Autor: Alex

Neustart in der Regionalliga

Nach einer erfolgreichen Saison 2016 haben die Lawnmowers (als Erste des Grunddurchgangs und im Final Four ungeschlagen; dennoch als zweite aufgrund des fehlenden Spiels gegen die Vienna Cyclones) das Aufstiegsrecht gegen die Relegations-Kandidaten Vienna Bucks gewonnen. Somit werden die Lawnmowers 2017 erstmals seit 2008 wieder in der Regionalliga Ost antreten. Diese ist – aufgrund der Umstrukturierungen in der ABL/BBL – nun die zweithöchste Liga Österreichs.

Zum Einsatz kommt ein eingespieltes Team welches sich in den letzten Jahren gebildet hat und aus früheren Jugendspielern und Spielern die erst im Erwachsenenalter mit Baseball begonnen haben besteht. Für viele ist es das erste Mal in der Regionalliga. Einige ehemalige Jugendspieler haben zwar bereits vor 15 (!) Jahren in der Regionalliga kurzfristig geschnuppert (Andreas Chrastka, Mario Pötscher oder Alexander Schroll), der Großteil der Spieler hat aber erst in den letzten Jahren in der Landesliga Ost angefangen. Nur die alten Hasen Michel Fleck, Dan Rudl und Didi Ackerl konnten schon 1999 bis 2007/2008 viel Regionalliga-Erfahrung sammeln, haben nun aber bereits den jüngeren Spielern das Feld überlassen und sich teilweise zurückgezogen.

Zwar wird das Team eine der ältesten Lawnmowers-Mannschaften sein die bisher angetreten ist. Die große Spielerfahrung ist aber mit Sicherheit ein Vorteil um sich auf die schnelleren Pitcher in der Regionalliga einzustellen. Diesbezüglich haben sich die Mowers in den letzten Jahren auch in der Landesliga deutlich gesteigert. Immerhin hat sich der Level zwischen Landes- und Regionalliga in den letzten 10-15 Jahren deutlich verkleinert, insbesondere in der Landesliga Division A. Dass die Lawnmowers gut mit Regionalliga-Teams mithalten können haben neben dem Relegationsspiel gegen die Vienna Bucks auch die Spiele des Federation Cups Finale gegen die Regionalliga-Teams der Stock City Cubs und Piratas del Caribe gezeigt.

Als Gegner stehen den Lawnmowers großteils bereits aus der Vergangenheit bekannte Mannschaften gegenüber:

  • Schwechat Blue Bats: Aufgrund von Kaderengpässen und den weiten Distanzen in der Bundesliga haben sich die Schwechater entschlossen 2017 eine Ligaebene weiter unten anzutreten. Erste Spiele mit den Blue Bats 2 (2. Mannschaft) gab es bereits in den Saisonen 1997 bis 2000 (Landes- und Regionalliga). Danach wurde lange Zeit von 2007 bis 2012 in der Landesliga Ost B gegen die Schwechat Brewers (2. Mannschaft) gespielt.  Die zweite Mannschaft wurde danach aber aufgelöst. Die ehemalige Bundesliga-Mannschaft wird nun aber sicher ein hohes Niveau in die Regionalliga mitbringen.
  • Schremser Beers: 2004 und 2008 wurde gemeinsam in der Regionalliga gespielt. Das letzte Duell im Rahmen des LLO Final Four 2014 ging 1-15 an die Waldviertler. Die Schremser haben sich in den letzten Jahren weiter verjüngt und es kommen zunehmend auch (ehemalige) Spieler der Zwettler Originals zum Einsatz (die wir bereits aus Landesliga und Freundschaftsspielen kennen).
  • Rohrbach Crazy Geese: Zuletzt spielte man 2001-2004 in der Regionalliga gegen die erste Mannschaft der sympathischen Burgenländer. Dafür waren die Lawnmowers 2003-2009 sowie 2012-2013 im Rahmen der Landesliga regelmäßig zu Gast bei der zweiten Mannschaft der Geese. Die wesentlichen Akteure in der ersten Mannschaft haben sich zwar nicht wesentlich verändert. Dennoch darf man gespannt sein da der letzte Kontakt mit dem A-Team schon länger zurückliegt.
  • Vienna Mets: Bereits 2014 bis 2016 spielte man in der Landesliga auf die Vienna Bulldogs (zuletzt als Freudenau Mets) welche sich großteils aus dem gleichen Vienna Homerunners-Spielerpool rekrutieren wie die Vienna Mets. Auch davor gab es von 2002-2008 eine lange gemeinsame Phase in der Landesliga. Gegen die Regionalliga-Mannschaft gab es allerdings zuletzt 2006 bis 2008 Ligaspiele. In der Regionalliga kommt neben den Jugendspielern auch die zweite Reihe der ABL (neuerdings auch BLA) Mannschaft zum Einsatz. Dadurch schwankt zumeist auch die Spielstärke der Mannschaft – abhängig von den ABL-Spielen.
  • Piratas del Caribe: Neben dem Federation Cup Finale 2016 und sowie Freundschaftsspielen im Rahmen der Wiener Meisterschaft (2009-2012) gab es zuletzt 2009 eine gemeinsame Saison in der Landesliga.
  • Vienna Wanderers 2: Wie die Mets sind auch die Wanderers bereits seit geraumer Zeit Fixstarter in der Regionalliga. Somit liegen die letzten Ligaspiele schon seit 2008 zurück. Im Rahmen von Wiener Meisterschaften konnten immer wieder Spiele gegen die Wanderers ausgetragen werden, zumeist mit eindeutigem Ergebnis für die Wanderers. Wie auch bei den Mets wird die Spielstärke stark vom Einsatz der ersten Mannschaft abhängen.
  • Vienna Bucks: Neben dem Kontakt in der Relegation 2016 liegen die letzten Ligaspiele gegen die erste Mannschaft der Vienna Bucks bereits 9 Jahre zurück. Aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit, den Wiener Meisterschaften und den Ligaspielen gegen die Bucks 2 (2010-2011, 2014-2016) kennt man diese Mannschaft wohl so gut wie sonst kaum eine. Hätten die Vienna Cyclones ihr Aufstiegsrecht nutzen können, wären die Bucks gezwungen gewesen in der Landesliga anzutreten. Nun haben die Bucks aber eine Möglichkeit sind erneut in der Regionalliga zu etablieren.

Insgesamt liegt das Niveau der Regionalliga wohl deutlich höher als noch vor 10-15 Jahren. Insbesondere beim Pitching hat sich die jahrelange Jugendarbeit für die Großvereine bezahlt gemacht.

Die Lawnmowers haben bereits im Federation Cup bewiesen dass sie reif für die Regionalliga sind. Aber nur wenn sie ihr Können auch regelmäßig bei Spielen abrufen können bleibt auch die Chance auf den Klassenerhalt. Insofern erwartet die Lawnmowers eine spannende und herausfordernde Saison 2017!

Vienna Cyclones sind Meister der LLO 2016

Sa, 10. September 2016. Das Finalturnier der Landesliga Ost, an dem die beiden jeweils bestplatzierten Mannschaften der beiden Divisionen teilnehmen (allgemein als das "Final Four" bekannt), wurde 2016 erstmals nicht an einem Wochenende, sondern an zwei eine Woche auseinander liegenden Spieltagen ausgetragen. Das war das Ergebnis langwieriger Verhandlungen zwischen den teilnehmenden Mannschaften und dem Ligaverantwortlichen, nachdem der Termin der Playoffs schon im Vorjahr ein heikler Punkt gewesen war. Aber selbst mit der Aufteilung der Spiele auf zwei Wochenenden gelang es nicht, einen Spieltermin zwischen den Vienna Lawnmowers und den Vienna Cyclones zu fixieren, den beiden Vertretern der Division A. Aus diesem Grund würde der sonstige Record und im Zweifelsfall die Rundifferenz bestimmen, welches der beiden Teams schlussendlich vor dem anderen gereiht würde. Die Cyclones hatten am ersten Spieltag fulminant losgelegt und in ihren beiden Spielen die Vertreter der Divsion B jeweils deutlich in fünf Innings nach Mercyrule besiegt. Die Lawnmowers gewannen gegen die Diving Ducks 2 weniger souverän mit 14:9 in sieben Abschnitten.

Nunmehr kam es am zweiten Spieltag zum Aufeinandertreffen der Zwettler Originals und der Vienna Lawnmowers, der jeweiligen Gewinner ihrer Division. Dem Gipfelduell fehlte jedoch ein wenig der Glanz, weil es für beide Teams nur noch um den Vizemeistertitel ging. Auf dem Papier konnten die Mowers zwar noch Meister werden, doch dafür müssten sie mit mehr als 30 Punkten Vorsprung in fünf Innings gewinnen, was – soviel sei vorweggenommen – natürlich nicht gelang.

