich zur Verständigung des Personals dient, den Tebbe aber eher für ein nettes Zubehör hielt („Oh no…Ich wollte nur schauen, wie das klingt“ – Tebbe, aus seinem Zimmer zur Rezeption gezerrt und der nicht allzu erfreuten Rezeptionistin gegenübergestellt) oder ein kleines Missgeschick in der Dusche („Ich weiß nicht, wie das passiert ist, ehrlich“ – Tebbe, mit losgelöstem Duschkopf im Zimmer stehend). Aber auch beim Training erfreute er die Gemüter, insbesondere als er das Stretching leitete und den Unterschied des Lawnmower-Stretchings zu amerikanischen Fitness-Fernseh-Programmen als eher marginal erscheinen ließ („Nicht tratschen. Stretchen!“).
Und wenn Tebbe gerade nicht zur Verfügung stand, konnte man sich immer noch diversen anderen Beschäftigungen zuwenden. Die bereits letztes Jahr in Linz (Slowpitch Softball-Meisterschaft) aufgekommenen Hootschie-Gootschie-Runden feierten fröhliche Urstände (für Uneingeweihte: Das Spiel unterscheidet sich von dem bekannteren Kartenspiel „Arschloch“ bzw „President“ nur durch die Terminologie), wobei gewisse Personen doch offenbar sehr viel auf ihre jeweiligen Ämter hielten, weil sie sie einfach nicht hergeben wollten (kann dem Leo mal jemand erklären, was das WIRKLICHE Spielziel war?). Daneben wurde Tischtennis und Darts gespielt und diese Tätigkeiten jeweils mit dem Genuss von Pivo kombiniert (für die Jugend wurde dieses jedoch kräftigst rationiert).
Für den Skandal des Trainingslagers waren zu gleichen Teilen Hugo und Jo verantwortlich. Seine Aufsichtspflicht gröblich vernachlässigend verleitete Jo den Wahlbär am letzten Abend zu einem exzessiven Saufgelage mit Milan, dem Inhaber des Hotels. Hugo durfte sich Milans Lebensgeschichte anhören und bekam nach jedem Kapitel als Dank einen Wodka spendiert. Jo hatte nicht soviel Glück, lernte aber einige Dinge und Redewendungen für’s Leben (zB ‚DJ Bobo ohne DJ‘). Den Inhalt des Gesprächs bekam der Rest des Teams am nächsten Morgen und in leicht verfälschter Form (zB sehr viele ‚sch’s statt ‚s’s) von Hugo wiedergegeben, während er uns die Unwürdigkeit eines Betrunkenen beim Frühstück demonstrierte.
Ich möchte außerdem noch an die erinnern, die uns im Laufe dieses Trainigslager leider für immer verlassen haben: Alex‘ Zehennagel und Kreuz, Hannes‘ schneeweißer Rücken, Jos Jähzorn (oder?), Brunos Kreidestimme, diverse Schultergelenke, Tebbes rechtes Handgelenk, Hannes‘ Knie (soviel zum Sliden auf First), Manfreds Knie, Hadmars Gesundheit und Frantas Geduld.

Abschließend noch einige Danksagungen an:
Sonja, die als einzige Dame sehr tapfer durchhielt und vor allem verbal alles immer im Griff hatte (Schlupfrigkeiten waren nicht drin) Manfred, der als Catcher so ziemlich überhaupt keine Bälle durchließ (obwohl sich die Pitcher manchmal große Mühe gaben) Bruno, der als Catcher sämtlichen Baserunnern das Fürchten lehrte und dessen Wurf generell gesprochen ein Wahnsinn ist Didi, den wir in einem Intrasquad-Game schließlich doch noch am Mound bewundern durften und gegen den man sich am Schlag heuer ordentlich anschnallen muß Den Kettenhund auf halbem Weg zwischen Hotel und Platz, der heuer alle Jogger leben ließ, da er sich offenbar auf dem Weg in die Pension befindet und nur noch zarte junge PeeWees isst, während er wettergegerbte zähe Lawnmowers (von den Dark Stars rede ich erst gar nicht) neuerdings verschmaeht Paul und Flo, die Franta so sehr beeindruckt haben, dass er sie möglichst schnell ins Seniorenteam einbauen will, um dort anderen Leuten den Stammplatz zu rauben Michel, der die Seuche ins Team brachte Hugo, der sich’s erst am letzten Abend ordentlich gab Tebbe, weil er mitkam, da war, sprach, ass, trainierte – generell gesprochen, weil er einfach immer nur er selbst ist und wir ihn genau dafür so mögen Leo und Hannes, weil sie locker 42 km im „Laufe“ des Trainingslagers zwischen Hotel und Platz runtertrabten Die Dark Stars, weil sie diverse abgängige Lawnmowers-Tschecheranten mehr als würdig vertraten und weil sie gegen unser Jugendteam doch keine Chance hätten 🙂 Alex, der uns seine schweren Leiden einfach überhaupt nicht mitteilen wollte Jo, weil wir gar nicht mehr wissen, wie er mit heruntergezogenen Mundwinkeln und unentblößten Zähnen aussieht Dominik, der das Switchhitten vorerst mal bleiben lässt Tatranky, Jemny, Pivo, Bravo, Grepfruttu, Farmers Gift und all die anderen tschechischen Spezialitäten Franta, weil er es nach drei Jahren eigentlich besser wissen sollte und trotzdem immer noch Hoffnungen in uns setzt (wir geben uns Mühe, wirklich!)