Nachdem Mowers-leadoff Hitter Clemens Hlawaty mit einem Homerun über den Leftfieldzaun eröffnete und Lionel Mace nach einem Single ebenfalls punktete, regierten auf beiden Seiten zunächst einmal die Feldverteidigungen. Doch im dritten Spielabschnitt zogen die Wiener durch Gert Kalchers bases clearing Triple davon und ließen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nach. Bis zum Ende des fünften Innings gelangen ihnen zahlreiche harte Hits und insgesamt 18 Punkte, während die Defense diesmal – im Unterschied zur Vorwoche – das ganze Spiel hindurch konzentriert und fehlerfrei blieb. Hinter Thorsten Brei, der erneut durchpitchte, ließen die Mowers nur zwei Punkte der Zwettler zu.

Mit dem deutlichen 18:2-Sieg gelang den Lawnmowers die Revanche für die Schlappe vom Vorjahr, als die Originals die Wiener ebenso klar geschlagen hatten. Wie schon erwähnt, reichte den Mowers aber auch ein Final Four ohne Niederlage heuer nicht zum Meistertitel; als Vizemeister hat man sich aber zumindest für die Relegation gegen die Vienna Bucks, den Vorletzten der Regionalliga Ost, qualifiziert, die wahrscheinlich am letzten September- und am ersten Oktoberwochenende ausgetragen wird.

Nach Abschluss des Final Fours verlieh Ligaverantwortlicher-Stellvertreter Alexander Schroll die Saisonauszeichnungen. Clemens Hlawaty errang in der Division A zum zweiten Mal nach 2014 den Award des wertvollsten Spielers. Seine 42 erzielten Runs waren mit Abstand die meisten der Liga. Darüberhinaus hatte er die meisten Stolen Bases und Doubles und war in zahlreichen weiteren Offensivkategorien unter den Besten. Seine Defense auf Second Base war nahezu makellos, und als Pitcher gewann er mehr Spiele als jeder andere Werfer mit Ausnahme von Teamkollege Thorsten Brei.

Bericht von hl

Auftaktsieg mit schalem Beigeschmack

Am Sonntag, den 4.9., starteten die Vienna Lawnmowers mit der Begegnung gegen die Diving Ducks aus Wiener Neustadt in das diesjährige Landesliga Ost Final Four. Spielbeginn war ungewohnt früh um 10 Uhr. Schon lange vor Spielbeginn bat der in Israel urlaubende Catcher Luca um einen ausführlichen Liveticker in der Lawnmowers Whats App Gruppe. Was daraus entstand, hätte er zu diesem Zeitpunkt sicher nicht erwartet:

Alex: 3 Stunden vor Spielbeginn wird gleich der traditionelle Pre-Game Expresso getrunken.
Lionel: Der Left Fielder begibt sich gleich zum Morgenschiss.
Peter:  Der Peter ist auch schon erwacht.
Marco: Shortstop wird vom stürmischen Weckerläuten geweckt…
Clemens: Second Baseman Hlawaty schmiert sich gerade das Marmeladebrot, als ihn die Erkenntnis erfährt, dass das Match um 10:00 und nicht um 11:00 startet.
Lionel: Spannung liegt in der Luft, kann er pünktlich kommen und  das Brot aufessen?
Clemens: Fragen über Fragen. Hilft der Pre-Game Espresso heute, um E3s zu vermeiden? Ist unserm Leftfielder der Morgenschiss gelungen oder wollte der Zug den Bahnhof doch nicht  verlassen? Warum zum Teufel ist der Peter schon wach? Und kann Marco den Weckerschock gut wegstecken?
Lionel: Es wird Zeit für eine Exklusivschaltung zu Rene in die Badner Bahn!
Alex: Und von den Outfieldern Andi, Gert und Thomas fehlt bis jetzt jedes Lebenszeichen. Die stehen sicher schon im Outfield bereit zum Aufwärmen. Ebenso Thorsten, der bereits vor 30min am Platz eingetroffen ist.
Dan: Spielbeobachter Dan dreht sich nochmals im Bett um und denkt sich: Die fehlende Zeit werde ich durch wahnsinnige Geschwindigkeit wieder aufholen.
Felix: Bei eurem größtem Fan ist seit 6 Uhr an Schlaf nicht mehr zu denken. Er bekommt vor Nervosität kaum komplexere Sätze zusammen wie „Papa-Ball“ und „Wawau-schlafen“. Die Nerven liegen blank.
Dan: *Bett*
Alex: 1B Schroll hat Zähneputzen mit nur einem E3 abgeschlossen. War aber ein eindeutiger Fehler der Zahnpasta.
Dan: Oida, jetzt habt ihr es geschafft, DH erhebt sich 10 min früher als geplant und schwingt die Keule.
Luca: Liest sich hervorragend. Aber denkt dran: Beim Zähneputzen max. 90%!
Dan: Umgerechnet auf Zahnpasta sind das dann 0,9g.
Alex: Erneut folgenschwerer E3: Das Undershirt wurde falsch herum angezogen.
Peter: Ich habs mal geschafft mich bei der Zubereitung der morgendlichen Eierspeis nicht zu verletzen.
Andi: Drama im OF! Die Under Amour Socken in blau lagen im Wäschekorb ganz unten und haben es nicht in die Waschmaschine geschafft… Jetzt müssen es die Reservesocken von Rawlings richten.
Marco: Toasts wurden ohne schwerwiegende Verletzung hergestellt.
Peter: Wie schaut der Red Bull Bestand aus, gibt’s noch welche oder ist Selbstversorgung angesagt?
Alex: Verdammt. Das Under Andi keine Ersatz-Under-Socken hat, wird uns heute sicher zurückhauen. Auch die Red Bull-Bestände sind leer.
Marco: Shortstop is on the Road.
Dan: Die frisch getankte Mopettn wird unter tosendem Beifall der nun nicht mehr schlafenden Nachbarschaft mit Gebrüll gestartet.
Thomas: Der CF hat verschlafen. Er wird aber mit Sicherheit nach einer kleinen Schüssel Cornflakes in Dans wahnsinniger Geschwindigkeit schaffen, die BP nicht zu verpassen.
Lionel: E7, zuerst ein Traktor und jetzt ist auch noch der Bahnübergang zu, kann sich das pünktlich ausgehen?
Dan: Nach ausführlicher Befragung durch das Auge des Gesetzes und erfolgreicher Erklärung, dass der Schläger keine Waffe, sondern ein Sportgerät ist, schafft es  DH Dan rechtzeitig zum Aufwärmen.

Nun zum Spiel:
Mowers-Coach Hadmar Lang setzte voll und ganz auf Sieg, denn den Mowers sollte es nach Versuchen 2014 und 2015 endlich gelingen, das Auftaktspiel des Final Four zu gewinnen. Mit folgender Lineup schickte er die Mannschaft aufs Feld:

#22 Clemens Hlawaty 2B, #1 Lionel Mace LF, #52 Thomas Bertleff CF, #7 Alexander Schroll 1B, #45 Dan Rudl DH, #72 Gert Kalcher RF, #47 Marco Prusa SS, #20 Peter Pratscher 3B, #9 Philipp Sutanto C – #3 Thorsten Brei P

Die Wiener gaben von Anfang an den Ton an: Nach drei schnellen Outs im ersten Halbinning konnten sie in ihrem ersten Offensivspielabschnitt mit 5 Runs die gesamte Lineup duchschlagen. Eine gefährliche Szene spielte sich allerings gleich beim dritten Batter, Thomas Bertleff, ab: Bertleff stellte sich in die Batter’s Box und machte sich zum Schlagen bereit, als ihn plötzlich der Ball am Arm traf. Der Ducks Pitcher hatte schon gepicht – regelwidrig und sehr gefährlich für den Floridsdorfer Powerhitter. Der Pitcher kam aber lediglich mit einer Ermahnung des Umps und Bertleff zum Glück nur mit einem blauen Fleck davon. Die Defensive der Lawnmowers war in den ersten 3 Innings eine Bank. Ohne Errors und einer kontinuierlichen Runproduktion stand es Mitte des fünften Inning bereits 12:4. Dann ließen allerdings die Mowers nach und spielten unkonzentriert. Nach mehreren Errors der Wiener und einem Inside-the-park-Homerun kamen die Wiener Neustädter noch auf 9 Runs, konnten aber die Mowers nicht mehr einholen, und so hatten es die Lawnmowers beim dritten Versuch endlich geschafft, mit einem Sieg ins Final Four zu starten.

Die Ergebnisse der weiteren Spiele:
Vienna Cyclones 17:4 Wr.Neustadt Diving Ducks
Zwettl Originals 1:17 Vienna Cyclones.

Am kommenden Samstag treffen die Lawnmowers um 11 Uhr auf die Originals – hierbei kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Erstplatzierten ihrer jeweiligen Division. Das anschließend angesetzte Spiel zwischen den Diving Ducks und den Originals müssen die Wiener Neustädter schon im Voraus w.o. geben. Durch die schon im Vorfeld bekannte Terminnot der Cyclones können gleich zwei Spiele des Final Four nicht ausgetragen werden. Ein unguter Beigeschmack daran ist, dass die Lawnmowers im Finaltunier nicht auf die Cyclones treffen. Bei Gleichstand zählt die bessere Rundifferenz, wodurch vor dem zweiten Spiel der Mowers an den Meistertitel reell gesehen nicht mehr zu denken ist, da die Cyclones eine Rundifferenz von 34-5  haben. Die Lawnmowers müssten gegen die Originals am Samstag mit mind. 31 Runs in fünf Innings gewinnen, was quasi unmöglich ist.

Bericht von lm

Da ist ein Ast, da können wir uns anhalten…

Nach dem die letztjährige Waldvierteltour ein Hit war (Bericht:  http://old.lawnmowers.at/cgi-bin/index.cgi?action=viewnews&id=449), war schon damals klar, dass es auch 2016 wieder eine mehrtägige Lawnmowers-Tour geben wird. Diesmal ging es nach Tschechien, genauer gesagt an bzw. auf die Moldau für eine mehrtägige Bootstour. Freitag-Nachmittag machten sich die abenteuerlustigsten Mowers mit dem Auto auf den Weg von Wien zum ersten Tagesziel Vissy Brod.

Freitag
Über Linz ging es die kurvige Bundesstraße 126 hinauf nach Bad Leonfelden und weiter zur österreichisch-tschechischen Grenze, wo es laut Lawnmowers-Urgestein und Tschechen Dan Rudl bekanntlich genug Möglichkeiten gäbe, tschechische Kronen zu erhaschen. Tja, dem war nicht so. Auch das nahe der Grenze gelegene Blue Casino wollte den Mowers keine Möglichkeit geben, an Geld zu gelangen, also fuhren sie weiter ins Ortszentrum von Vissy Brod, zu Deutsch „Hohenfurth“ (eh kloa, es hört sich ja auch so ähnlich an…), wo man einen Moneta-Automaten fand. 3rd Baseman Michael kam mit dem Umrechnungsfaktor nicht ganz zurecht, wobei er sich beinahe irrtümlich das Zehnfache der gewünschten Summe auszahlen gelassen hätte. Auch Catcher Lucas Anreise war nicht pannenfrei, er wurde gleich nach der Grenze von der tschechischen Polizei angehalten, konnte aber nahezu problemlos weiterreisen. Soviel zur Anreise.
Mit etwas Verspätung kamen die Autos am Campingplatz am Moldauufer an. Man wäre pünklich gewesen, hätte man nicht eine Stunde beim Herumblödeln in der St.Valentiner Hoferfiliale verloren. Positiv daran: Alle mitgereisten Spieler haben jetzt dieselbe Homer Simpson Unterhose!!! In der heranbrechenden Dunkelheit wurden die Zelte für die erste Nacht aufgebaut. Zeltaufteilung wie auch im Jahr davor:
Tuttelbären: Michael und Petra (inkl. Hund Eddy)
Das orangene Zelt: Marco und Thomas (allerdings war das Zelt dieses Jahr grün)
Das grüne Zelt: Lionel und Luca (dieses Jahr in grau)
Didi und Dan plus deren Familien stießen erst Samstag Früh dazu.

Samstag
Nach einem üppigen Frühstück wollte sich die Truppe gegen 10 Uhr auf dem Weg zu den Booten machen. Fast Pünktlich um 13:15 Uhr ging es dann los – in zwei Kanus (Besetzung nach Zeltaufteilung, damit es ja keine Streitereien gibt). Jedes Team fasste sein Boot aus und trug es zu Wasser. Jeder ein Paddel und natürlich eine wasserdichte Box für das Gepäck. Hier kam es zum ersten und gleichzeitig größten taktischen Fehler des Wochenendes: „Nehmen wir eine große Box, da passt viel rein, den Rest geben wir in Müllsäcke“. Hätten sie mal alles lieber in zwei kleinere Boxen getan…
Los ging die Fahrt – anfangs eher vorsichtig, weil man sich erst an die wackeligen Kanus gewöhnen musste. Das erste Wehr überstanden alle souverän, doch dann geschah der zweite taktische Fehler. Zugegeben, die Mowers hatten noch nicht wirklich Erfahrung mit der Strömung und den Booten, deshalb war das Stehenbleiben anfangs etwas schwieriger. Shortstop Marco tüftelte daher einen Plan aus, um sich und Beimann Thomas zum Stillstand zu bringen. „Da ist ein Ast, da können wir uns festhalten“. Mit diesen legendären Worten verabschiedeten sich die beiden als erste ins nasse Kalt (Anm.d.Red.: Lionel, an Dir ist ein Goethe verlorengegangen). Nun zeigte sich auch die sehr dumme Entscheidung deutlich, auf Müllsäcke zu vertrauen. Thomas hatte ab dem Zeitpunkt kein trockenes Gewand mehr, und auch das Zelt war durch und durch nass. Nachdem die beiden eingesammelt waren, ging es gemütlich stromabwärts, nach kurzem Halt an einer schwimmenden Mojitobar trieben die Boote der Mittagspause entgegen. Nach einer kurzen Stärkung wartete auch schon das zweite Wehr auf die Baseballer. Dieses wurde Luca und Lionel zum Verhängnis. An der Wehrausfahrt kippte das Boot an einer sehr ungünstigen Stelle, und die beiden konnten nur unter großem körperlichen Einsatz ein titanicartiges Dahinscheiden verhindern. Auch ihre Kleidung hatte ab dem Zeitpunkt mit dem Zustand „trocken“ nichts mehr zu tun. Gegen 20 Uhr erreichte der Boot-Korso schließlich den Zweiufer-Campingplatz „Kemp u Fika“ mit dem von den Mowers ernannten Fi(c)ka-Heisl  ©(zu Deutsch: die Toilette). Nach einem deftigen Abendessen machte die Runde es sich vorm Kiosk bequem. Der Abend wurde noch lang. Einige Schlagwörter: Hose runter, Soloooo, Slibowitz, Pivo, Didi, Luca, Tanzbattle, Bank, stolpern, Regen….

Sonntag
Aufgrund der abgesunkenen Temperaturen, dem Fehlen von trockener Kleidung und des neo-verletzten Luca entschieden sich Lionel, Marco, Thomas und eben Luca, ihre Kanus in ein sinkfestes Schlauchboot umzutauschen. Etwas müde und geschafft von der Nacht setzten sich die Boote kurz vor Mittag Richtung Endziel Cesky Krumlov in Bewegung. Durch die Wälder und die pure Natur, welche entlang der Moldau wirklich malerisch und wunderschön ist, schlängelten sich die Wiener Kilometer um Kilometer durch Tschechien. Nach ein paar Stunden wurden die ersten Häuser von Cesky Krumlov erreicht. Ab hier fließt der Fluß mit in mehreren Kurven durch die Altstadt, wodurch sich einige sehenswerte und grandiose Ansichten für die Spieler offenbarten. Eine halbe Stunde nach der Altstadt landeten die Mowers schließlich am Endpunkt nordöstlich der Stadt, von wo aus sie per Bus zurück nach Vissy Brod gebracht wurden.
Für die mitgereisten Lawnmowers war die Tour auch dieses Jahr wieder eine lustige und schöne Erfahrung. Es bleibt abzuwarten, wo es die Wiener im Jahr 2017 wohl hintreiben wird (Anm.d.Red.: ISWYDT).