Hadmar, 4/2000

Trainingslager 2000

Mlade Buky, 20.4.-25.4.2000 – Osterzeit, Eierzeit, Trainingslagerzeit. In uralter Vereinstradition folgten wir dem Honk des SadoFrantas und begaben uns MasoLawnmowers an die nordtschechische Grenze um uns mal wieder so richtig durchzonken zu lassen und so ganz nebenbei noch unser Baseballspiel zu verbessern.
Auf Grund des bekannt erholsamen Charakters eines solchen Lagers konnten sich nur mehr 8 Lawnmowers-Erwachsene motivieren die Reise anzutreten. Unverbraucht und ahnungslos fuhren auch 7 Lawnmowers-Jugendliche mit und sollten uns in vielen Bereichen nur positiv überraschen.

Waren es falsche Herman-Informationen oder einfach nur zu viele Krügel Bier? Auch 7 Dark Stars versuchten ihre Baseballfähigkeiten in Tschechien zu erweitern um vielleicht doch in dieser Saison ein oder zwei Spiele zu gewinnen.

1. Tag

Treffpunkt für die 15 Lawnmowers war 16:30 beim Südbahnhof und alle kamen – bis auf die Autos. Wegen akutem Kfz-Mangels (u.a. brauchte Brunos Luxuskarre mal wieder ein Service) hatte Hadmar nämlich einen Kleinbus und einen PKW anmieten müssen und er, Manfred und Bruno steckten im Stau ziemlich fest. So verschob sich die Abfahrt auf 17:45. Die Fahrt verlief dann aber reibungslos – bis auf eine kurze Grenzwartezeit und ein Suizidüberholmanöver eines Corollas gab’s kaum Probleme. Witzig war, daß Hadmar kurz vor Trutnov von der Polizei zu einer Alkoholkontrolle angehalten wurde, aber nach gewahrwerden des Fahrers sofort wieder durchgewunken wurde.
Um 23:30 hatten wir es erreicht: Horsky Hotel – Pod Pralesem! Natürlich bekamen wir dort unser gewohnt-üppiges Begrüßungsmahl.

2. Tag

Schon die ersten Minuten Laufen vor dem Frühstück forderte seine Opfer. Ein Dark Star kontaminierte das Quellschutzgebiet nach hundert Metern mit seinem Mageninhalt, einem zweiten zwang sein erboster Kreislauf in die Knie und Tebbe verpasste sich selbst eine riesige Wunde auf dem Arm nach Zusammenstoß mit dem Bordstein. Ausgesprochen klarer Fall von Triplezonk.
Nach dem Frühstück machte sich in üblicher Manier der eine Teil der Lawnmowers laufend, der andere Teil spazierend und der Dark-Stars-Teil fahrend auf den 3,2km langen Weg zum Baseballplatz. Zu unser aller Entsetzen war auch dieses Jahr der Kettenhund bei Kilometer 2 nicht besser auf uns zu bellen. Im Gegenteil: Er hatte eine neue Strategie ausgeheckt um uns vielleicht dieses Jahr in seine Hütte zu zerren und seiner Verdauung zuzuführen: Sobald er uns sah versteckte er sich nämlich in seiner Hütte, wartete hinterlistig bis man in seine Nähe kam und sprang dann Geifer und Galle spuckend auf einen zu. Nur seine mächtige Kette, aus tschechischen, verkruppten Erzen geschmiedet, bewahrte uns davor als Hundetatranky zu enden.
Am Nachmittag hatten wir ein nettes Match gegen die Mannschaft aus Mlade Buky, die wir dieses Jahr ausnahmsweise mal gewinnen liesen. Auf dem Mound machten sich Sonja (Gravitationscurve mit Ritacharakter) und Hannes (Krampf im Unterschenkel) gar nicht mal schlecht und Manfred feierte als Catcher honkend mit geballter Faust jeden Strike. Franta zog sich halbwegs zufrieden seine sexy Bermudashort (blaue Tupfen auf rosa Untergrund) bis zu den Nippeln hoch. Frohe Ostern, blaue Eier.

Abends splittete sich Hootschie von Gootschie sowie Mlade von Buky und man ging entweder in die Bar was-auch-immer betrinken oder ins Esszimmer Karten spielen.

3. Tag

Beim Morgensport passierte heute nichts außergewöhnliches, die Katastrophe kam erst um 8:00 Früh! Franta teilte der versammelten Mannschaft mit, dass etwas schreckliches passiert sei: Zwei Holzostereier waren aus einem Dekorationskorb böswillig entwendet worden! Schnell war der Schuldige ausgemacht: Christopher „the magpie“ Tebbe. Er hatte geglaubt, dass die Eier zum essen da seien und sie in Michels Unterhosen zwecks lustiger Ostereiersuche verstecken wollen. Legendär…

Zum Baseballplatz gingen heute aufgrund der aufmunternden Worte des erzürnten Frantas auch die Dark Stars zu Fuß.
Beim Training wurden verschiedene Gruppen gebildet, die jeweils „ihre“ Positionen ausgiebig trainierten. Auch das Schlagtraining kam nicht zu kurz und jeder pfefferte bis zu 240 Bälle in die Maschendrahtzäune.

Am Abend fertigte Pauli seine Gegner Jo und Didi beim Dart ab. Unglaublich nach seinen vortäglichen Leistungen.