Bericht von lmDas nasse Kalt

Lawnmower’s Paradise (by lm)

Am Sonntag, den 14.8., haben die Lawnmowers ihre letzten beiden Spiele im Grunddurchgang der Landesliga Ost A. Durch eine Niederlage der Vienna Cyclones am Vortag war den Mowers schon vor Spielbeginn Tabellenplatz eins nicht mehr zu nehmen. Mit diesem Wissen im Rücken ging das Team von Coach Hadmar Lang ins erste Spiel gegen die Bucks. Nach einem Rückstand von bis teilweise sieben Runs oder mehr blieben die Blau-Weißen aber im Spiel und konnten noch vor Ablauf des Zeitlimits das Spiel mit 13:12 für sich entscheiden. Auch das zweite Spiel gegen die Freudenau Mets war eine Zitterpartie: Die Mowers legten immer einen Run vor, die Mets glichen aus. Im zweiten Abschnitt des letzten Innings stand es bei zwei Outs 6:5 für die Lawnmowers, die mit aller Kraft versuchten, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Am Ende konnten sie durch ein Out auf First Base das Inning beenden und dieses Spiel ebenfalls für sich entscheiden.
Der Spielbericht dieses Mal als Gangster Rap.
(Am besten laut rappen und Kollegen, Mitbewohner oder – falls ihr am Smartphone lest und grad unterwegs seid – die anderen Leute in der U-Bahn fragen, ob sie euch beim Refrain den Chor machen können. Viel Spaß!)

Vers 1
Wir stehen auf, Sonne scheint, das ist voll nett,
Freudenau, Sonntag-Früh, Peter noch restfett.
Zu Verwirrung aller liegt eine Butter da,
Aufwärmen, einwerfen, das Spiel ist nah.
Zuerst geht’s gegen die Bucks ans Werk,
als Überraschung steht der Bittmann am Pitchers Berg.
Clemens Handy vibriert,  Peter geht ein Licht auf,
denn er hat den gleichen Klingelton, Vibrationsbrüder, Hand drauf.
Mit den Bucks und den Umps hat Bittmann seine Not,
im zweiten Inning der Wechsel zu Brei, denn die Niederlage droht.
12:3 Rückstand, kein Problem, wir haben da schon Schlimmeres erlebt,
Die Offense nimmt Fahrt auf, Run um Run, der Ballpark bebt.
Es wurde richtig spannend und die Zeit war fast um,
Führung 13:12, Mowers haben gewonnen und darum:

Ref.
Wir stehen oben, wir haben den ersten Platz (Chor: Landesliga Ost A! wohoo),
Die Mowers an der Spitze, glaubt mir diesen Satz (Chor: Warum war eine Butter da? wohoo)

Vers 2
Danach war ein Spiel Pause, das war richtig zaach.
Luca ging Baden, Hadmar schlafen, schnaach.
Gegen 16 Uhr sollten wir dann gegen die Mets beginnen,
Doch aus irgendeinem Grund ließen die Zeit verrinnen.
Mit einer Verspätung von gut 15 Minuten ging’s los: Play Ball!
Ein Spitzenspiel, glaubt mir, die Freudenau war voll.
Der Peter begann zu pitchen und das sehr konstant,
Nach seinem Black Out vormittags hätten wir ihn so fast nicht erkannt.
Die Überraschung lieferte Rene und das ist wahr,
er drosch den Ball raus, Homerun Gefahr.
Kurz vor Ende war die Spannung groß und die Nerven lagen blank,
Die Sonne stand tief und der Schweiß, ja der stank.
Clemens löste den Peter ab und nun bevor sich alle fragen,
6:5 gewonnen, komm rein: „Du hast mir gar nichts zu sagen!“

Ref.
Wir stehen oben, wir haben den ersten Platz (Chor: Landesliga Ost A! wohoo),
Die Mowers an der Spitze, glaubt mir diesen Satz (Chor: Warum war eine Butter da? wohoo)

Vers 3
Der Grunddurchgang ist durch und wir sind echt stolz,
Weiter so erfolgreich, wir klopfen auf Holz.
Mit dem  Record 16:4 fahren wir zum Final Four,
wenn wir das gewinnen steht offen das Tor.
Regionalliga Ost, das wäre schon fein,
doch erst mal ganz langsam, nicht zu früh g´frein.
Jetzt noch ein paar Worte zu Dankbarkeit und so,
Hadmar, unser Trainer, wir hoffen du bist froh.
Besser hätt´s eigentlich nicht laufen können, das Jahr,
Danke für jedes Training, jedes Match, du bist immer da!
Auch jedem Spieler gebührt viel Danke und Respekt,
Wir haben uns gemeinsam den Platz 1 gecheckt.
Yeah!

Ref.
Wir stehen oben, wir haben den ersten Platz (Chor: Landesliga Ost A! wohoo),
Die Mowers an der Spitze, glaubt mir diesen Satz (Chor: Warum war eine Butter da? wohoo)

Blue Generation Day 2016 – 20 Jahre Lawnmowers

Am Samstag, den 6. August 2016, war es endlich soweit. Zwei Jahrzehnte Lawnmowers-Vereinsgeschichte sollten gefeiert werden. Nachdem 2015 der Blue Generation Day ins Leben gerufen wurde – allerdings noch in einem Soft-Softformat -, entschied man sich schon zu Jahresbeginn bei der Generalversammlung, den Blue Generation Day 2016 größer zu machen und damit gleich ein Fest zum 20. Geburtstag zu integrieren.

Um 12 Uhr starteten die Mowers mit dem Aufbau des Festes. Lautsprecher wurden montiert, Luftballons aufgeblasen, Tische aufgebaut und bereitgestellt, Alex schmierte sich mit Sonnenchreme ein, Rene mit Gelsensgift, und Dan drückte den Playknopf der Musikanlage – schwerbeschäftigt die Burschen… Zwischendurch wurde immer wieder ein bisschen Baseball gespielt – das gehört bei einem Baseballverein schließlich dazu.

Ab 15 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Die Kantine wurde geöffnet, und die ersten Getränke und Würstel gingen über den Tresen. Gegen 15:15 Uhr füllte sich der Ballpark immens, denn Luca lud fast seine ganze Heimat ein. Berlin war am Blue Generation Day wohl ausgestorben – uns soll’s recht sein! Wenig später eröffneten Lionel und Clemens von der Mainstage aus offiziell und höchst professionell/provisorisch (Unzutreffendes bitte streichen) das Spektakel. Wenig später starteten auch schon die langersehnten Tryout-Stationen. Schlagen, Werfen, Fangen – und das alles in Betreuung von aktuellen Spielern des Tabellenführers! Die Besucher nahmen diese Ehre und einmalige Chance neugierig und motiviert an. Eine Stunde lang wurde ausprobiert, ehe es ums Ganze ging, denn die Blue Generation Day 2016 – Batting Challenge stand an. Im ersten Durchgang battelten sich die Besucher.  Die Ex-Lawnmowers aus längst vergangenen Tagen, Oliver, Manfred und Betty, marschierten dabei ins Finale ein. Die Überraschung war Wolfgang (der im Gegensatz zu den Plätzen eins bis drei noch keine Baseballerfahrung hatte) am vierten Platz. Den fünften Platz teilten sich bei ungefähr gleicher Weite Eva, Ronny und Nathalie. Oliver galt mit Platz eins im Vordurchgang als Favorit, konnte aber dann doch noch von Manfred abgefangen werden, der somit die Challenge für sich entscheiden konnte. Im zweiten Durchgang ging es für die aktiven Spieler aufs Ganze. Dan legte gleich als Erster einen mächtigen Schlag vor, nutzte sozusagen die niedrige Startnummer perfekt aus, und sicherte sich damit das Finalticket. Favoriten wie Alex und Clemens ließen hingegen ihre Chance ungenutzt, und so kamen neben Dan Luca und Lionel in die Finalrunde. Nachdem Dan im Finale die Monsterschläge nicht gelingen wollten, legte Luca einen sehenswerten Line Drive ins left Centerfield hin. Lionel kam zwar etwa auf die gleiche Weite, Umpire Hadmar entschied die Challenge aber dann zu Gunsten des Deutschen.

Um 17 Uhr stand ein Slow Pitch Softball (am Baseballfeld) – Match an. Um allen eine Chance zu geben, stellten die Teams alle (teilweise bis zu 15) Spieler ins Feld, wodurch auf den Lineups so interessante Positionen, wie Lefter-Leftfielder oder Irgendwo-im-Infield Platz fanden. Es spielten „die Eisbären“ (wer hat da wohl die Lineup geschrieben) gegen „die Mowers“ (na ua kreativ). Beide Mannschaften bestanden zum Teil aus aktiven Spielern und zum anderen Teil aus kompletten Anfängern. Das Spiel war lange Zeit ausgeglichen, und man merkte teilweise in den Gesichtern mancher Spieler Ahnungs- und Ratlosigkeit, was das Regelwerk in manchen Situationen anging. Ein Highlight war jener Righter-Rightfielder, welcher ab circa Mitte des Spiels sein Bier mit ins Feld nahm, immer neben sich stehen hatte und ab und zu während des Pitches noch schnell einen Schluck nahm. Schließlich gingen die Eisbären 2:0 in Führung. Die Mowers kamen zwar noch auf  2:1 heran, jedoch im letzten Inning scorten die Eisbären (mit der gesammelten Familie von Ameln) weitere 3 Runs und siegten damit 5:1.  Moderiert wurde die Partie für die restlichen Zuschauer selbstverständlich in ORF-Manier von der Mainstage aus. Als Luca einen Wechsel in der Lineup bekanntgeben wollte, passierte ihm ein kleines Missgeschick: In Gedanken, wer wo statt wem aufgestellt werden sollte, kletterte er sprechend die wackelige Hühnerstiege zu Moderator Lionel hinauf. Als er oben stand, kam der Flashmoment: „Oh oh, das ist ja hoch, ich hab doch Höhenangst“. Schnell wendeten sich alle Zuschauer vom Spiel ab, um den Lawnmowers Catcher zitternd und ganz langsam beim runterklettern zuzuschauen – natürlich mit Kommentar über jede Bewegung über Lautsprecher. Sorry Luca im Nachhinein, Höhenangst ist natürlich nicht lustig, aber in dem Fall dann doch irgendwie.

Danach wurde noch gemütlich gegessen und getrunken, und der Griller sollte angeheizt werden. Doch dann geschah die Panne des Tages. Dan borgte sich den Motorroller von Mitspieler Clemens, um schnell zur Tankstelle zu cruisen, da die Grillanzünder auf einmal nicht auffindbar waren. Schnell wurden Anzünder gefunden und bezahlt und der Ur-Mower eilte zurück zum Roller auf dem Tankstellenparkplatz, setzte den Helm auf – doch Moment, hatte der Helm nicht einen anderen Verschluss? Egal, es muss schnell gehen, die Gäste warteten auf ihre Käsekrainer. Er zückte den Schlüssel und wollte ihn ins Zündschloss stecken, doch das funktionierte irgendwie nicht so ganz. Dan huderte herum, hektisch, wie die Situation nun mal war. Mehrere Leute in der Tankstelle waren auf den 2m-Hünen, der vergeblich den kleinen Roller starten wollte, aufmerksam geworden und hatten dabei ihren Spaß: „Sollen wir es ihm sagen?“ „Nein, noch nicht“. Als der Mower schon knapp am Verzweifeln war, erbarmte sich schließlich doch ein Tankstellenbesucher und sprach den völlig aufgelösten 42-jährigen an: „Du…weißt eh…das ist der falsche Roller.“ Ein Glück, das er dann doch noch mit den Grillanzündern aufgetaucht ist – nicht jeder kommt mit versuchtem Diebstahl so mild davon. Es wurde gegessen, es wurde getrunken, und Luca – noch nicht gestraft genug durch seine Klettereinlage – sollte nun seinen Batting Challenge-Gewinn einfordern dürfen. Er hatte die besondere Ehre, als erster Mensch überhaupt das erste alljährliche Blue Generation Day Geburtstagsroulette beginnen zu dürfen. Zu den Regeln: Der Teilnehmer legt seinen gesenktem Kopf und beide Hände auf einen auf der Homeplate stehenden Schläger, muss sich so oft, wie die Lawnmowers alt sind (sprich 20), um den Schläger drehen und anschließend einen Homerun sprinten. Luca bestand den Auftakt wankend, aber solide, sehr zur Überraschung seines Bruders („Er stürzt bestimmt“). Der nächste musste diese Leistung natürlich überbieten. Das Publikum entschied sich für Mowers Leftfielder Lionel. Er tat es Luca gleich und kippte zusätzlich noch drei Klopfer zurück auf Home. Der Dritte, der sich traute, war Andi. So eine hoate Sau. Er baute nach den 20 Drehungen nämlich noch drei Schläge auf aufgeworfene Bälle ein. Einen hat er sogar getroffen. Schade an der Stelle, dass der Peter nicht da war…

Anschließend wurde der Abend mit Musik, Geplauder und  einigen interessanten Interviews ausgeklungen. Im Nachhinein noch ein großes Danke allen freiwilligen Helfer, dem Baseballverein Schwechat Blue Bats und allen Besuchern, die diesen tollen Tag ermöglicht haben.

Es wird auch wieder ein Video zum Blue Generation Day geben. Veröffentlich wird es in ca. 1-2 Wochen am Youtube-Kanal von Andreas Chrastka, wo ihr auch unser erstes Video zur Kategorie „Spieler über Spieler“ findet. Das Video zum letztjährigen Blue Generation Day findet ihr hier (leider aus rechtlichen Gründen nur am PC aufrufbar).

Noch eine erfreuliche Nachricht zum Schluss: Der Blue Generation Day 2017 ist schon fix ins Jahresprogramm der Lawnmowers aufgenommen worden!

(Bericht verfasst von lm)

Final Four-Ticket gebucht (by hl)

Sa, 30. Juli 2016 – Als Tabellenführer traten die Lawnmowers gegen die Freudenau Mets und die Vienna Cyclones an, um möglicherweise an diesem vorletzten Spieltermin des Grunddurchganges bereits die Teilnahme am Final Four zu fixieren. Das erste Spiel gegen die Mets war von Anfang an eine klare Angelegenheit, nachdem die Mowers konstant scorten, während sich die Mets gegen Pitcher Clemens Hlawaty schwer taten. Die Lawnmowers waren auf mehreren wichtigen Defensivpositionen ersatzgeschwächt, doch das merkte man dem Team kaum an. Schon bald konnte der auf Hochtouren laufende Offensivrasenmäher ein paar Gänge zurückschalten, und nach fünf Innings wurde das Spiel nach Mercyrule mit einem 15:2 für die Blau-Weißen beendet.

Im zweiten Spiel ging es gegen die Cyclones zu Werke, mit denen sich die Lawnmowers die ganze Saison hindurch an der Tablellenspitze abgewechselt hatten. Thorsten Brei trat als Starting Pitcher für die Mowers an, obwohl er in seinem letzten Spiel gegen die Cyclones ziemlich zerpflückt worden war. Diesmal hielt er das mit Abstand schlagstärkste Team der Liga jedoch kurz, woran insbesondere die Outfield Defense einen wesentlichen Anteil hatte. Die Lawnmowers gingen auch in diesem Spiel rasch deutlich in Führung und nutzten Kontrollprobleme von Cyclones-Pitcher Adrian Escalante wiederholt aus. Die Mowers vergaben jedoch in den Innings drei und vier mehrere Möglichkeiten, noch weiter davonzuziehen, als mehrere Runner bei null Outs in Scoring Position vorrückten, aber nicht punkten konnten. Diese Nachlässigkeiten kamen den Lawnmowers fast teuer zu stehen, als den Cyclones dann doch einige Runs gelangen und sie bis auf 6:7 heranzogen. Mit Glück und starken Nerven hielt der Vorsprung jedoch durch das fünfte Inning, und die zwei Stunden-Zeitbegrenzung besiegelte den zweiten Win der Mowers an diesem Tag.

Die Vienna Lawnmowers halten nun bei einem 14:4-Rekord und haben damit bereits so viele Siege errungen wie sie jeweils in den Saisonen 2014 und 2015 erreicht haben. Mit bloß einem Sieg im letzten Dreierturnier des Jahres können sie nicht nur diese Marke übertreffen, sondern auch den Gewinn des Grunddurchganges fixieren. Die Teilnahme am Final Four, dem Finalturnier der jeweils zwei besten Mannschaften des Grunddurchganges der Divisionen A und B der Landesliga Ost, ist den Vienna Lawnmowers jedenfalls nicht mehr zu nehmen.

Sweet Sweep (by lm)

Noch letzte Woche mussten die Lawnmowers nach einer Niederlage gegen die Vienna Cyclones die Tabellenführung an eben diese abgeben. Auch der anschließende Sieg gegen die Vienna Bucks konnte dies nicht verhindern. Was wir vom damaligen Spieltag noch Positives mitnehmen können, ist dieses Video: „Spieler über Spieler“

Dieses Wochenende wollten die Mowers alles tun, um sich ihren Sonnenplatz an der Spitze der Landesliga Ost zurückzuerobern. In der Geräuschkulisse des Umz-Umz des Charity-Events am benachbarten Softballfeld in Kombination mit der Party Mucke des Riesen-Wuzler-Turniers bei der Ballparkkantine stürzten sich die Lawnmowers zu Beginn des Spieltages in das Match gegen die Vienna Bucks.