4. Tag

Da die Alten laut Franta bereits übermüdet waren, wurde ihnen heute vormittag frei gegeben und die Jugenmannschaft, geschwächt durch Manfred und Tebbe, durfte gegen das Mlade Buky Zwergenteam ihre überschüssige Energie vernichten. Trotz eindeutigen Trainingsvorsprunges der Gastgeber war es ein ausgeglichenes Spiel und ging zu unser aller Überaschung 7:7 aus. Jo und Hannes zeigten eine starke Pitchingvorstellung und die übrige Defense konnte weder Ground noch Flyball aus dem Konzept bringen. Außerdem gelangen der Offense zahlreiche sehenswerte Hits, obwohl die gegnerischen Pitcher sicher eine Klasse besser als österreichische Jugendliga waren. Einzig Hannes und Jo verdarben den Trainern Michel und Hadmar kurzfristig den Magen als sie 2 beherzte Slides auf First Base hinlegten. Als Strafe verletzte sich aber Hannes eh am Knie bis aufs Blut und so beruhigten sich die Coaches wieder etwas.
Als Belohnung für die ansonsten hervorragende Leistung des Jugendteams wurden alle mit dem Auto ins Hotel gebracht.

Am Nachmittag stand wieder „Trening laut Frantaplan“ auf dem Programm.
Um 16:30 war ein zweites Spiel der Jugendmannschaften angesetzt. Obwohl unser Team im ersten Inning schmerzhafte 10 Runs hinnehmen mußte, starteten die Lawnmowers II eine großartige Aufholjagd und es entwickelte sich ein sehenswertes Spiel, das schlußendlich 12:10 für die Jugendmannschaft aus Tschechien ausging. Sogar der tschechische Jugendtrainer mit Stammtischqualitäten war von den Lawnmowers II sehr angetan und räusperte seinen Respekt.

Am Abend trennte sich wie so oft Honk von Zonk und die Dark Stars feierten ihren letzten Tag in der Bar im Gegensatz zu VierZwo.

5. Tag

Wieder gab es einen Tumult am Morgen: Franta zonkte mit einer mächtigen Rute auf die arme, kreischende Sonja ein. Wir vermuteten, daß er mit ihrer Leistung aber so wirklich überhaupt nicht zufrieden war und deshalb das Motivationsstangerl herausgeholt hatte. Wir erfuhren dann aber, daß derartige Entgleisungen am Ostermontag zu den steinalten Osterriten Tschechiens gehören und die Frauen an diesem Tag wahrlich wenig zu lachen hatten (hehe). Außerdem bekamen wir zum Frühstück Frankfurter.

Für die Dark Stars stand heute die Heimreise auf dem Programm. Nach dem Vormittagstraining das aus einem Match Tatrankies vrs. Jemnies bestand (und die Jemnies mit ihrer göttlichen Jemny-Power gewannen), machten sie sich auf die Pneus. Ab jetzt gabs noch mehr Jemny-Power zum Frühstück! Man stelle sich das mal vor…

Am Nachmittag wurde ein großes Geheimnis gelüftet: Frantas Genesis! Vor mehr als 50 Jahren fand sich der Große Rabbi Löw in Mlade Buky ein um den Franta golemgleich aus Gatsch (onomatopoeia) zu formen und mit den 4 Elementen des Riesengebirges Leben einzuhauchen: Tatranky, Pivo, Frühstückswürstel und (natürlich) Jemny.
Die örtliche Pimperlbahn bereitete Tebbe und uns wieder viel Spaß. Heute honkte sie besonders freundlich.
Ach ja: trainiert wurde auch! Pick Offs und Outfield wurden exerziert.

6. Tag

In der Nacht hatte sich Milan – der ruhmreich-faule Chef des Horsky Hotels, Tischtennischamp und StrohRumVierunzwanzigBierSpiegeltrinker des Horsky Hotels – bereit erklärt, unserem Walbären Hugo und einem Jugendspieler ein bissl im Wodka-Trinken zu unterrichten. Außerdem war „17 gute Zahl“ und „Bulls-Eye Tragedi“. Hugo war ab dem Frühstück daher in Jemny-Stimmung und grunzte, unzte und zonkte uns den ganzen verdammten Vormittag die Ohren voll.

1,5 Stunden Training musste unser mittlerweile gut durchgequälter Körper noch durchhalten. In- und Outfield sowie Bunten wurde noch ausgiebig trainiert bis Rudl „Das Urgestein“ Franta um 11:00 unser Trainingslager offiziell für beendet erklärte.
Nach dem Essen und Duschen (Tebbe ruinierte noch kurz zum Abschied den Duschschlauch) war um 12:30 Abfahrt und das gesamte Hotelpersonal, bestehend aus Milan, der geilen Kellnerin, dem boxenden Austrian-Cook und den beiden räudigen Straßenkötern, winkten uns fröhlich zum Abschied – endlich kehrte wieder Ruhe im Horsky Hotel ein.

Um 18:15 trudelten wir in die Wiedner Hauptstraße ein – eine Viertelstunde nach Büroschluss der Verleihfirma. Hadmar war deshalb sauer und sowieso krank, Hugo stand einsam, vergessen, verlassen aber unzend am Südbahnhof, und die Autos parkten im Kurzparkbereich. Irgendwie kam aber doch jeder heim und die Autos wurden am nächsten Tag zurückgegeben.

Franta wollen wir an dieser Stelle ein einstimmig-lautstarkes „DANKE“ für seinen Einsatz zurufen. Es hat uns allen wiedermal viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Aufenthalt im Horsky Hotel!