Vienna Lawnmowers@Vienna Bucks

Lawnmowers: #22 Hlawaty C. P, #1 Mace L. LF, #6 von Ameln L. C, #7 Schroll A. 1B, #11 Bittmann M. 3B, #67 Chrastka A. CF, #2 Fleck M. SS, #15 Szeywerth R. RF, #19 Bernato R. 2B

Bucks: #4 Albert N. SS, #3 Wilhelm P. RF, #36 Buchelt R. 1B, #20 Gutierrez J. 3B, #67 Zeitler G., #17 Hofellmer T. CF, #42 Boros A. LF, #17 Herget R. DH, #4 Eder N. 2B – #39 Leeb C.

Schnell zeigte sich bei diesen kleinem Wiener Derby, welche der beiden Mannschaften hier den Ton angab. Es waren die Mowers, sie gingen nämlich im ersten Inning schon mit 16:0 in Führung. Pitcher Clemens Hlawaty und seine Defensive ließen kaum was anbrennen. Ex-Mower Gregor Zeitler und Adrian Boros waren die einzigen Bucks, die anschreiben konnten, was bei den Blau-Weißen anders aussah. Jede(r) einzelne (mit Ausnahme von Neo-Lawnmower Felix Ruess, der nur für ein At-Bat im Einsatz war) konnte scoren. Im Feld kam es zu einigen Umstellungen bei den Lawnmowers: Durch das Fehlen von Marco Prusa und dem langzeitverletztem Didi Ackerl, sowie den Pitchingeinsatz von Clemens Hlawaty war das middle Infield unbesetzt. Chefcoach Hadmar Lang entschied sich für den routinierten Michel Fleck als Ersatz für Prusa. Um dessen loses Mundwerk zu kompensieren, brachte Lang etwas Südtiroler Gemütlichkeit und Ruhe in Form von Richard Bernato auf 2nd Base. Wenig Spannendes gibt es von diesem Spiel zu berichten. Das Nervenaufreibenste war vielleicht nur das Verschlafen von Catcher Luca von Ameln, welcher sich erst 1 ½ Stunden vor Spielbeginn dazu bequemte aufzustehen und seine Mitspieler zittern ließ, ob er es denn noch rechtzeitig schaffen könne. So viel zur deutschen Pünklichkeit… Ein besonderes Highlight wird natürlich auch noch erwähnt (keine Angst Petra, du wirst eh nicht vergessen): Petra Goldova kam ca. zur Hälte des Spiels für Rene Szeywerth ins Rightfield. Wenig später war es dann soweit. Sie pfefferte den Ball ins Left Field und konnte wenig später sogar ihren ersten Run erzielen.

Danube Titans@Vienna Lawnmowers

Titans: #60 Weissenböck M. SS, #77 Puxbaum U., #22 Karanda R. C, #6 Lauterböck B. CF, #7 Waidhofer S. 2B, #23 Adletzberger A. 1B, #19 Kim Y. P, #73 Rotter M. LF, #60 Guggernig F. RF

Lawnmowers: #22 Hlawaty C. 2B. #1 Mace L. LF, #2 Fleck M. CF, #7 Schroll A. 1B, #6 von Ameln L. C, #11 Bittmann M. 3B, #67 Chrastka A. RF, #19 Bernato R. SS, #20 Pratscher P. P

Das zweite Spiel des Tages begann nicht ganz so euphorisch. Gegen Titans Pitcher Yorum „Na oida wo haben die den auf einmal her?“ Kim wollte den Lawnmowers in den ersten drei Innings einfach nichts gelingen. Viele Strikeouts und schwache Schläge, weshalb es bald es 7:2 für die vermeintlichen Außenseiter stand. Erst als Kim ausgewechselt wurde, starteten die Wiener noch einmal an diesem extrem heißen Samstag den Turbo. Pawlin (er löste den guten Peter Pratscher am Mound ab und pitchte damit erstmals wieder in seiner zweiten Karriere), Hlawaty, Mace, der etwas verspätete Thomas Bertleff (kam dann im zweiten Inning für Fleck) und Schroll konnten scoren – Ausgleich. Von Ameln ging durch einen Patzer auf 3rd Base Out. Gleich danach erreichte Andi Chrastka die 2nd Base nach einem Bernato-Schlag nicht rechtzeitig, doch das befürchtete Doubleplay blieb aus. So konnte Michael Bittmann dann zum Glück doch noch den Führungsrun erzielen. Reliever Robert Pawlin ließ im letzten Halbinning nichts mehr zu und so konnten die Lawnmower schlussendlich über zwei Siege und die erneute Tabellenführung jubeln.

So geht’s weiter:

30.7. Lawnmowers vs Freudenau Mets/Cyclones
6.8. Blue Generation Day 2016 – 20 Jahre Vienna Lawnmowers
14.8. Lawnmowers vs Bucks/Freudenau  Mets
19.-21.8. Moldau-Bootstour (CZ)

Sweep bringt Tabellenführung (by hl)

Sa, 11.6.2016 – Die Lawnmowers schlossen an diesem Tag die erste Hälfte des Grunddurchganges mit Spielen gegen die Vienna Cyclones und die Danube Titans ab. Auf dem Papier war ein knappes Duell zwischen den Mowers und den Cyclones zu erwarten – den beiden bisher stärksten Mannschaften der Division A -, während das Tabellenschlusslicht Titans als Außenseiter in das Turnier ging.

Im ersten Spiel zwischen Cyclones und Titans ging es zunächst jedoch ausgeglichen zu, bis die Cyclones mit einem starken dritten Spielabschnitt die Vorentscheidung herbeiführten und letztlich deutlich mit 21:7 gewannen.

Das mit Spannung erwartete zweite Aufeinandertreffen zwischen Lawnmowers und Cyclones hielt anschließend, was man von dem Spitzenduell erwartet hatte. Der bisher heuer ungeschlagene Thorsten Brei startete für die Mowers am Mound und wurde gleich im ersten Inning hart geprüft: Die Mowers konnten froh sein, mit bloß zwei abgegebenen Runs aus dem Inning zu entkommen, nachdem alle drei Outs gegen die Cyclones nach harten Schlägen erfolgten und das Latino-Team mehrere Runner auf Base zurückließ. Auch in weiterer Folge zeigten sich die Cyclones wie gewohnt schlagstark, jedoch konnte die Lawnmowers-Defense viele gute und glückliche Outs erzielen und ließ im restlichen Spiel nur noch einen weiteren Punkt zu. Das sollte für den Sieg in dieser Partie reichen, weil die Offense gegen Cyclones-Starting Pitcher Troy Miller nach durchwachsenem Beginn zunehmend ins Spiel fand. Als die Mowers im vierten Inning auf 6:3 davonzogen, wurde Miller von Adrian Escalante abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war die Entscheidung jedoch gefallen, und die Lawnmowers gewannen auch das zweite diesjährige Aufeinandertreffen mit den Cyclones – diesmal mit 7:3. Erwähnenswert auf Mowersseite war das erst dritte Saisonspiel von Stamm-Centerfielder Thomas Bertleff, der mit mehreren harten Hits zeigte, wie sehr er dem Team zuletzt abgegangen war.

Im Abschlussspiel erwitschten die Lawnmowers gegen die Titans einen miserablen Start: Gleich im ersten Inning gaben sie nach ungewohnten Unsicherheiten im Feld, Kontrollproblemen von Pitcher Marco Prusa und mehreren Hits der Titanen fünf Runs ab. Dieser Rückstand erschien zunehmend unaufholbar, weil der Offensivmotor der Rasenmäher, der noch am vorangegangenen Sonntag gegen dasselbe Team und denselben Pitcher (Stephan Unger) so gut funktioniert hatte, ins Stottern geriet. Außer einem zwei Punkte-Homerun von Alex Schroll im dritten Inning war zunächst nichts drinnen, bis im fünften Spielabschnitt der Damm brach und die Mowers eine Schlag- und Punkteserie hinlegten, die innerhalb weniger Minuten einen sieben Punkte-Rückstand in einen vier Punkte-Vorsprung verwandelte. Relief-Pitcher Clemens Hlawaty ließ nichts mehr anbrennen, und so konnten die Lawnmowers letztlich einen 13:9-Sieg gegen die Danube Titans feiern.

Interviews nach den Spielen:

Interview mit BertlF:

I: Viertes Spiel mit dir, vierter Sieg! Kann man sagen, die Mowers sind mit dir unschlagbar?
B: Absolut nicht, nein. Das war kein Sieg von mir, das war ein Sieg der gesamten Mannschaft und ich kann nur sagen „Wenn’s laft, dann lafts!“
Lionel: Danke, dass du den Bertl interviewst. Dann bin ich vor ihm beim Burger bestellen!
I: Das erste Spiel haben die Lawnmowers dominiert und auch gewonnen. Und dann das zweite… Was war da los am Anfang?
B: Was war denn los am Anfang?
I: Naja, wir sind rasch in Rückstand geraten gegen den Tabellenletzten und haben erst in der Schlussphase das Match gedreht. Warum lief es am Anfang nicht so gut?
B: Wir waren vielleicht am Anfang mit dem Kopf nicht gleich drinnen und haben vielleicht auch den Gegner ein bisschen unterschätzt, weil die halt das Tabellenschlusslicht ist. Aber Gott sei Dank haben wir gegen Ende des Spiels wieder gute Schläge ausgepackt.
I: Jetzt sind die Mowers Tabellenerster. Was ist möglich mit dieser Mannschaft?
B: Alles ist möglich! Das Vertrauen in meine Mannschaft ist riesig, und wenn wir uns konzentrieren, können wir alles schaffen!

Interview mit René:

I: René; du wirst von einigen auch die Hure der Lawnmowers genannt. Du hast ja heute fast auf jeder Position gespielt. Und man muss sagen, top Leistung! Was sagst du selber dazu?
R: Am Schlag lief es heute nicht so gut, aber im Feld war es recht ok.
I: Wieder mal ein Schockmoment bei dir. Wie schon letzte Woche. Du bist regelrecht niedergemäht worden. War das fair? War das die angemessene Härte?
R: Ja, das ist internationale Härte! Man sagt klassisches „Hard-Nose-Baseball“ [was auch immer das ist].
I: Im folgenden Inning erfolgte dann ein Hit-by-pitch genau auf die Rübe. Aber du hast immer weiter gekämpft. Was ist denn dein Erfolgsgeheimnis?
R: Franzbranntwein!!!

Lawnmowers und Cyclones setzen sich ab (by lm)

Happy Birthday to you!

Die Vienna Under Armours, besser bekannt als Vienna Lawnmowers, erspielten sich an diesem Wochenende zwei wichtige Siege und setzten sich damit gemeinsam mit dem Tabellenführer Vienna Cyclones vom Landesliga-Mittelfeld ab (Mowers 6 Wins/2 Losses, Cyclones 8 Wins/2 Losses).

Im ersten Spiel des Tages am Hoppersfield in Traiskirchen trafen die Gastgeber Grasshoppers auf die Danube Titans. Nach anfänglicher Führung der Hoppers wehrten sich die Titanen aus der Donau und lagen lange voran, ehe im letzten Inning das Heimteam doch noch den Ausgleich und anschließend den Sieg herausholen konnte. Schade für den Tabellenletzten, der weiterhin auf seinen dritten Saisonsieg warten muss…

Vienna Lawnmowers@Danube Titans

Mowers:  #22 Hlawaty 2B, #1 Mace LF, #52 Bertleff CF, #7 Schroll 1B, #6 von Ameln C, #47 Prusa SS, #67 Chrastka RF, #99 Pawlin 3B, #20 Pratscher P – #2 Fleck, #5 Goldova, #15 Szeywerth, #42 Lang

Titans: #6 Lauterböck SS, #22 Koranda 3B, #38 Briza CF, #11 Unger P, #29 Bailey 2B, #82 Zotter LF, 60 Weissenböck C, #7 Waidhofer 1B, #77 Puxbaum RF – #73 Rotter, #–Schubtschik

Play Ball. Die Mowers begannen sehr stark: Hlawaty und Mace kamen via Double und Bunt auf Base, und Bertleff (nach Verhinderung bei den ersten sechs Spielen endlich wieder am Platz) und Schroll brachten die Wiener durch Groundouts mit 2:0 in Führung. Catcher Luca von Ameln setzte noch einen drauf und knallte den Ball hoch, hoch, hoch in die Luft, bis er dann hinter dem Leftfield Zaun einschlug: Homerun!!! Durch die Lineup durch kamen alle Spieler mit Titans-Pitcher und Ex-Buck Stefan Unger zurecht (das übliche Lawnmowers-Phänomen: Wenn’s bei einem gut läuft, läuft’s bei allen gut). Am Mound standen erneut (in dieser Reihenfolge) die verlässlichen Pratscher, Prusa und Hlawaty, mit denen die Niederösterreicher durchaus ihre liebe Not hatten. Erst im fünften Inning konnten diese scoren. Ebenfalls im fünften Inning wiederholte sich das erste: Hlawaty Double, Mace Bunt, Bertleff mit den erneuten RBI – eine tödliche Kombo. Der Centerfielder zeigte auch defensiv, wieso er so wichtig für’s Team ist. Mit zwei Flyouts und einem starken Wurf auf die 3rd Base zum Tagout durch Pratscher nutzte er jede Chance auf ein Out, wie auch an dem Tag seine Outfieldkollegen Mace und Überraschungsrightfielder Chrastka. Auch das Infield spielte grandios. Einige gute Picks von First Baseman und Geburtstagskind Alexander Schroll, Weltklasse–Catches von 2nd Baseman Clemens Hlawaty und präzise Würfe auf die erste Base von Marco Prusa und Peter Pratscher machten den 12:2-Erfolg perfekt.

Traiskirchen Grasshoppers@Vienna Lawnmowers

Hoppers: #34 Schaffer SS, #52 Feichtinger RF, #12 Kreitner 3B, #55 Eckel P, #27 Fröhlich 1B, #67 Wagner 2B, #57 Kiefer C, #48 Schwanzl LF, #21 Bauer CF – #5 Koller, #8 Vegh, #13 Obermayer

Mowers: #22 Hlawaty 2B, #1 Mace LF, #52 Bertleff CF, #7 Schroll 1B, #6 von Ameln C, #57 Prusa SS, #67 Chrastka RF, #20 Pratscher 3B, #15 Szeywerth DH – #3 Brei P – #2 Fleck, #42 Lang

Mhhm..mhhm..mhhmhhmhhmhhm.. Mhhm..mhhm..mhhmhhmhhmhhm… Letzte Woche um diese Zeit gingen die Wiener gerade mit einer 0:9 Niederlage gegen die Traiskirchner und deren Pitcher Philipp Eckel vom Feld – heute die Chance auf die Revanche im selben Szenario. Die Mowers begannen im Feld mit Starting Pitcher Thorsten Brei, welcher im ersten Inning keinen Run zuließ. Im ersten Offensivinning zeigten sich die Batter wesentlich selbstbewusster als in der Vorwoche. Lionel Mace kam durch einen Walk auf Base und durch ein Stealing gleich weiter auf die zweite Base. Sein Outfieldbro Thomas Bertleff brachte ihn heim (erneuter RBI), und die Lawnmowers hatten den Bann gebrochen: Endlich der erste Run im zweiten Spiel gegen Eckel und die Grasshoppers. Bertleff scorte ebenfalls. Im zweiten Anlauf gegen Brei konnten die Hoppers durch ihren Pitcher einen Anschlussrun einfahren, doch  Clemens Hlawaty scorte daraufhin zum 3:1, ehe die Traiskirchner im dritten Inning 4:3 in Führung gingen. Für die Wiener stand DH Rene Szeywerth am Schlag, der durch einen Hit auf Base kam. Nach einem Hlawaty-Flyout konnte sich der Meidlinger gerade noch auf Base zurück retten. Lionel Mace knallte anschließend den Ball tief ins Centerfield: Inside the Park-Homerun. Neuer Spielstand: 5:4 für die Wiener. Nach diesem Befreiungsschlag brachten die Mowers Runner um Runner auf Base. Auch ein Pitcherwechsel (Sascha Obermayer für Philipp Eckel) auf Seiten der Grasshoppers konnte die Under Amours nicht mehr aufhalten. In der Defensive reduzierte sich das Aufgebot der Mowers, denn Shortstop Marco Prusa musste außerbaseballerisch bedingt vorzeitig ausgewechselt werden, wodurch der 2nd Base-Stammspieler Clemens Hlawaty auf der Shortstop Position sein Debüt gab. Rene Szeywerth durfte auf der zweiten Base ran. Ordentlich Goldglovebewerbungen schickten in diesen Spiel Catcher Luca von Ameln (erneutes Out auf Second Base nach einem Stealingversuch von Thomas Bauer), Alexander Schroll (beteiligt an zwei Double Plays), Peter Pratscher (schönes 5-3 Double Play) und Lionel Mace (5 Fly Out-Catches und ein Doubleplay) ab. Die Revanche war geglückt. Endstand: 8:4! „Ich bin wirklich stolz auf euch“, so die fast zu historischste (Anm. d. Red.: Wos?) Absprache von Coach Hadmar Lang. Damit bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer vielleicht: Happy Birthday to you!