Teilnehmer

Didi, 28.4.2000

Geglückte Generalprobe für die Saison

Freudenau, So, 9.April, 14:00 – Ihr erstes Spiel der Saison 2000 bestritten die Lawnmowers gegen die Schremser Beers. Der Waldviertler Verein wird heuer in die Landesliga einsteigen, hat aber 1999 durch mehrere starke Leistungen in Freundschaftsspielen (ua zwei knappe Niederlagen gegen die St.Pölten Pirates) auf sich aufmerksam gemacht. Die Gastgeber nahmen das Spiel daher auch nicht auf die leichte Schulter: Vom Stammkader fehlten nur die Outfielder Heinz Kampel und Wolfgang Gottschalk sowie 2nd Baseman Christian Neumann, der aber als Basecoach zur Verfügung stand.
Mit Beginn des Spiels konnte dann aber der Klassenunterschied unschwer erkannt werden: Während die Schremser gegen Lawnmowers-Starter Rita Sedlak drei Innings hindurch ohne Score blieben, schlug die Offense der Wiener im ersten Inning sofort erbarmungslos zu und ließ bis Spielende nicht nach. In vier der insgesamt sechs Innings wurde mindestens einmal durch die gesamte Lineup geschlagen. Erfreulich war, daß die Lawnmowers vor allem durch Hits auf Base kamen und nur selten durch Walks. Dies ist auch ein gutes Zeichen für die Schremser Pitcher, da die Kontrolle in der Landesliga wohl die wichtigste Pitcher-Eigenschaft ist.
Bei den Lawnmowers pitchten neben Sedlak noch Dietmar Ackerl, Sonja Römer und Dan Rudl je ein Inning. Römer debutierte am Mound und konnte eine ansprechende Leistung vorweisen. Die Runs der Beers wurden zumeist durch die nicht immer sichere Defense der Lawnmowers verursacht.
In der Lawnmowers-Offense glänzten mehrere Schlagmänner: Christopher Tebbe, Manfred Gollop, Bruno Steininger, Michel Fleck und Hadmar Lang erzielten jeweils mindestens zwei Hits. 1st Baseman Hugo Feldhammer überragte alle anderen am Schlag noch um ein wenig: Neben mehreren Line Drive-Hits erzielte er auch einen Three-Run Homer. Es war dies der erste Outside-the-park Homerun, der einem Lawnmower in der Freudenau gelungen ist – und nachdem sie dort seit drei Jahren ihre Heimspiele austragen, war er überfällig. Nachwuchsspieler Paul Leitner lieferte sein Baseballdebut in der Allgemeinen Klasse. Die Lawnmowers gingen in etwa 60 Plate Appearences nur zweimal Strikeout.
Die Beers hatten vor allem in der Defense noch Probleme, die Schlagleistung war ansprechend und das Pitching kontrolliert. Auch der große Kader wird sicher für einen starken Start in den Spielbetrieb sorgen. Hervorgehoben muß noch der sehr freundschaftliche Charakter werden, den das Spiel hatte.

Hadmar, 10.4.2000

Vorschau auf die Regionalliga Ost 2000

Auch diese Saison kommt wieder frischer Wind in die Liga – in der Gestalt von drei neuen Teams, die gemeinsam mit den vier Top-Plazierten des letzten Jahres um den Meistertitel und den Aufstieg in die 2.Bundesliga kämpfen werden. Von der Regionalliga Ost des Jahres 1998 sind überhaupt nur noch zwei Mannschaften übrig: die St.Pölten Pirates und die Diving Ducks II (damals noch Sliding Drakes). Diese beiden lieferten sich letzte Saison auch einen heißen Kampf um den Meistertitel. Erst im direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams im letzten Saisonspiel konnten sich die Ducks durchsetzen.
Aufsteiger aus der Regionalliga gab es 1999 keinen, da die Ducks I in die 2.Bundesliga abgestiegen waren und dadurch dort für das zweite Team kein Platz war. Die Pirates konnten die Lizenzanforderungen nicht erfüllen und die beiden weiteren theoretisch zum Aufstieg berechtigten Teams (Blue Bats II und Lawnmowers) konnten respektive wollten auch nicht. In die Landesliga abgestiegen waren die Crusaders (in Spielgemeinschaft mit den Vienna Bucks) als Tabellenletzter und die Vienna Burritos. Diese waren den Tullner Ravens in der Relegation nach drei spannenden Spielen unterlegen. Neben den Ravens stiegen außerdem die Stock City Cubs II als Landesligameister ´99 in die Regionalliga auf.
Schlußendlich nehmen noch die Vienna Mercies an der Regionalliga Ost 2000 teil. Nachdem sie 1999 den Spielbetrieb schon eingestellt hatten, war dies eine etwas überraschende Entwicklung. Die Liga wird dadurch auf sieben Teams aufgestockt, womit jede Mannschaft nun zwölf Spiele auszutragen hat – zwei mehr als im letzten Jahr. Dem allgemeinen Niveau ist diese verstärkte Spielpraxis sicher nicht abträglich.
Hier nun die Vorstellung der teilnehmenden Teams für die Saison 2000:
Vienna Mercies: Absteiger aus der 2.Bundesliga Ost 1999 Nachdem sich der Verein 1998 ganz tapfer in der 2.Bundesliga Ost geschlagen hatte, war es 1999 dennoch zu Beginn der Saison aufgrund der akuten Abstiegsgefahr zu Auflösungstendenzen gekommen. Noch vor den ersten Partien verließ die halbe Stammbesetzung den Verein, was zu einer Einstellung des Spielbetriebs für 1999 führte. Damit waren die Mercies automatisch Fixabsteiger.
Vor der heurigen Saison rafften sich die Mercies wieder auf und wollen es mit einer Mixtur von Spielern aus den früheren zwei Teams (2.BL und Landesliga) noch einmal wissen.
Im Vergleich zu 1998 werden sehr viele bekannte Gesicher abgehen: Nickolaus Albert und Manfred Heisler bleiben bei den Stock City Cubs und Christoph Lerch bei den Crusaders. Außerdem hat Mo Ogris seine Karriere definitiv beendet.
Wer bleibt also von den frühreren Stammspielern des 2.BL-Teams? Wolfgang Privas (2B) kehrte von den Cubs wieder zurück, Andreas Hager (3B), Johannes Rosinger (C) und Gerhard Schellmann (P) bleiben als weitere Eckpfeiler erhalten. Die restlichen Positionen werden wohl mit Spielern aus der ehemaligen 2.Mannschaft aufgefüllt werden.
Insgesamt sind die Aussichten für das Team nicht besonders rosig. Zwar dürfte das Infield recht solide sein, aber die mangelnde Tiefe wird sich in der Schlagleistung, im Outfield, vor allem aber im Pitching bemerkbar machen – dort sind von den vier Pitchern des Jahres 1998 nur noch zwei übrig (neben Schellmann noch Andreas Wagner). Aber wer weiß, vielleicht wird da noch jemand aus dem Hut gezaubert.
Leider fehlen mir von einigen ehemaligen Mercies-Spielern die Informationen, ob sie heuer wieder dabei sein werden, was die Einschätzung der Spielstärke der Mercies ziemlich erschwert. Ich erwarte von ihnen dennoch keine überragende Saison.
Wiener Neustädter Diving Ducks II: Meister der Regionalliga Ost 1999 Die Wiener Neustädter hatten 1999 eine sehr starke Saison in der Regionalliga und mußten während des gesamten Jahres nur eine (sehr knappe) Niederlage hinnehmen. Die Kombination aus talentierten Nachwuchsspielern, früheren Sliding Drakes und ehemaligen Padres wuchs sehr schnell zu einem homogenen Team zusammen.
Auch heuer könnte wieder eine relativ große Umstellung ins Hause stehen. Das A-Team der Ducks mußte nach dem Abstieg aus der ABL den Verlust von zwei Kernspielern hinnehmen. Zusätzlich dazu darf dort ab 2000 nur noch ein Ausländer gleichzeitig eingesetzt werden, so dass drei Plätze der Stammformation neu zu besetzen sind. Die nötigen Spieler werden aus der 2.Mannschaft kommen. Hauptkandidaten dafür sind Peter Raimann (P, 3B), Andreas Makovich (C), Istvan Laszlo (SS), Jochen Markovits (OF), Thomas Griesmayer (OF) und Raimund Amon (2B).
Die Abgänge werden das Team sicher schwächen, eine entscheidende Verstärkung kann aber heuer vom Nachwuchs erwartet werden. Die beiden Vorzeigetalente Max Leitner und Christoph Mazohl spielten schon letztes Jahr über dem Liganiveau, heuer werden sie das Team wahrscheinlich schon tragen können. Mein Tip: Leitner wird 2000 den Durchbruch als Pitcher schaffen und die Liga dominieren. Zwei bis drei weitere junge Spieler werden sich ein Stammleiberl bei den Ducks II erkämpfen und entscheidend mit zu einer weiteren starken Saison beitragen. Ob es allerdings zur Titelverteidigung reichen wird? Die Mehrfachbelastung vieler junger Spieler (neben allgemeiner Klasse auch noch Jugend- und Juniorenliga) und das Vorherrschen anderer Präferenzen (Wiederaufsteig des 1.Teams in die ABL, nachhaltiger Aufbau der jungen Spieler) werden für die Ducks II einen leichten Dämpfer nach der großartigen Saison 1999 mit sich bringen.
St.Pölten Pirates: Vizemeister der Regionalliga Ost 1999 Bei den Pirates wird es – man ist versucht zu sagen: wie gewohnt – zu keinen großen Änderungen der Stammbesetzung im Vergleich zum Vorjahr kommen. Für eine sehr starke Saison 2000 wird das auch nicht nötig sein.
Mit Shortstop Philipp Goiser (Gold Glove, Battingchampion und MVP 1999) und 3rd Baseman Andreas Köberl (Battingchampion 1998 und drittbester Batter der Regionalliga 1999) hat man zwei MVP-Kandidaten. Diese beiden, die Wagner-Brüder, Joe Klug, Thomas Schöne und Gerald Kräftner bilden einen soliden Nukleus von Spielern. Dieser wird zwar langsam immer älter, für einige Saisonen in dieser Besetzung wird es aber noch reichen.
Das Team konnte letztes Jahr in allen Bereichen überzeugen und es wird damit zu rechnen sein, dass es (fast) alle Tugenden in die neue Saison mitnehmen wird: Das Teamfielding ist sehr stark (1999 Gesamt-FA von .910), das Pitching tief (Goiser, Schöne und Lukas Wagner können alle auf Regionalliga-Niveau mehr als mithalten) und das Batting vernichtend. Nur im Catching könnte heuer eine Schwachstelle liegen – Joe Klug spielt ja schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, seine Spielertätigkeit etwas einzuschränken und heuer dürfte dieser Vorsatz wahr werden. Neuer Stammcatcher des Teams soll David Lassmann werden.