Interview mit Clemens Hlawaty:

Frage: Zwei Spiele – zwei Siege. Ein perfekter Spieltag?
Clemens: Ja, das würde ich schon sagen. Heute hat wirklich sehr viel zusammen gepasst. Das waren zwei der besten Spiele der Mowers seit langem.
F: Warum lief es heute um so viel besser als letzte Woche?
C: Also defensiv war ja letzte Woche auch schon stark, nur hat uns die Offense letztens im Stich gelassen. Wir haben aber vor allem das zweite Spiel letzte Woche gegen die Hoppers genau analysiert und aus der Niederlage gelernt.
F: Offensiv sehr stark, defensiv noch besser. Wenn die Lawnmowers so weiter spielen, spricht nichts gegen Tabellenplatz 1 am Ende der Saison. Oder?
C: Im Moment sind wir richtig gut drauf und haben auf jeden Fall das Zeug dazu, am Ende ganz oben zu stehen. Wir dürfen uns aber auf den Siegen jetzt nicht ausruhen und müssen weiter an uns arbeiten. Es gibt immer was, dass wir verbessern können.
<< aufgrund des drohenden Weltuntergangs konnten nicht mehr Interviews geführt werden>>

Spieler über Spieler

Clemes über Lionel: Was soll man groß über den Lionel schreiben? In der Defensive war er wie immer eine Bank; pflückte die Bälle sicher runter und veredelte seine starke Leistung am Ende noch mit einem Doubleplay. Offensivmäßig kommt der „Ex-Favoritner“ immer besser in Fahrt. Vor allem durch seine Bunts, die er zwischen schönen Linedrives immer wieder einstreut, bringt er die Defensive zur Verzweiflung. Es scheint fast so, als würde er von Spiel zu Spiel immer mehr an die Form seiner MVP-Saison herankommen.

Lionel über Thomas: Am Vortag noch als Hooligan am Weg ins Ernst-Happel-Stadion – per Lilliputbahn versteht sich – zeigte sich der Centerfielder im ersten Spiel der Saison einsatzhungrig. Obwohl es sein erstes Spiel in der Landesligasaison 2016 war, spielte er sowohl im Feld als auch am Schlag routiniert. Abgesehen davon war´s leiwand, endlich wieder mit dem Bertl im Outfield Schmäh führen zu können.

Alexander über Luca: Traiskirchen und Luca sind eine spezielle Liebe. Bereits im letzten Jahr hat Luca einen Ball über den Leftfield-Zaun befördert. Und mit dem neuen Composite-Schläger konnte er gegen den Titans-Veteran Stephan Unger gleich zu Beginn des Spieles an den Erfolg vom Vorjahr anknüpfen – wieder über den Leftfieldzaun. Auch das eine (oder waren es sogar zwei?) erfolgreiche Caught Stealing(s) waren für den Sieg gegen die Grasshoppers essentiell.

Luca über Marco: Mit ganz unpreußischer Verspätung hier noch ein paar Zeilen für Marco. Wenn’s schon nach Redaktionsschluss ist, wird auch keiner Tränen vergießen… Letztes Jahr noch die Positionsfreudendame der Lawnmowers, verdient sich Prusa dieses Jahr auf der verletzungsbedingt vakanten Shortstop Position. Und fehlten da nicht die silbernen Locken, könnte wohl keiner einen Unterschied zu den letzten geschätzt 134 Jahren erkennen, in denen stets Routinier Didi als Lawnmowers-Shortstop auflief. So sicher, so elegant, so ackerlesk saugt Marco diese Saison die Bälle in der Defensive aus der Luft – und der vergangene Sonntag war da keine Ausnahme. Dazu kamen noch donnernde Schläge in der Offensive und eine mit allen Wassern gewaschene Pitchingleistung. So schaffte es Prusa mit ausgefallenen mentalen Tricks, den Titans zu verheimlichen, dass er nur Fastballs wirft. Das Resultat waren zwei starke Innings im ersten Spiel. Der Schock kam dann in der Mitte des zweiten Spiels: Beim Stand von 2:2 fiel Prusa plötzlich ein, dass er noch einen Gutschein zum Hotyoga in der Milleniumcity hatte, und der wäre noch am selben Tag abgelaufen. Flugs tauschte er die Baseballschuhe gegen ein paar Badeschlapfen und ward fortan nicht mehr gesehen. Diesen Abzügen in der B-Note zum Trotz setzte Prusa seine starke Leistung diese Saison auch am vergangenen Wochenende fort.
 
Marco über Andi: Durch das frisch gestochene Tattoo dürfte ihm noch die Kraft fehlen für weite Schläge, da er zwei-dreimal direkt Flyout gemacht wurde vom 3rd Baseman. In der Defensive ließ er nichts anbrennen – dies kann auch daran liegen, dass kein Ball zu ihm kam. Trotzdem ist er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft und es ist noch genügend Platz auf seiner Haut für weitere Tattoos z.B. wann erster Homerun geschlagen wurde oder Triple etc.

Andi über Robert: Wieder ein solides Match des Comeback-Spielers der Saison aus der durchaus übersichtlichen aber mitunter etwas weit entfernten Perspektive des Rightfields. Trotz der steigenden Gefahr für das hinter der Homeplate geparkte Motorrad, die von diversen Foulballs ausging, ließ sich Robert nicht aus der Ruhe bringen, arbeitete sich während des Spiels von 3rd Base über Short Stop bis zur 2nd Base nach oben. Einzig das Ende des Spiels rettete 1st Base-Urgestein Alex an seinem Geburtstag davor, dass Robert ihn auch dort ablösen könnte.

Michael über Petra: Die ehrgeizige Allrounderin! Beeindruckend, wie Sie mit Hartnäckigkeit den Ball jagt! Mit vollem Einsatz ist sie bei jedem Training dabei und arbeitet unermüdlich an Technik und Kraft. Das spiegelt sich auch im Erfolg wider. Ihre Bälle werden immer schärfer und genauer, Ihre Schläge härter und weiter, Konkurrentinnen trifft Sie sofort ins „Schwarze“ und zeigt, wer die Löwin am Platz ist. Das bescherte ihr in der letzten Woche nicht nur ihr Depüt am „Männerplatz“ Baseball, sondern macht sie auch zur Stammspielerin bei gleich 2 Softballteams. Sie ist am Feld auf jeder Position zu finden und macht auch vor Collateralschäden bei Zusammenstößen nicht halt. Macht die Augen und Ohren auf, von dieser Wildkatze werden wir noch viel sehen und hören.

Petra über Thorsten: Der Starpitcher Thorsten kam wie gewohnt zum zweitem Match gegen die Grasshoppers  lässig, ausgeruht und motiviert an; bereitete sich im Dugout mental auf seinen Einsatz vor, fragte mich tatsächlich, ob ich statt ihm schlagen möchte, musste kurz lachen, also nein, denn auch ich wollte ihn endlich mal wieder in der Batter’s Box sehen. Nach grandiosem Pitching kam dann endlich der Moment und er stand am Schlag. Von mir hat er noch meinen "Glückshelm" bekommen, da dachte ich mir, da kann echt nichts mehr schief gehen, und so war es auch. Er schaffte zwar keinen Hit und auch keinen Bunt, aber ich glaube zu wissen, bin mir leider nicht sicher, da ich kurz durch einen gegnerischen Spieler abgelenkt war, der gerade  mit seinem Auto nach Hause unterwegs war, vergaß aber, dass er am Dach seines Wagens Schuhe und Trinkflasche noch stehen  hat…., oder waren das doch die AUER Ecken, die mich abgelenkt haben, oder der fesche Teamkollege neben mir, keine Ahnung, kann mich nicht mehr so richtig erinnern… Lange Rede, kurze Sinn: Wie ich mich dem Spiel wieder zugewandt habe, sah ich Thorsten tatsächlich auf der First Base stehen. Es konnte nur ein Base on Balls gewesen sein. Ob er auch einen Run geschafft hat, keine Ahnung, da war ich einfach schon viel zu müde… (Anm. d. Red.: Wir entschuldigen uns bei Petra für die Ausmerzung zahlreicher tschechischer Deklinationen und deren Eindeutschung verständnishalber)

Michel über Hadmar:
Der Hadmar bei der Base rumsteht,
die Zeichen gibt, die Arme dreht,
der Batter auf den Helm sich schlägt,
und trotzdem keinen Deut versteht.

Hadmar über Rene:
Verdammt!