Die Pirates haben vor, heuer vermehrt neue, jüngere Spieler in die Mannschaft einzuführen. Außerdem soll eine Schülermannschaft aufgebaut werden. Neue Impulse schaden dem leicht überalterten Team sicher nicht und werden dem Baseballsport in St.Pölten auch langfristig guttun. Heuer wird das Team allerdings noch in der alten Besetzung erstmals in seiner schon etwas längeren Vereinsgeschichte einen Meistertitel holen.
Schwechat Blue Bats II Dritter der Regionalliga Ost 1999 Wie bei den Ducks II wird auch bei den Blue Bats viel davon abhängen, wie die Lage in der 1.Mannschaft ist. Auch die Blue Bats I sind aus der 1.Bundesliga abgestiegen und einige Spieler spielten zuletzt mit dem Gedanken, Ihren Einsatz für den Baseballsport etwas einschränken. Fix ist jedenfalls der Abschied von Michael Schütz. Daher werden wohl auch bei den Blue Bats einige Spieler der 2.Mannschaft nun ins A-Team abwandern. Mögliche Kandidaten sind Stefan Neubauer (1B), Osama Abo Alof (P) und Alexander Plansky (C, 3B). Von der Stammannschaft bleiben als Leistungsträger Johannes Benninger (OF), Philip Alder (C), Christian Medek (P), Paul Sukopp Jr und Bernd Csida. Von den Jungen – vor allem Sukopp und Alder (der letztes Jahr durch Verletzungspech aus einer sehr starken Saison gerissen wurde) – kann heuer viel erwartet werden.
Das Pitching wird stärker sein als letzte Saison, da Christopher Starka wieder vermehrt zur Verfügung stehen wird, was den wahrscheinlichen „Verlust„ von Abo Alof ans erste Team wettmachen sollte. Christian Medek und Thomas Schedl haben 1999 erstmals im Ligabetrieb gepitcht und werden mit der wachsenden Erfahrung sicher auch besser am Mound.
Insgesamt werden die Blue Bats II daher trotz der möglichen Abgänge eine weitere Leistungssteigerung vorweisen können. Wenn man bedenkt, dass auch letzte Saison alle Niederlagen sehr knapp waren, wird man heuer an der Tabellenspitze mitmischen.
Vienna Lawnmowers Vierter der Regionalliga Ost 1999 Bei den Lawnmowers halten sich die Änderungen in Grenzen. Utility-Infielder Andreas Ofner und 1B Oliver Meingast verließen das Team im Verlauf des vorigen Jahres, wichtige Neuzugänge gibt es nicht. Aus dem Jugendteam werden heuer aber wahrscheinlich einige Spieler in die Allgemeine Klasse eingebunden werden. Der Kader wird daher auch in der Saison 2000 wieder eine relativ große Tiefe aufweisen.
Es wird allerdings eine Leistungssteigerung von den Stammspielern nötig sein, um dem Team einen weiteren Auftrieb zu geben und eine solche ist durchaus im Bereich des Möglichen. Dietmar Ackerl (P), Christian Neumann (2B) und Hugo Feldhammer (1B) haben jedenfalls noch Steigerungspotential. Auch der Rest der Mannschaft sollte inzwischen mit dem Regionalliga-Pitching besser zurande kommen. Ein Problembereich liegt im Catching, wo Stammcatcher Bruno Steininger möglicherweise seinen Einsatz etwas einschränken wird und ein nennenswerter Ersatz (noch) nicht in Sicht ist. Die Lawnmowers sind wahrscheinlich kein Abstiegskandidat, über das Ligamittelfeld werden sie aber auch heuer nur schwerlich hinauskommen.
Stock City Cubs II Meister der Landesliga W/NÖ/B 1999 Die solide Nachwuchsarbeit der Cubs sorgte dafür, dass die zweite Mannschaft letztes Jahr die Landesliga gewinnen und in die Regionalliga aufsteigen konnte. Und die jungen Spieler werden heuer sicher eine weitere Leistungssteigerung mitmachen, sich in der neuen Liga mehr als behaupten und ihren Beitrag zum weiteren Aufstieg des Baseball- und Softballsports in Stockerau leisten (daneben ist ja das A-Team in die 1.Bundesliga avanciert und auch die Rag Dolls spielen heuer in der höchsten Spielklasse).
Die Stärke der Stockerauer ist das Pitching: Das gilt für das 1.Team als auch für die Regionalligamannschaft. Neben Normann Kathi und mehreren jungen Talenten (Stefan Rötzer,…) könnte durchaus auch einer der Pitcher mit 2.Bundesliga-Erfahrung das B-Team verstärken – mögliche Kandidaten sind René Lachinger, Jürgen Huemer und/oder Thomas Chwojka.
Am Schlag wird wieder auf die Routiniers Franz Assmann (1B) und auf Kathi Verlaß sein, die Nachwuchsspieler werden aber auch hier den Hauptbeitrag leisten. Das etwas stärkere Regionalliga-Pitching wird zwar für eine leichte Abdämpfung der letztjährigen starken Leistung sorgen, die Lineup sollte aber immer noch für genügend Runs reichen.
Einziger Problembereich für die Cubs könnte – ähnlich wie bei den Ducks – die Mehrfachbelastung einiger Spieler und Coaches durch die verschiedenen Ligen werden (Jugendliga, ABL und Regionalliga). Das könnte vielleicht dafür sorgen, dass heuer das Leistungspotential in der Regionalliga nicht erreicht wird, langfristig sorgt die Spielpraxis aber sicherlich für eine weitere Stärkung der Cubs. Die Cubs II werden sich 2000 dennoch problemlos zumindest im Liga-Mittelfeld plazieren können.
Ravens Vizemeister der Landesliga W/NÖ/B 1999 In ihrer zweiten Saison schafften die Ravens über die Relegation den Aufstieg in die Regionalliga. Ob sie sich hier behaupten können, erscheint aber sehr fraglich. Ehemalige Stammspieler wie Klaus Hetsch, Christian Schmid und Oliver Maier stehen heuer wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Zwar werden einige neue Spieler zum Einsatz kommen, durch sie werden aber die Löcher in der Feldverteidigung und im Batting nicht restlos gestopft werden können. Am Schlag werden einzelne Spieler wie Harald Höhne, Martin Lahsnig und René Weissinger sicher für einige Hits sorgen, die Tiefe fehlt allerdings. Die Nachwuchsspieler Marc Swoboda und Thomas Lang könnten aber heuer ihren Wert für das Team beweisen.
Etwas besser sieht es im Pitching aus, wo Gawain Bruckner und Höhne zwar nicht dominieren, sehr wohl aber die Innings ohne allzu groben Schaden abspulen werden. Auch das Feldspiel ist solide, nur das schwache Catching könnte die gegnerischen Teams möglicherweise zu aggressivem Baserunning verleiten.
Die im Frühling erfolgenden Platzverbesserungen am Ravens-Nest in Tulln werden auch für eine Einschränkung des Trainingsbetriebs sorgen. Die Ravens werden zwar das eine oder andere Spiel gewinnen, ohne eine deutliche Verbesserung im Schlagen wird der Klassenerhalt aber nicht gelingen.
Prognostizierte Abschlußtabelle der Regionalliga 2000: Pirates Blue Bats II Ducks II Cubs II Lawnmowers Mercies Ravens Gesamtresümee: Die drei Farmteams der Liga (Ducks, Cubs, Blue Bats) haben aufgrund der flexiblen Farmteamregelung ein großes Potential, entscheidend wird für sie sein, wie stark sich die Mehrfachbelastung (manche Spieler spielen sowohl in Nachwuchsteams als auch in der 1. und 2.Mannschaft der allgemeinen Klasse) zu Buche schlägt. Das enorme Leistungsloch, das es in den letzten Jahren zur 2.Bundesliga gab, wird zunehmend kleiner werden, da fünf der sieben Teams heuer einiges von ihren Nachwuchsspielern erwarten können und aus der Landesliga das zweite Jahr in Folge zwei aufsteigende Mannschaften dazugestoßen sind. Auch das durchgängige Wintertraining, das alle Teams durchgeführt haben, wird hoffentlich zu einer starken Liga beitragen.

Hadmar, 22.2.2000

Protokoll der Regionalligasitzung vom 23.1.2000

Regionalliga Ost

Für die Regionalliga 2000 hatten folgende Mannschaften eine Nennung abgegeben:

Wiener Neustadt Diving Ducks II St.Pölten Pirates Rannersdorf Blue Bats II Vienna Lawnmowers Stock City Cubs II Tulln Ravens Vienna Mercies Die Wahl der Ligafunktionäre ergab:

Ligaverantwortlicher: Michel Fleck (Lawnmowers) Ligaverantwortlicher-Stellvertreter: Christian Neumann (Lawnmowers) Liga-Strafreferent: Andreas Hager (Mercies) Rechnungsprüfer: Philipp Goiser (Pirates) Die Nenngebühr beträgt 2000.-, die von jedem Verein auszulegende Kaution ebenso 2000.- Die Bezahlung der Schiedsrichter und Scorer wird durch den Verein erfolgen, der sie für das entsprechende Spiel zu stellen hat.
Der Spielmodus sieht eine einfache Hin- und Rückrunde vor, womit jedes Teams zwölf Spiele zu bestreiten hat.
Der Regionalligameister ist Fixaufsteiger in die 2.Bundesliga, der Zweitplatzierte spielt Relegation gegen den Vorletzten der 2.Bundesliga. Der Letztplatzierte steigt fix in die Landesliga ab, der Sechstplatzierte spielt Relegation gegen den Zweiten der Landesliga. Die Relegation wird jeweils in einer best-of-three Serie ausgetragen. Das Schiedsrichterteam für die Aufstiegsrelegation hat der Fixaufsteiger, das für die Abstiegsrelegation der Fünftplatzierte zu stellen. Schiedsrichter und Scorer werden in diesem Fall von der Liga bezahlt, und zwar mit einem Pauschalbetrag von 800.- pro Schiedsrichterteam und Spiel.
Die Liga soll am letzten Aprilwochenende (29./30.4.) beginnen und bis Anfang August durchgebracht werden. Die erste Fassung des liegt dieser Aussendung bei.
Die Spiele sind auf neun Innings angesetzt, wobei ein Spiel nach fünf/viereinhalb Innings endet, wenn ein Team mit mehr als 19 Runs voranliegt, oder nach sieben/sechseinhalb, wenn ein Team mit mehr als 9 Runs voranliegt. Für die Spiele besteht keine Zeitbegrenzung.
Die Spieleranmeldeformulare und Spielerpässe lasst mir möglichst bald zukommen (so noch nicht geschehen) – bis zum 31.März muss jedes Team 15 Spieler gemeldet haben, damit es an der Liga teilnehmen darf. Weitere Anmeldungen sind jederzeit im Laufe der Saison möglich. Farmspieler müssen als solche am Spieleranmeldeformular gekennzeichnet werden – der Spielerpass wird jedoch ausschließlich in der höheren Liga bearbeitet. Spieler, die am jeweiligen Spieltag noch nicht 15 Jahre alt sind, brauchen ein ärztliches Attest, damit sie von mir eine Genehmigung erhalten, am Spielbetrieb teilzunehmen.
Wenn ein Spiel wegen schlechter äußerer Bedingungen nicht stattfinden kann, dann informiert das Heimteam das Gastteam und daraufhin beide Teams den Ligaverantwortlichen. Nur wenn beide Teams die Absage bestätigen und sie der Ligaverantwortliche genehmigt, gilt das Spiel auch tatsächlich als abgesagt. Der Ligaverantwortliche informiert das Schiedsrichterteam von der Absage (bei fraglichen äußeren Bedingungen wird dem Schiedsrichterteam auch empfohlen, sich bei mir telefonisch zu informieren, ob das Spiel auch tatsächlich stattfindet). Die beiden von der Absage betroffenen Teams sollten sich sofort nach der Absage einen Ersatztermin ausmachen und mir diesen melden.
Jedes Team muss bei jedem Spiel eine Mindestanzahl von zehn einsatzbereiten Spielern zur Verfügung haben. Auch mit neun Spielern darf ein Spiel bestritten werden, fällt dann allerdings ein Spieler aus, so wird das als Nichtantreten zu einem angesetzten Spiel laut Straf- und Diziplinarordnung bestraft.
Scorings sind an Christian Neumann (Adresse siehe beiliegende Liste), Spielberichts-formulare entweder an Christian oder an mich zu schicken. Das Spielberichtsformular ist vom Schiedsrichterteam zum jeweiligen Spiel mitzunehmen.
Wichtig! Scorings sind vor dem Abschicken zu kopieren und diese Kopie aufzuheben. Geht ein Scoring auf dem Postweg verloren und existiert keine Kopie, so wird das als Nichteinlangen eines Scorings laut SDO bestraft.
Es sei darauf hingewiesen, dass laut SBO heuer in jedem Team nur noch ein Ausländer gleichzeitig spielberechtigt ist. Eine weitere Änderung betrifft das Farmsystem: Danach dürfen Spieler in niedrigeren Spielklassen als Pitcher eingesetzt werden, wenn sie nicht unter den ersten drei des Pitcher-Rankings sind. Wenn sie allerdings unter den ersten zehn des Batter-Rankings sind, muss für sie ein DH eingesetzt werden.
Ich werde – so möglich – Routinekontrollen im Farmsystem vornehmen. Die Teams sind jedoch angehalten, solche Überprüfungen auch selber durchzuführen.
Ich habe vor, eine Ligainformation jeweils spätestens am Mittwoch der auf eine Spielrunde folgenden Woche auszuschicken. Diese Aussendung wird ausschließlich über e-mail erfolgen. Jeder Interessierte mit e-mail-Zugang kann diese nach entsprechender Bekanntgabe zugeschickt bekommen.

Ich hoffe auf eine erfolgreiche Regionalliga 2000 und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michel Fleck

Michel, 1/2000

Was bringt den Lawnmowers das neue Jahr

Fr, 21.1.2000, 18.30 Uhr. – Bei der Generalversammlung des Lawnmowers Baseball Club in „Brandauer’s Bierigem“ wurde ein Rückblick auf die Saison 1999 vorgenommen und die Pläne für 2000 geschmiedet.
Das vergangene Jahr brachte durchaus positive Entwicklungen für den Verein: Das Erwachsenenteam konnte den Aufstieg in die Regionalliga rechtfertigen und belegte dort mit einem ausgeglichenen 5:5-Rekord den vierten Platz. Das Jugendteam konnte in seiner ersten Saison viel Erfahrung sammeln und in der Jugendliga Ost immerhin einen Rekord von 6-10 vorweisen. Bei den österreichischen Mixed Slowpitch-Softball-Meisterschaften belegten die Lawnmowers den dritten Platz. Leider wurde das im Herbst geplante Publikumsspiel vom Regen hinweggeschwemmt. Die Trainingsanwesenheit war zufriedenstellend und am Ostercamp nahm nahezu das gesamte Erwachsenenteam teil. Abseits vom Baseballplatz zu vermelden ist, daß die Homepage erneut sehr beliebt war und die gesamte Saison hindurch immer aktuell gehalten wurde.
Insgesamt wird es für 2000 nicht allzu viele Neuerungen geben: Das Erwachsenenteam wird sein zweites Jahr in der Regionalliga Ost bestreiten – Saisonziel ist eine Behauptung im Mittelfeld. Das Jugendteam nimmt erneut an der Jugendliga W-NÖ-B-St teil, wo heuer auf jeden Fall eine Leistungssteigerung zu erwarten ist. Über Ostern wird wieder das Trainingslager in Mlade Buky abgehalten werden, wo heuer sowohl Jugend- als auch Erwachsenenteam teilnehmen werden. Im Erwachsenenteam soll es zur allmählichen Einbindung von älteren Jugendspielern kommen. Die Nachholung des Publikumsspiels ist für das Frühjahr geplant. Das Training wird ab Juni auch einmal in der Woche in der Freudenau abgehalten werden.

So, 23.1.2000, 17 Uhr. – Die gemeinsame Sitzung der Regionalliga Ost und Landesliga W-NÖ-B brachte zunächste eine hitzige Diskussion über eine mögliche Neuaufteilung der Ligen, da für die Landesliga insgesamt neun Teams genannt hatten. Schlußendlich blieb die Ligastruktur jedoch erhalten, wobei die Regionalliga allerdings auf sieben (letzte Saison sechs), die Landesliga auf acht Teams (letztes Jahr fünf) aufgestockt wird.
Gegner der Lawnmowers in der Regionalliga sind 2000: Die Vienna Mercies als Fixabsteiger aus der 2.Bundesliga (sie hatten 1999 den Spielbetrieb eingestellt, nehmen ihn allerdings 2000 wieder auf), der Regionalligameister 1999 Diving Ducks II, der Vizemeister St.Pölten Pirates, die Blue Bats II, der Landesligameister 1999 Stock City Cubs II und die Tulln Ravens, zweiter Aufsteiger aus der Landesliga.
Die Liga wird nach Ostern beginnen und bis Mitte August dauern. Der Spielplan sieht eine einfache Hin- und Rückrunde vor, sodaß jedes Team zwölf Spiele zu bestreiten hat. Die Spiele werden ohne Zeitbegrenzung auf neun Innings ausgetragen werden, allerdings mit Mercy Rules bei zu hohem Rückstand eines Teams

Hadmar, 27.1.2000